Endlich online – Bei dem verlinkten Text handelt es sich um einen leicht bearbeiteten Vortrag Dr. Ulrich Opfermanns am 16. Dezember 2016 in Siegen aus Anlass des Jahrestags des Luftangriffs auf die Stadt in der Endphase des Zweiten Weltkriegs.
Schlagwortarchiv: Nationalsozialismus
Lesung: „Die Franks aus Weidenau – Szenen, Bilder und Geschichten“
20.03.2018 \ 19.00 Uhr
Kundenzentrum Morleystraße der Sparkasse Siegen, Morleystraße 2, 57072 Siegen
Junges Theater Siegen e.V., Aktives Museum Südwestfalen, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V.
Samuel Frank war ein angesehener Weidenauer Kaufmann, „erst kaisertreuer Deutscher, dann Jude“. Nach 1933: Die Familie Frank erlebt Diskriminierung, dann Entrechtung und Verfolgung. Zwei Kinder können fliehen, Tochter Inge bleibt bei den alten Eltern bis zur Deportation und Vernichtung.
Die Geschichte der Franks aus Weidenau ist wie die von Anne Frank aus Amsterdam eine Opfergeschichte – aber auch eine von Lebensmut, von kleinen Fluchten und von
Solidarität. Sie wird im Rahmen einer szenischen Lesung erzählt von Mitgliedern des Jugendensembles von „Junges Theater Siegen“.
Quelle: Begleitprogramm der Ausstellung „Deine Anne“ in Siegen
Heute vor 75 Jahren: Deportation Wittgensteiner „Zigeuner“ nach Auschwitz
Am 9. März 1943 wurden folgende „Zigeuner“ – so wurden die wittgensteinischen Nachfahren der vormaligen Sinti von den Nationalsozialisten diffamiert – aus (Bad) Berleburg und (Bad) Laasphe in das KZ Auschwitz deportiert:
Arthur Dickel, Katharina Dickel geb. Lagerin, Wihelm Dickel gen. Lagerin,
Alexander Freiwald, Alexander Freiwald jun., Elisabeth („Elise“) Freiwald, Elisabeth Freiwald, Luise Freiwald, Richard Freiwald, Weiterlesen
Vortrag »Das ‚Dritte Reich‘ im Kriminalroman der Gegenwart«
So stehen die Aufklärung von Verbrechen und die Aufarbeitung von Vergangenheit im Mittelpunkt der ebenso erfolgreichen wie spannenden Kriminalromane von deutschsprachigen Autorinnen und Autoren wie Frank Goldammer, Volker Kutscher und Ferdinand von Schirach, aber auch des Briten Philip Kerr, des Polen Marek Krajewski oder der französischen Schriftstellerin Dominique Manotti.
Die von den Schriftstellern dargestellten – authentischen oder fiktiven – Kriminalfälle spielen zwischen 1930 und 1945 vor dem Hintergrund der damaligen politischen, sozialen und kulturellen Verhältnisse. Der mit vielen Fotografien bebilderte Vortrag von Dr. Jürgen Nelles zeigt, wie in der Gegenwart ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte in einem populären Genre verarbeitet und aufgearbeitet wird. Weiterlesen
Erinnerung an den 75. Jahrestag der Deportation der Sinti und Sinti-Nachfahren Bad Laasphes
Vortrag: „Nationalsozialismus & Holocaust in der Siegener Erinnerungskultur“
Eine Bestandsaufnahme
08.03.2018 \ 19.00 Uhr \ Kundenzentrum Morleystraße der Sparkasse Siegen, Morleystraße 2, 57072 Siegen
Referent:Dieter Pfau, Historiker
Veranstalter: Aktives Museum Südwestfalen und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V.
Die Frage nach dem angemessenen Umgang mit der nationalsozialistischen
Vergangenheit und dem Holocaust stellt sich nun bereits für die dritte und vierte Generation Siegener Bürgerinnen und Bürger. Diese Erinnerungskultur hat sich in mehr als sechzig Jahren grundlegend gewandelt.
Erläutert wird der Entwicklungsprozess von der Errichtung des ersten Gedenksteins für die jüdischen Opfer auf dem Hermelsbacher Friedhof 1951 bis zur Erweiterung des Aktiven Museums Südwestfalen 2017.
Quelle: Begleitprogramm zur Ausstellung „Deine Anne“
Heute vor 75 Jahren: Deportation Siegener und Wittgensteiner Juden nach Auschwitz
Am 27./28. Februar 1943 wurden folgende Jüdinnen und Juden aus den Kreisen Siegen und Wittgenstein von Siegen über Dortmund nach Ausschwitz deportiert:
Rolf Leo Goldschmidt,
Arno Alfred Holländer,
Elisabetha („Gerti“) Holländer geb. Sonnheim,
Lothar Holländer,
Willi Holländer,
Bertha Lennhoff geb. Hony,
Heinz Lennhoff,
Julius Lennhoff,
Fred Meier,
Minna Meier geb. Hony,
Siegfried Meier,
Herbert Präger [Laasphe, überlebt]
Fanni Rosenthal geb. Hochmann,
Arthur Winter,
Kurt Winter,
Luise Winter geb. Moses,
Ruth Winter.
Quelle: Aktives Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus im Kreis Siegen-Wittgenstein
s.a. Beitrag „Ein Zug in die Vergangenheit. 1943 Dritte Deportation von Menschen jüdischen Glaubens vom Siegener Bahnhof aus“, in: Siegener Zeitung, Heimatland, vom 24.2.2018 (Print)
Jürgen Wenke: Wir erinnern an Alfred Freudenberg
Am 15. Dezember 2017 hat G. Demnig exakt an dem Tag, an dem er fünfundzwanzig Jahre aktiv im Stolpersteinprojekt wichtige Erinnerungsarbeit leistet, in Kreuztal-Kredenbach den Stolperstein für Alfred Freudenberg verlegt. Es war an diesem Tag der einzige Stein, den er verlegte.
Aus diesem Anlass erschien die biographische Ausarbeitung von Jürgen Wenke: Wir erinnern an Alfred Freudenberg Dokumentationsstand 19.12.2017 (2)
Die Geschichte von Josef Stock
Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Erlaubnis von Torsten Thomas, VVN BdA Siegerland-Wittgenstein
Im Januar 2018 jährt sich zum 85. Mal die Machtübergabe an die NSDAP und damit der Beginn einer nie dagewesenen Gewaltherrschaft. Diese Gewalt traf zuerst die politischen Gegner der Nazis aus den Parteien der ArbeiterInnenbewegung. Wir wissen alle aus den Geschichtsbüchern wie diese Verfolgung aussah, willkürliche Verfolgung und brutalste Misshandlungen bis hin zum Mord. Aus unserer Region fehlte bisher eine authentische Beschreibung dieser Ereignisse. Die Geschichte des Josef Stock schließt diese Lücke mit einem von ihm geschrieben Bericht seiner eigenen Verfolgung.
Josef Stock wurde am 8.9.1885 in einer katholischen Familie in Siegen geboren. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete er als Gruben – und Hüttenarbeiter. Im 1. Weltkrieg war er Soldat. Mindestens ab 1930 war er Mitglied der KPD und Leiter der Parteigruppe Siegen-Ost. 1933 holten die Nazis ihn aus seiner Wohnung und prügelten ihn zum Krüppel, so das er 1937 Vollinvalide wurde.
Ende der 30er oder Anfang der 40er Jahre zieht er mit der Familie seines Neffen Fritz Stock nach Freudenberg-Hohenhain. Fritz Stock stirbt 1944 an der Ostfront. Nach dem Krieg baut Josef Stock in Hohenhain mit der Witwe seines Neffen ein Wohnhaus und lebte mit in der Familie.
In Hohenhain ist er älteren Bürgern noch heute als „Stocks Onkel“ bekannt. Er hat vielen Menschen bei Versorgungsanträgen und dem ausfüllen sonstiger Formulare geholfen. Ob er nach dem Krieg wieder Mitglied der KPD war ist nicht bekannt.
Er starb in Hohenhain am 22.10.1962.
Hier der Bericht seiner Verfolgung: Weiterlesen
Eröffnung Educache „Auf den Spuren der Siegener Gestapo“
Heute, 14.00 – 15.30 Uhr
Treffpunkt: Kornmarkt, Rathaus Siegen, 57072 Siegen
Ralf Schumann, Stadtjugendring Siegen e.V./Jugendparlament der Stadt Siegen
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer heften sich fiktiv an die Fersen der Siegener Gestapo-Beamten und verfolgen diese auf ihrem Weg zu den Opfern des Nationalsozialismus in der Oberstadt.
Ein Educache ist eine „Schnitzeljagd“ mit Smartphone/Tablet, bei dem die Teilnehmenden immer wieder spezielle Daten, QR-Codes, Videos und Tondateien nutzen, um sich inhaltlich mit dem Schicksal der jeweiligen Personen zu befassen.
Übrigens: Die Tour wird ganzjährig angeboten. Beschreibung und Materialien können in der Kinder- & Jugendfreizeiteinrichtung „BlueBox“ kostenlos geliehen werden. Sie eignet sich für alle Altersgruppen ab 14 Jahren und eine Gruppenstärke von 1 bis zu 32 Personen.
Spätere Buchung und Infos unter info@bluebox-siegen .

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