Kriegsgefangene im Ersten Weltkrieg im Kreisgebiet

Seit einiger Zeit arbeitet die Geschichtswerkstatt Siegen e.V., das Stadtarchiv Siegen und Historiker an der Konzeption und Umsetzung einer Ausstellung zum Thema des Kriegsalltags während des Ersten Weltkriegs an der „Heimatfront“. Die Ausstellung wird im nächsten Jahr im Siegerlandmuseum im Oberen Schloss in Siegen zu sehen sein und die vielfältigen Lebensbereiche von Frauen, Männern und Kindern im Kriegsalltag in der Region mithilfe von Texten und aussagekräftigen Exponaten schildern.

Für den Bereich der Kriegsgefangenen anderer Nationen in Siegen-Wittgenstein sucht der Historiker Sven Panthöfer, Mitarbeiter im Projekt, möglichst umfassende Hinweise zu diesem Thema. Relativ schnell nach Kriegsbeginn erreichten erste Kriegsgefangene der Gegner des Deutschen Reichs Siegerland und Wittgenstein. Sie wurden der Region und den Betrieben von den großen Gefangenenlagern in Gießen, Meschede und Worms zugeteilt. Für die Stadt Siegen liegen recht gute Angaben zu Fabriken, Gewerbetreibenden, Kaufleuten und Landwirten vor, die Kriegsgefangene beschäftigten. Nun werden weitere Informationen zu diesem Thema aus den anderen Städten und Gemeinden des Kreisgebietes gesucht.

Ziel ist es, eine möglichst vollständige Liste von Arbeitsstätten der Kriegsgefangenen zu erarbeiten. Hier hofft Panthöfer auf die Mithilfe der einzelnen Stadt- und Gemeindearchive, Firmen und Privatpersonen, die mit Informationen, Fotos und Erinnerungsstücken zu diesem Thema beitragen können.

Kontakt: Sven Panthöfer, Tel. 0571-38839941, E-Mail: panthoefer@das-geschichtsbuero.de

Vortrag „Stahlschmidt’s eigene Nachkommen,

die von ihnen ausgebildeten Uhrmacher sowie Siegerländer Mitbewerber in Hilchenbach, Siegen und Deuz“
Ian D. Fowlwer, 25.11.2015, 19:30, Museum 4Fachwerk Freudenberg

In dem Eckhaus in der Oranienstraße 7, heute Nr. 5, Parfümerie Münker, befand sich einst das Uhrengeschäft von Ewald Krämer, einem Nachfahren von Johann Peter Stahlschmidt, mit einer aufwendigen Schaufenstergestaltung. Diese Krämer-Linie wurde im Flecker Volksmund „Tick-Tacks“ genannt. Vor der Haustüre schauen die Kinder Walter, Artur und Emmi Krämer den Photographen an.

In dem Eckhaus in der Oranienstraße 7, heute Nr. 5, Parfümerie Münker, befand sich einst das Uhrengeschäft von Ewald Krämer, einem Nachfahren von Johann Peter Stahlschmidt, mit einer aufwendigen Schaufenstergestaltung. Diese Krämer-Linie wurde im Flecker Volksmund „Tick-Tacks“ genannt. Vor der Haustüre schauen die Kinder Walter, Artur und Emmi Krämer den Photographen an.


Der Name Johann Peter Stahlschmidt steht als Synonym für die bekannte Freudenberger Uhrentradition. Der aus Plittershagen stammende Stahlschmidt (1751-1833) hatte in der Werkstatt des Siegener Uhrmachers Johann Georg Spieß seine Ausbildung absolviert, begab sich dann auf die für Handwerker übliche Wanderschaft und kehrte im Juni 1781 nach Freudenberg zurück. Hier in der Oranienstraße gründete er seine eigene Werkstätte.
Nach mehr als vier Jahrzehnten eigenem Tun übergibt er im Jahr 1827 das Geschäft an seinen zweit-jüngsten Sohn Tillmann Stahlschmidt. Und so setzt sich die Uhrentradition fort: Eines der vier Kinder von Tillmanns Tochter Maria Clara (1835-1868), Ewald (1863 – 1938), ist weiter als Uhrmacher in Freudenberg tätig. Entsprechend wird diese Krämer-Linie in jener Zeit „Tick-Tack“ genannt. Weiterlesen

Ausstellung „Grenzen überschreiten.

Archäologische und (Kunst)-Historische Aspekte zur Nassau-Siegener Landhecke“

XtalgrenzenAussDas Stadtarchiv Kreuztal präsentiert in Zusammenarbeit mit Dr. Eva Cichy (LWL – Archäologie für Westfalen) und dem Kunsthistoriker Olaf Wagener M.A. (Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg) die Ausstellung „Grenzen überschreiten. Archäologische und (Kunst)-Historische Aspekte zur Nassau-Siegener Landhecke.“

bis zum 17.12.2015 im Eingangsbereich der Stadtbibliothek Kreuztal, Marburger Straße 10.

Thematisiert werden Ergebnisse von Grabungen in Kreuztal und Freudenberg – am Krombacher Schlag, auf der Wilhelmshöhe und in Büschergrund. Geschichte, Verlauf und Erforschung der Nassau-Siegener Landhecke werden mit historischen Karten sowie Schanzen und Schläge mit modernen Luftbildern (LiDAR-Scans) veranschaulicht.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Bibliothek besichtigt werden:
Di., Mi., Fr. 10:00-18:30 Uhr, Do. 9.00 Uhr -19.30, So. 14:00-18.00 Uhr.

Quelle: Pressemitteilung: Stadt Kreuztal, 110/2015

Vortrag „Eine Dynastie zwischen den Extremen

Das Haus Nassau-Siegen.“

Der Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein lädt für Freitag, den 20.11.2015 ab 18:00 Uhr im Museum Wilnsdorf zum Vortrag von Herrn Prof. Gerhard Menk, Marburg ein.
Der Vortrag zum Thema: „Das Haus Nassau-Siegen. Eine Dynastie zwischen den  Extremen“ hat folgende Inhalte:

Johann der Mittlere als Gründer der Dynastie und seine Rolle im Umfeld der Staatstheorie des Johannes Althusius und seines Rates Dr. Hermann Schildt .
Johann Moritz Fürst von Nassau-Siegen, der mit seinem „Qua patet Orbis“ in der Mitte der transatlantischen Geschichte in der frühen Neuzeit steht.
Professor Menk greift für diesen Vortrag auf umfangreiche und bisher unveröffentlichte Funde im Königlichen Hausarchiv Den Haag zurück. Die Texte sind in deutscher Sprache gefasst.

Gerhard Menk, geboren am 17. März 1946 in Bad Marienberg lehrt an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er war lange Jahre Archivar am Hessischen Staatsarchiv Marburg. 1975 promovierte er mit der Arbeit „Die Hohe Schule Herborn in ihrer Frühzeit 1584–1660“ an der Universität Frankfurt am Mai. Die Dissertation ist 1981 bei der Historischen Kommission für Nassau gedruckt erschienen. Seine letzte größere Publikation „Zwischen Kanzel und Katheder“ stellt eine Aufsatzsammlung dar, die auch die Jugend Johanns VII. von Nassau-Siegen beleuchtet.
Der Eintrittspreis beträgt 3,00 €.

Vortrag „Grenzen überschreiten.

Archäologische und (Kunst-)historische Aspekte zur Nassau-Siegener Landhecke

Vortrag und Ausstellung von Dr. Eva Cichy (LWL Archäologie für Westfalen) und Olaf Wagener M.A. (Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg)
19.11.2015 (19.00 Uhr) , Veranstaltungsort: Stadtbibliothek Kreuztal Stadtmitte, Kostenlos

Thematisiert werden Ergebnisse von Grabungen in Kreuztal und Freudenberg – am Krombacher Schlag, auf der Wilhemshöhe und in Büschergrund. Geschichte, Verlauf und Erforschung der Nassau-Siegener Landhecke werden mit historischen Karten, Schanzen und Schläge mit modernen Luftbildern (LiDAR-Scans) veranschaulicht.

Vortrag „Diesterwegs Popularisierung –

 – Zum 225. Geburtstag des Siegener Pädagogen“ (Prof. Dr. Gabriele Weiß, Universität Siegen

Porträt von F.W.A. Diesterweg (1890-1866). Vorlage: Stadtarchiv Siegen

Porträt von F.W.A. Diesterweg (1890-1866). Vorlage: Stadtarchiv Siegen

Einem wenig beachteten Jubiläum des laufenden Jahres widmet sich das Siegener Forum in der nächsten Ausgabe seiner Vortragsreihe am kommenden Donnerstag, den 19. November 2015, um 18.30 Uhr im KrönchenCenter. Am 29. Oktober 1790 – also vor 225 Jahren – wurde Friedrich Adolph Wilhelm Diesterweg in Siegen geboren. Aus diesem Anlass wird Frau Professor Dr. Gabriele Weiß sich mit der Popularisierung Diesterwegs in Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzen.
Dabei meint Popularisierung eine Verbreitung und Vergrößerung des Bekanntheits- und Beliebtheitsgrades in der Bevölkerung. Auf drei Ebenen soll Diesterwegs Popularisierung thematisiert werden:

  1. Diejenige Popularisierung, welche Diesterweg selbst betrieben hat. Dabei liegt der Fokus auf seinen Einsatz für den Unterricht der „Realien“ für alle Menschen und die entsprechende volkstümliche Einführung in Naturwissenschaften und Astronomie.
  2. Wann wurde Diesterweg selbst popularisiert, von wem und warum? Er wurde nach seinem Tode von den von ihm selbst initiierten Lehrervereinen zum Patron der Lehrerbildung. Und
  3. Ist die Frage: Wie eine heutige Popularisierung Diesterwegs aussehen könnte?

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„100 Jahre Motor-Omnibus“

Film zum Jubiläum auf DVD

Stilecht präsentierten Alexander Fischbach (mundus.tv), Wolfgang Suttner (KreisKulturreferent) sowie Klaus-Dieter Wern (Wern Group) die neue DVD.

Stilecht präsentierten Alexander Fischbach (mundus.tv), Wolfgang Suttner (KreisKulturreferent) sowie Klaus-Dieter Wern (Wern Group) die neue DVD.

Vor 20 Jahren am 18. März 1995 war es soweit: Der Omnibus feierte im Siegerland ein Jahrhundert-Jubiläum. Genau vor 100 Jahren am 18. März 1895 kam es zum Urknall für den durch einen Benzinmotor angetriebenen Omnibus. Und dieser Urknall fand im Siegerland statt. Hier in der Provinz nahm die erste motorisierte Omnibuslinie der Welt ihren Dienst auf. Weiterlesen