Video: Otto Piene, Lichtraum (2010), Leopold-Hoesch-Museum Düren

Sprecherin / Speaker: Jeannine Bruno
Kamera & Schnitt / Camera & Editing: Timo Semmler
Ton / Sound: Mattis Schaeffer
Musik / Music: “Altitude” by Beneath the Mountain

Otto Piene, Lichtraum, 2010, Leopold-Hoesch-Museum, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

© Leopold-Hoesch-Museum, Düren 2021

Leopold-Hoesch-Museum
& Papiermuseum Düren
Hoeschplatz 1
52349 Düren
Germany
Tel. +49 (0) 2421 252561
museum@dueren.de
www.leopoldhoeschmuseum.de

Ausstellung: Thomas Kellner:  Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes heute

Fine Art photography by Thomas Kellner about the Typology of the frameworkhouses by Bernhard und Hilla Becher

Die Art-Galerie Siegen präsentiert bis zum 01. Mai 2021 Werke des Siegener Fotokünstlers Thomas Kellner.

„Dokumentarische Fotografie, Fachwerkhäuser aus der Region um Siegen, zeitlose Abbilder von Kultur und Gesellschaft im Siegerland. Diese Aufzählung scheint unweigerlich auf die bekannten Arbeiten von Bernd und Hilla Becher anzuspielen, ihre Fotografien von Fachwerkbauten und Industriearchitektur. Seit 2015 passen die Aussagen jedoch auch zum Siegener Künstler Thomas Kellner, der auf den Spuren der Bechers Häuserfronten in Szene setzt. In einer Serie von 19 Architekturfotografien zeigt der Künstler ausgesuchte Eiserfelder Fachwerkhäuser in ihrem heutigen Zustand. Als historischer Vergleich stellt er den Becherschen Schwarzweiß-Aufnahmen der 1960er Jahren seine eigenen Bilder entgegen. Ohne die erkennbare Verbindung beider Werke zu beschränken, gibt Kellner den Fotografien seine eigene Handschrift und spielt „mit der Transformation in Schwarzweiß, den Verschattungen, dem Fokus auf farbig gebliebene Details, der verträumten Unschärfe im Hintergrund“. Dadurch agieren seine Fotografien als eigenständige Kunstwerke regionaler Lebensform und erfüllen parallel eine vergleichende Funktion. Indem im direkten Vergleich, ähnlich wie bei einem Suchbild, motivische und methodische Unterschiede zu den Bechers aufgedeckt werden, ist Kellners Werkserie nicht nur Spiegel einer sich wandelnden Wohnkultur und Teil der Sozial- und Wohngeschichte, sondern auch Zeugnis einer sich weiterentwickelnden, künstlerischen Fotografie. Kellners Fotografien eröffnen den Blick auf die Polarität eines Gebäudes, das durch optische Modernisierungsmaßnahmen im Wandel der Zeit verändert wurde und dem Originalbau nur noch in der Form gleicht. Die Be- und Verurteilung der sich abzeichnenden Veränderungen des Motivs ist ebenso dualistisch wie das architektonische Gebilde selbst. Es ist jedoch nicht zu verkennen, dass die Fachwerkhäuser von 2015 an Identität verloren und ein Stück weit „um ihren Ausdruck gebracht wurden“, bei Kellner aber zu einem magischen Realismus zurückkehren.

Zur Ausstellung ist ein Katalog im Verlag Seltmann Publishers in Berlin erschienen. ….“

Quelle: Artgalerie Siegen, Aktuell

Literaturhinweis: „Die Große Gewitterlandschaft von Rubens – Anatomie eines Meisterwerks“


„Die „Wiener Gewitterlandschaft mit Jupiter, Merkur, Philemon und Baucis“ gehört zu Peter Paul Rubens’ größten und dramatischsten Landschaftsbildern. Ausgehend von den tiefgreifenden Erkenntnissen der jüngsten Restaurierung gibt der Band einen umfassenden Einblick in den Entstehungsprozess dieses faszinierenden Bildes wie auch in seine kunsthistorische Deutung. Offenbar zu seinem Vergnügen geschaffen, befand sich die „Gewitterlandschaft“ bis zum Tod des Malers in seinem Besitz. Wie die Restaurierung zeigt, hat Rubens das Gemälde mehrfach verändert und erst zum Schluss die Geschichte von Philemon und Baucis eingefügt. Als einzige gewährten die armen, alten Eheleute Jupiter und Merkur Gastfreundschaft und wurden so vor der strafenden Flut gerettet. Die Maßnahmen der Restaurierung sowie die komplexe Zusammensetzung und Entstehung des Gemäldes werden ebenso thematisiert wie seine kunsthistorische Einordnung. Überlegungen zu Rubens` Naturdarstellung und damit zur herausragenden Stellung dieses Werkes in der europäischen Landschafsmalerei runden die Darstellung ab.

Hier finden Sie die Publikation auf Deutsch und Englisch für Ihre eigene Bibliothek, oder als Geschenk: https://shop.khm.at Weiterlesen

Literaturhinweis: „Künstlerinnen und Künstler in Westfalen.

Malerei und Grafik im 19. und 20. Jahrhundert“

Titelbild zeigt des aus Bad Laasphe stammenden ZERO-Künstler Otto Piene

“ Über Biografien werden Orte, Taten, aber auch Museumsobjekte besser verständlich und leichter erfahrbar. Einem solchen biografischen Ansatz folgt eine neue zweibändige Publikation des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL): „Künstlerinnen und Künstler in Westfalen. Malerei und Grafik im 19. und 20. Jahrhundert“. Mit den beiden Künstler-Bänden startet das LWL-Museumsamt die neue Schriftenreihe „Biografien-Box“. Diese Reihe beschäftigt sich mit Menschen, zu denen Objekte in westfälischen Museumssammlungen überliefert sind.

„Die Biografien sind sehr anschaulich, sie vermitteln emotionale Nähe und liefern regionale oder individuelle Bezugspunkte. So helfen sie, auch neuartige oder komplexe historische Sachverhalte einer breiten Leserschaft zu erschließen“, sagt Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. „Mit diesem Band zeigen wir die Qualität und Breite des künstlerischen Schaffens in Westfalen-Lippe und rücken auch unterschätzte und vergessene Künstlerpersönlichkeiten Westfalens in den Blick.“ Weiterlesen

Video (engl.): Reingung des Gemäldes „Eine Herbstlandlandschaft mit Blick auf Het Steen am frühen Morgen“ von Peter Paul Rubens

Larry Keith, Chefrestaurator der National Galery in London, stellt die beeindruckenden Ergebnisse einer Renigung des Rubens-Gemäldes vor. Er entfernte die 75 Jahre alte und verfärbte Firnis-Schicht.

Das Gemälde „Landschaft mit Regenbogen“, das ebenfalls an Rubens-Alterswohnsitz Het Steen entstand wurde hier auf siwiarchiv bereits vorgestellt. 

Video: Peter Paul Rubens „Selbstbildnis im Kreise der Mantuaner Freunde“ (1602–04)


Den Auftakt zum digitalen Kunstspäti von job&kunstfreunde und jungekunstfreunde macht heute ein Bild von Peter Paul Rubens (1577–1640). Das Wallraf darf sich glücklich schätzen, solch ein seltenes Exemplar aus dem Frühwerk des flämischen Malers zeigen zu können. Rubens, der sich zu Lebzeiten in Künstlerkreisen genauso bewegte wie auf dem politischen Parkett, zeigt sich in dem Werk „Selbstbildnis im Kreise der Mantuaner Freunde“ (1602–04) in einer illustren Männergesellschaft. Dr. Anja Sevcik. die Leiterin der Barockabteilung des Wallraf, weiht uns heute in die Geheimnisse des Bildes ein und verrät, welche Persönlichkeiten neben Rubens, sonst noch auf diesem barocken „Gruppenfoto“ zu sehen sind.

Video: Otto Piene – Lichtballett

Mit der kürzlich beendeten Ausstellung „Die Sonne kommt näher“ widmete das Museum Haus Konstruktiv Otto Piene eine umfangreiche Solopräsentation. Unter Einbezug der Elemente Licht, Feuer und Luft schuf der Künstler ein einzigartiges Œuvre, das bis heute nichts an Aktualität eingebüsst hat. Pienes Interesse galt besonders dem Medium Licht. Wie konnte es gelingen, Licht und Schatten darzustellen, ohne diese abzubilden? Tauchen Sie gemeinsam mit Evelyne Bucher, Ausstellungs- und Sammlungskuratorin im Museum Haus Konstruktiv, in die Welt eines präzise choreografierten Lichtballetts ein. __ Weitere Informationen: https://www.hauskonstruktiv.ch/

Peter Paul Rubens – Vortrag zum 380. Todestag bei Kaffee und Kuchen

Peter Paul Rubens - Selfportrait - Google Art Project

Selbstbildnis, 1938, Kunsthistoirisches Museum Wien

Zum 380. Todesjahr des berühmten Barockmalers und Diplomaten (1577 – 1640)

Sonntag, 11.10.2020, 15.00 Uhr
Kulturcafé Romantischer Hickengrund, Alte Schule Niederdresselndorf
Eintritt: 5 € / Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt!
Veranstalter: Kulturbüro Burbach, Tel. 02736 4588

Am 28. Juni 1577 wurde Peter Paul Rubens in Siegen geboren; die Umstände standen mit einem großen Skandal in Zusammenhang. Sein Vater Jan Rubens stand unter dem Verdacht, Ehebruch mit Anna von Sachsen, der Ehefrau Wilhelm des Schweigers, begangen
zu haben. Nach der Gefängnishaft in Dillenburg wurde Jan Rubens auf Gnadengesuch seiner Ehefrau in Siegen unter Hausarrest gestellt, bis die Familie 1578 Siegen wieder verlassen durfte. Peter Paul Rubens wuchs in Köln und Antwerpen auf. Er
machte eine bedeutende Karriere als Maler und als Diplomat zugleich. 1640 starb er in seinem herrschaftlichen Haus in Antwerpen, in das heute als Rubensmuseum Besucher/innen aus der ganzen Welt strömen.
Quelle: Kulturprogramm „Buntes Burbach“, Spielzeit 2020/2021

Siegen: Broschüre zur „Gartenstadt Wenscht“ jetzt online


Ausgewählte Kunstwerke im öffentlichen Raum und an öffentlichen und privaten Gebäuden im Geisweider Quartier Wenscht hat KulturSiegen jetzt in einer Broschüre zusammengefasst, die ab sofort online einsehbar ist.

Die Publikation stellt insgesamt 30 Kunstwerke in Text und Bild vor. Eine Übersichtskarte, wo sich die Kunstwerke im weitläufigen Quartier Wenscht befinden, rundet die Dokumentation ab.

Das Wenscht wurde ab 1952 bis etwa 1960 als „Gartenstadt“ und Siedlung für die Arbeiter der Stahlwerke Südwestfalen erbaut. Insbesondere auf den seinerzeitigen Arbeitsdirektor der Stahlwerke, Dr. Erich Dudziak, ist zurückzuführen, dass das Wenscht aus vielerlei Gründen eine planerische und kulturelle Besonderheit wurde. Weiterlesen

Siegener Stadtarchiv bewahrt jetzt weitere „Schätze“ der Kunstszene

Künstler Thomas Kellner (links) und Institutsleiter Dr. Patrick Sturm präsentieren das Gästebuch des Ateliers und – beispielhaft – die Dokumentation einer Ausstellung. (Foto: Stadt Siegen)


Das Stadtarchiv Siegen erweitert seine Bestände mit Ausstellungsdokumentationen aus dem ehemaligen Atelier des hiesigen (Foto-)Künstlers Thomas Kellner in der Friedrichstraße.
Kunstausstellungen von 1999 bis zum Umzug des Ateliers in die Blücherstraße im vergangenen Jahr sind darin in 26 Dokumentationen und in digitalisierter Form festgehalten. Auch das Gästebuch mit den Unterschriften zahlreicher Besucher aus der ganzen Welt zählt dazu. Das Material wurde von Dr. Patrick Sturm, Leiter des Stadtarchivs, entgegen genommen. Weiterlesen