– das Museum für Gegenwartskunst„
Ein Zeitzeugenbericht von Winfried Schwarz, ehem. Siegener Kreisdirektor und SPD-Kulturpolitiker im Kreis Siegen-Wittgenstein.
Archiv der Kategorie: Archivpädagogik/Bildungsarbeit
Eine Milchbar für die „Plüschetage“ des Siegener Landratsamtes
Das Milchtrinken in der Öffentlichkeit gehörte in den 1950er Jahren zum guten Ton. Durch den amerikanischen Einfluss eröffneten in Deutschland eine Vielzahl von Milchbars, die in den 1960er Jahren wieder aus dem Stadtbild verschwanden. Auch die Bonner Politiker griffen in der Milchbar des Bundeshauses gerne zum Milchshake. Auch an Siegen ging dieser Trend nicht vorbei:
Im Kreisarchiv konnte in einer Niederschrift der Kreis-Ausschusssitzung vom 9. September 1955 gefunden werden, in der die „Einrichtung eines Erfrischungsraumes (Milchbar)“ auf der Tagesordnung stand. Somit hatten also auch die Kreistagsabgeordneten des Kreises Siegen den Wunsch nach dem kühlen gesunden Getränk.
Ein kleiner Raum (Zimmer 12) sollte auf der Etage von Landrat Karl Roth, Oberkreisdirektor Dr. Moning und Kreisdirektor Kuhbier im ersten Obergeschoss der alten Landratsvilla eingerichtet werden. Auf dieser Etage befand sich auch ein Sitzungsraum.
Auf der Einkaufsliste standen: eine Theke mit Schrankeinbauten und Durchgang (750,00 DM), eine Glasvitrine auf der Theke stehend (250,00 DM), ein Kühlschrank (800,00 DM), eine Kaffeemaschine (500,00 DM) und eine „bessere“ Ausstattung mit Geschirr (510,00).
Einige der ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises, die Anfang 60er Jahren bei der Kreisverwaltung ihren Dienst aufgenommen hatten erinnern sich noch an diesen Raum.
Archäologischer Lesetipp: Leider zu spät – Ein Altfund und „sein“ Problem

Hilchenbach-Müsen (?). Die sorgfältig vollständig überschliffene, auf der Unterseite stark beschädigte kleine Steinbeilklinge wurde später als „Retuscheur“ zur Feinbearbeitung von Feuersteingeräten genutzt, wie die kleinen Vertiefungen (Narbenfeld) auf der Oberseite zeigen. – Foto: LWL-AfW Olpe/M. Baales
„Immer wieder gelangen Fundmeldungen von sog. Altfunden in die Außenstelle. Dabei handelt es sich um Objekte, die zumeist Jahrzehnte in Sammlungen oder bei Privatleuten schlummerten, bevor sie zur Registrierung und weiteren Bearbeitung beim zuständigen Fachamt landeten. Erschwerend kommt hinzu, dass die genauen Fundumstände und vor allem Fundorte meist unbekannt sind, so dass diese Stücke nur recht vage „verzettelt“ werden können. ….“
Link zum vollständigen Eintrag im Blog der LWL-Archäologie
Technikmuseum Freudenberg erhält Förderung im sechsstelligen Bereich
„Wir haben es geschafft. Viele Monate haben wir den Förderantrag vorbereitet – jetzt wurde die beantragte Summe bewilligt!“ Der Vorstand des Technikmuseums Freudenberg e.V. ist erleichtert, kann doch nun die Überarbeitung und Erweiterung der Ausstellung zur Freudenberger Wirtschaftsgeschichte in Angriff genommen werden.

Der Verein erhält eine Heimatzeugnis-Förderung in Höhe von 319.000 Euro für die Konzeption und Umsetzung der Ausstellung. Mit dem Förderprogramm Heimatzeugnis“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen werden von Kommunen oder Vereinen getragene Projekte gefördert, die in besonderer Weise lokale und regionale Geschichte und Traditionen aufarbeiten und öffentlich präsentieren. Mit diesem Betrag werden 90 % der Kosten für die neue Ausstellung abgedeckt.
„Diese Förderung ist maßgeschneidert für das Vorhaben des Freudenberger Museums! Mit dem neuen Projekt setzen wir auf eine moderne Museumsdidaktik, die Spaß am Entdecken machen soll. Weniger lesen, mehr selber machen, unterstützt durch digitale Medien – so möchten wir die Ausstellung auch für nachfolgende Generationen attraktiv gestalten.“ erläutert Vorstandsmitglied Hans Jürgen Klappert. Weiterlesen
Video: „Von der Eiserfelder Schmiede zum „Global Player“
Klaus Vetter, Jahrgang 1939, berichtet, wie er im Alter von 22 Jahren als „zweite Wahl“ die Leitung der 1889 gegründeten Firma Vetter in Eiserfeld übernahm. Der Zeitzeuge beschreibt – beispielhaft für viele Siegerländer familiengeführte Unternehmen – die Entwicklung zum Weltmarktführer.
Ausstellung: „Heil-Kunst“ im Museum Wilnsdorf

Sauerampfer: Räumt den Magen auf, lindert schmerzende Blasen an den Füßen und schmeckt lecker im Salat. Die Pflanzenwelt steckt voller zauberhafter Geheimnisse, die in der neuen Museumsausstellung „Heil-Kunst – Kräuterkunde, Aberglaube, Wissenschaft“ entdeckt werden können, und das vom 23.07. bis 15.10. quer durch die Zeit.
Vom Kräutergarten zum Medizinschrank
Was haben die Schamanen der Steinzeit gegen Zahnschmerzen gemacht, wie wurde die Medizin im Mittelalter zum Handwerk und welche Rolle hatte dabei eigentlich der Aberglaube? Um diese Fragen auf den Grund zu gehen, schickt das Museum die Besucherinnen und Besucher auf eine Reise durch die Entwicklung der Medizin von der ersten Kräutermischung der Neandertaler bis zur heutigen Apotheke. Dabei sorgen die Mitmachangebote für zusätzliche Highlights der Ausstellung. Zum Beispiel das Probesitzen in einem alten „Zahnbrecherstuhl“, natürlich ganz ohne seine Zähne zu verlieren. Bei schönem Wetter lohnt sich außerdem ein Blick in den liebevoll gestalteten Museumsgarten mit seinen vielen Kräutern und Pflanzen, links vom Museumseingang. Außerdem können alle, die Lust auf eine eigene Hausapotheke bekommen, Tipps im „Kräuterwissensteil“ der Ausstellung zusammensuchen, sich inspirieren lassen und zu Hause kreativ werden.
Der Aktionstag im Museumsgarten
Passend zur Ausstellung findet am 13. August der Aktionstag „Die Apotheke vor der Haustür“ statt, der weitere Überraschungen im Museumsgarten bereithält.
Quelle: Gemeinde Wilnsdorf, Aktuelle Nachrichten, 5.7.23
Podcast zu Peter Paul Rubens
Der Podcast „Alte Meister im Ohr“ des Kaiser Friedrich Museumsvereins widmet sich in seiner jüngsten Ausgabe Peter Paul Rubens:
Der flämische Barockmaler Peter Paul Rubens (1577-1640) war neben seiner malerischen Tätigkeit auch als Diplomat des spanisch-habsburgischen Hofes, der seinerzeit die Krone der Niederlande inne hatte, unterwegs. Rubens ist geläufig für seine üppigen weiblichen Darstellungen bekannt, aber ebenso für seine intellektuelle Art die Geschichten seiner Bilder zu komponieren. Er wendete sich mit seinen Werken an ein gebildetes Publikum, dass er aber auch zu schockieren wusste. So wurde der abgeschlagenen Kopf der Medusa bei seiner Premiere hinter einem Vorhang verhüllt. Rubens war nicht alleine an seinen Werken tätig, sondern holte sich des Öfteren auch Spezialisten dazu. Helena Parada Kim ist eine in Berlin lebende Malerin, die sich in ihrem Schaffen mit Peter Paul Rubens beschäftigt hat. Zum Unmut der Düsseldorfer Akademie malt sie mit altmeisterlichen Techniken. Neben Peter Paul Rubens haben auch Velazquez und Van Dyck ihr Schaffen stark beeinflusst. Unser Moderator Michael Krieger hat Helena Parada Kim zur Aufzeichnung in ihrem Atelier besucht. Weiterlesen
Schöpfer der windschnittigen Luftschiffhalle stammte aus Siegen
Linktipps zum aus Siegen stammenden Bauingenieur Ernst Meier:
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Dresden-Kaditz. Städtischer Flugplatz mit Luftschiffhalle, zeitgenössische Postkarte von 1913, Autor/-in unbekannt, Public domain, via Wikimedia Commons
Links:
– Roland Fuhrmann, Artikel: Ernst Meier,
in: Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde,
https://saebi.isgv.de/biografie/29150 [Zugriff 11.7.2023]
– Roland Fuhrmann, Ernst Meier – Schöpfer der windschnittigen Luftschiffhalle, in: Stahlbau 83 (2014), Heft 7, S. 498 – 502, Link zur PDF

Der Baumeister (1909, Heft Januar), S. 46 B
Migrationsgeschichte des Siegerlandes nach 1945
– ein Projekt des Siegerlandmuseums für 2024
Nächstes Jahr wird es im Siegerlandmuseum im Oberen Schloss eine Ausstellung zur Migrationsgeschichte des Siegerlandes ab 1945 geben: „Siegen. Fremde. Heimat“. Beim Sammeln der Inhalte und Objekte für die Ausstellung möchten wir gern mit Ihnen zusammenarbeiten!
Sie oder Ihre (Groß-)Eltern sind aus dem Ausland ins Siegerland gekommen und würden uns davon berichten, was Sie für Erfahrungen gemacht haben und wie Sie Ihren Alltag im Siegerland erleben? Sie haben einen Gegenstand, der etwas darüber erzählen kann? Vielleicht ein Gegenstand, der Sie auf Ihrem Weg begleitet hat? Der in Ihnen bestimmte Erinnerungen oder Gefühle weckt? Der Ihre Kindheit geprägt hat? Der eine Verbindung zu Ihrem Herkunftsland oder dem Ihrer (Groß-)Eltern aufrechterhält? Der symbolisch für die Erfahrungen mehrerer Migrant/innen und deren Familien steht? …
Egal ob Erzählung, Ding, Foto oder Dokument: Melden Sie sich bei Forschungsvolontärin Kristin Schrimpf (k.schrimpf@siegen.de; (0271) 404-1912) und lassen Sie Ihr Objekt und Ihre Geschichte Teil der Ausstellung werden. Weiterlesen
Siedek-Strunk: „ … das Kirchgehen seye nur bloßes Buchstaben werck“.
Separation von der Amtskirche als Ausdruck laientheologischer Selbstermündigung im Siegerland
in der Mitte des 18. Jahrhunderts
Siegener Beiträge zur Reformierten Theologie und Pietismusforschung, Bd. 6
160 Seiten, Paperback, Format 21,0 x 14,8 cm, ISBN 978-3-7858-0865-8
Zwischen Taufverweigerung und Ekstase
Theologische Selbstermündigung von Laien und Laiinnen, die teils zur Separation von der Amtskirche führte, ist im Siegerland bereits Ende des 17. Jahrhunderts nachweisbar und hat somit eine lange Tradition in der Region.
Die Untersuchung beleuchtet exemplarisch die Separation Einzelner, aber auch die ganzer Gruppen in den Kirchspielen Freudenberg, Weidenau und Hilchenbach zur Mitte des 18. Jahrhunderts. Weiterhin thematisiert sie aus der Separation resultierende Konfliktfelder, wie die Ablehnung von Gottesdienst und Abendmahl und die Konvertikelbildung.
Unter Erläuterung und Berücksichtigung des kirchen- und kulturhistorischen Hintergrundes bietet die kirchengeschichtliche Studie einen Einblick in spezifische protestantische Lebenswelten im Siegerland in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen dabei selbstbewusste reformierte Gemeindemitglieder, überforderte Pfarrer und um Ausgleich bemühte kirchliche und weltliche Obrigkeiten. Weiterlesen

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