Online: Die religiösen Bewegungen im 18. Jahrhundert und die evangelische Kirche in Westfalen

und am Niederrhein“

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster hat die 1910 in Gütersloherschienene Publkikation von Heinrich Wilhelm zur Nieden online gestellt. Sie widmet sich u.a. den pietistischen Geschehnisen im im Wittgenstiener Land des 18. Jh.

Sanierung der Evangelischen Kirche in Freudenberg

Bund beteiligt sich mit 250.000 Euro
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Evangelische Kirche in Freudenberg (Siegerland). Der Turm der Kirche war ursprünglich der Schlossturm mit Gefängnis, erbaut vor 1389. Seit 1601/06 Kirchturm. Glockenstuhl und barocke Haube wurden nach 1670 errichtet Kamerastandort = Straße: Hinter der Kirche 5, Foto: Asio otus / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

„Wie der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Volkmar Klein mitteilt, hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages diese Mittel in seiner heutigen Sitzung {Anm.: 6.5.2020] freigegeben.
Aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes wurden in unserer Region bereits die Sanierung der Ginsburg, der Martinikirche in Siegen, der Ausgrabungsstätte Gerhardseifen in Niederschelden und der alten Vogtei in Burbach, des Schlosses in Bad Laasphe, des Grafentraktes im Oberen Schloss in Siegen und des Gambachsweihers in Freudenberg gefördert.
Nun kann mit den Arbeiten an den massiven Eiche-Holzstützen, die durch aufsteigende Feuchtigkeit erheblich gefährdet sind, begonnen werden. „So bleibt die Evangelische Kirche in Freudenberg als ein ganz wichtiges Zentrum des Gemeinde- und Kulturlebens in Freudenberg und gleichzeitig auch als national bedeutsames Kulturdenkmal erhalten“, freute sich Volkmar Klein. „Unmittelbar nachdem wir das im Haushaltsausschuss beschlossen hatten, habe ich Pastor Ijewski in Freudenberg und Bernd Brandemann für die Freudenberger Heimatvereine angerufen, um ihnen die gute Nachricht zu überbringen. Die Erhaltung von Denkmälern ist eben kein Luxus, den man sich nur in guten Zeiten leisten darf.“
Quelle: Volkmar Klein, Pressemitteilung

Online: Gedächtnisbuch deutscher Fürsten und Fürstinnen reformierten Bekenntnisses. (Teil 1 – 5)

Die Marburger Universitätsbibliothek hat die 1883 in [Wuppertal-]Barmen erschienene Schrift Friedrich Wilhelm Cunos online bereitgestellt. Der Veröffentlichung enthält Kaptiel zu Nassau-Siegen, Sayn-Wittgenstein-Berleburg und Sayn-Wittgenstein-Hohenstein. Das Werk kann mit dem DFG-Viewer betracht werden.

Zeitschrift „Siegerland“ Heft 2/19 ist erschienen

Daniel Schäfer gibt Eräuterungen zur „Wallanlage Rübengarten bei Friesenhagen“. Gerhard Specht fragt, warum Graf Johann VIII. katholisch wurde. Konrad Schneider stellt „Währungsverhältnisse im Siegerland“ und den „Umlauf von Falschgeld“ zwischen 1819 uns 1837 in einen Zusammenhang. Horst Grafe stellt „Die Wittgensteiner Straße – eine preußische Chaussee. Teil 2“ vor.
Friedrich Fenster berichtet über die „Marienborner Hütte“. Karl Schmidt erinnert sich als Zeitzeuge, in seinem Beitrag „Kommunale Neuordnung – mit Verfallsdatum. Nebengeräusche und andere Töne“. Olaf Wagner präsentiert „Neue Funde und Befunde und virtuelle Rekonstruktionen der „Wasserburg Hainchen“. Eberhard Klein erläutert zum Schluss eine Postkarte, die auf einer Auktion gefunden wurde und den Steinbruch am Hohenseelbachskopf im Schnee zeigt.

Quelle: Siegener Zeitung, 4.4.2020, Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein, Aktuelles

Sanierungsarbeiten an der Martini-Kirche Siegen haben begonnen

Seit einer Woche arbeitet die Firma ‚Denkmalplan’ aus Körner im ersten Bauabschnitt an der Sanierung der Martini-Kirche Siegen, nachdem die Firma Feldmann aus Lennestadt das Gerüst gestellt hat.

Die Vorarbeiten und Vorbereitungen waren immens: ein aufwändiges Ausschreibungsverfahren, das mit Hilfe unseres hervorragend und sehr sorgfältig arbeitenden Architektenbüros Sonntag (Siegen) und eines hinzugezogenen Fachanwaltes durchgeführt wurde, die Absprachen mit der Stadt Siegen (Grünflächenamt, Straßenbauamt…) und mit der Universität Siegen, was die Absicherung der Außenanlage der Martini-Kirche angeht.
…..
Die Sanierungsarbeiten an der Kirche wurden …. nötig, weil sich sowohl sicherheitstechnische Probleme durch die an vielen Stellen marode Bruchsteinfassade ergeben hatten, als auch Wassereinschläge zu beobachten waren, die sich langsam in den Kirchenraum vorarbeiten.

Die Martini-Kirchengemeinde hat daraufhin ein Gutachten in Auftrag gegeben, Anträge bei Bund und Land, sowie beim Kirchenkreis Siegen gestellt, um die Finanzierung dieser Sanierung zu ermöglichen. Die Kosten belaufen sich laut des Gutachtens auf 800.000 €. Beim Anlegen einer Probefläche ist deutlich geworden, dass wir auch Überraschungen erleben können, die die Kosten ggf. noch einmal in die Höhe treiben werden, sodass wir mittlerweile mit gut einer Million € rechnen…..“
Quelle: Evangelische Martini-Kirchengemeinde, Siegen, Homepage
s. a. Martinikirche in Siegen …. Fördermittel des Bundes

„Der Vergangenheit eine Zukunft geben“

Erzbischof Hans-Josef Becker beim 4. Tag der Pfarrarchive in Warstein-Belecke

V. l.: Michael Streit, zuständig für die Pfarrarchivpflege im Diözesanarchiv des Erzbistums Paderborn, Erzbischof Hans-Josef Becker und Diözesanarchivar Dr. Arnold Otto. Foto: Ingrid Schmallenberg


„Danke für Ihren Spürsinn und Ihre Motivation im Sinne der Spurensuche und des Archivwesens!“ Mit anerkennenden Worten hieß Erzbischof Hans-Josef Becker die Archivpflegerinnen und -pfleger des Erzbistums Paderborn am vierten Tag der Pfarrarchive in seiner Heimatgemeinde Belecke willkommen. 69 von insgesamt 100 Ehrenamtlichen waren der Einladung von Diözesanarchivar Dr. Arnold Otto zur gemeinsamen Tagung gefolgt. Sie nutzten die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch, ließen sich von den „Kollegen“ durch das Belecker Pfarrarchiv führen und bewunderten in der Schatzkammer des Propsteimuseums neben 300 Jahre alten liturgischen Gewändern eine Fülle kostbarer Kelche, Ziborien und Monstranzen aus dem 15. bis 16. Jahrhundert. Weiterlesen

R. Gämlich: Kapellenschulen in Hilchenbach

Reinhard Gämlich, Hilchenbacher Stadtarchivar i. R., hat aufgrund der hier unlängst vorgestellten Literaturliste zu Kapellenschulen im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein ein sachthematisches Inventar zu Kaspellenschulen im Stadtgebiet Hilchenbach: Kapellenschulen in Hilchenbach .

Neuerscheinung zur Geschichte der Reformation in Westfalen

Ende 2019 ist die Dokumentation der Herbsttagung der Historischen Kommission für Westfalenim Oktober 2017 in Lemgo erschienen. Während es 2015 in Lippstadt um die Voraussetzungen und Vorbedingungen der Reformation ging, wurden 2017 insbesondere die Auswirkungen sowie ausgewählte Sonderfälle der Reformation behandelt.

In einigen Städten und Territorien Westfalens erfolgte die Reformation in kleinen Schritten – den Spezifika dieser „Langzeitreformation“ gehen die Beiträge der ersten Sektion nach, dargestellt werden Dortmund, Rietberg und die adeligen Herrschaften. In der zweiten Sektion wird die lutherische und reformierte Konfessionskultur betrachtet, also der Zusammenhang von Bekenntnis, Gottesdienst und frommem Miteinander im Alltag der Gemeinden. Behandelt werden die Beispiele Lippe und Hamm, die Katechese und der westfälische Anteil an der Ausdifferenzierung des Protestantismus. Die dritte Sektion widmete sich den Gegensätzen: Was passierte in den Teilen Westfalens, in denen sich die Reformation nicht etablieren konnte? Hier geht es um die Täufer im Westmünsterland, um die Städte im Münsterland, das Kloster Herzebrock und die Koexistenz von Lutheranern und Reformierten in Lemgo. Die meist lokal ausgehandelten Kompromisse sicherten ein erträgliches Miteinander.

Als Besonderheit ist dem Band eine Audio-CD beigefügt, die eine weitere Veranstaltung im Rahmen der Tagung dokumentiert. „Bekenntnis, Trost und Gotteslob – Lieder der Reformationszeit aus Westfalen“ lautete der Titel eines Konzertes am 27. Oktober 2017 in der Kirche St. Marien in Lemgo. Ausführende waren die MarienKantorei Lemgo unter der Leitung von Landeskantor Volker Jänig sowie Prof. Tomasz Adam Nowak an der historischen Schwalbennestorgel der Kirche St. Marien.

Bibliographische Daten: Beiträge zur Geschichte der Reformation in Westfalen. Band 2: Langzeitreformation, Konfessionskultur und Ambiguität in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, herausgegeben von Werner Freitag und Wilfried Reininghaus. Münster: Aschendorff Verlag 2019, 391 Seiten und beigefügte CD (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Neue Folge 47), ISBN 978-3-402-15132-7, Preis: 44 Euro.

Die einzelnen Beiträge des Bandes sind wie immer aufgeführt im Gesamtverzeichnis der HiKo-Veröffentlichungen (Seite 26), die aktuelle Fassung für Januar 2020 steht kostenlos zum Download zur Verfügung unter: https://www.lwl.org/hiko-download/HiKo-Schriftenverzeichnis_2020-01.pdf.