Westfälisches Wirtschaftsarchiv: Verantwortliche zu Gast in der IHK Siegen

IHK­-Geschäftsführer Hans­ Peter Langer(r.) begrüßte die Archivare Klaus Pradler und Dr. Kathrin Baas ((c) IHK Siegen)

“Das Westfälische Wirtschaftsarchiv in Dortmund (WWA) ist die regionale Dokumentationsstelle für die Wirtschaft in Westfalen und Lippe. Es betreut unter anderem Archivgut von Unternehmen, Kammern, Verbänden und Persönlichkeiten der Wirtschaft, bietet Beratungen in der Archivpflege und kooperiert mit Forschungseinrichtungen. Die WWA-Archivare Dr. Kathrin Baas und Klaus Pradler statteten der IHK Siegen nunmehr einen Besuch ab. Anlass war eine Sichtung älterer Aktenbestände mit dem Ziel der dauerhaften Übernahme in das Wirtschaftsarchiv. „Auf diese Weise bleiben Archivbestände, die aus fachlicher Sicht nicht mehr benötig twerden, jedoch einen historischen Wert aufweisen, der Nachwelt dauerhaft erhalten“, unterstreicht IHK-Geschäftsführer Hans-Peter Langer. Träger des Archivs sind die Industrie- und Handelskammern in Westfalen und Lippe, die vier westfälischen Handwerkskammern, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, das Land Nordrhein-Westfalen, die Stadt Dortmund, der Sparkassenverband Westfalen-Lippe und die Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte.”

Quelle: Wirtschaftsreport, September 2019, S. 58

Wie umgehen mit Akten und Daten von Studierenden?

AG der Hochschularchive NRW diskutierte an der Universität Paderborn

Foto (Universität Paderborn, Simon Ratmann): Diskutieren in Paderborn über die Archivierung von Akten und Daten von Studierenden: die Archivarinnen und Archivare der Hochschulen NRWs

Wie sollten Hochschularchive mit Akten und Daten von Studierenden umgehen? Das diskutierten Archivarinnen und Archivare der nordrhein-westfälischen Hochschulen am Mittwoch, 6. März, bei einem Treffen ihrer Arbeitsgemeinschaft an der Universität Paderborn. Das AG-Treffen findet jährlich an einer anderen Hochschule in NRW statt und wurde in diesem Jahr von Dr. Anikó Szabó, Leiterin des Universitätsarchivs Paderborn und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, organisiert. Weiterlesen

Literaturhinweis zur Bewertung, Übernahme und Nutzung von Schulunterlagen

Vinzenz Lübben: Bewertung, Übernahme und Nutzung von Schulunterlagen am Beispiel des Kommunalarchivs Minden, Baden Baden: Tectum Wissenschaftsverlag, 2008. ISBN: 978-3828842014; Preis: 30,00 Euro

“Schulunterlagen sind eine sehr wichtige Quelle der Bildungs- und Ortsgeschichte. Neben Unterlagen aus schulischer Provenienz müssen daher auch Unterlagen der Schulträger und der Schulaufsichtsbehörden archiviert werden. Hierfür sind neben den kommunalen auch staatliche Archive zuständig. Zur Sicherung der noch vorhandenen Altunterlagen empfiehlt sich eine systematische Erfassung und Sichtung aller Schulen innerhalb des eigenen Archivsprengels. Im Vorfeld durchgeführte Recherchen zur Entwicklung des lokalen Schulwesens erleichtern dabei das Vorgehen. Die Bewertung von Schulunterlagen kann durch Bewertungsmodelle wesentlich vereinfacht werden. Durch eine gezielte Zusammenarbeit mit dem jeweils regional zuständigen staatlichen Archiv lässt sich zudem eine »Überlieferungsbildung im Verbund« erreichen. Am Beispiel des Kommunalarchivs Minden, das mit seinem Vorgehen seit Jahren gute Erfahrungen gemacht hat, zeigt Vinzenz Lübben praxisnah, wie die Archivierung von Schulunterlagen funktionieren kann.”
Quelle: Verlagstext

Neuster Band aus der Reihe “Texte und Untersuchungen zur Archivpflege” erschienen

Wohlfahrt und Soziales als kommunalarchivische Überlieferungsfelder : Beiträge des 26. Fortbildungsseminars der Bundeskonferenz der Kommunalarchive (BKK) in Hildesheim vom 29. November – 1. Dezember 2017 / Marcus Stumpf und Katharina Tiemann (Hg.). – Münster 2018. – 153 S. : Abb. – ISBN 978-3-936258-28-8 / EUR 12,00

Literaturhinweis: Christian Keitel: “Zwölf Wege ins Archiv

Umrisse einer offenen und praktischen Archivwissenschaft”, Stuttgart 2018.
285 S., 20 s/w Abb., 9 farb. Abb. Kartoniert
ISBN 978-3-515-12156-9

“In der heutigen Informationsgesellschaft sind wir mehr denn je auf die langfristige Verfügbarkeit von Wissen angewiesen. Den­ noch sind praktisch alle digital gespeicherten Informationen und fast alle seit 1840 erstellten Papierdokumente gefährdet. Zugleich gibt es keinen offenen und interdisziplinären Diskurs zu den relevanten Erhaltungsfragen. Ausgehend von diesem Befund beschreibt Christian Keitel zentrale Fragestellungen und Methoden einer künftigen Archivwissenschaft: Versteht man alle auf Erhaltung spezialisierten Einrichtungen als Archive, können Ansätze der klassischen Archivwissenschaft (Archival Science), der täglichen Praxis in den klassischen Gedächtnis­institutionen (Bibliotheken, Archive, Museen) und in der freien Wirtschaft, des Records Managements, der Digital Curation und der Informatik zusammengeführt und weiterentwickelt werden. Dafür liefert Keitel mit diesem Band wichtige Impulse: In zwölf Kapiteln diskutiert er die aktuellen Fragen der Archive zu Be­wertung, Erschließung, Archivierungsstrategien sowie Nutzung und verortet sie in ihrem historischen Kontext. Weiterlesen

Archivierungsmodell “Natur, Umwelt und Verbraucher” des Landesarchivs NRW

Das Landesarchiv NRW hat unlängst den Abschlussbericht der Projektgruppe Archivierungsmodell Natur, Umwelt und Verbraucher. Der 416 Seiten starke Bericht liegt als PDF-Datei vor. Er dokumentiert die Bewertungsentscheidungen des Landesarchivs für die Behördenunterlagen aus den drei Aufgabengruppen.

“Archivpflege in Westfalen-Lippe” (Heft 88/2018) ist online

Die neuste Ausgabe der “Archivpflege in Westfalen-Lippe” (Heft 88/2018) ist erschienen und online verfügbar:

Inhaltsverzeichnis  (PDF)
Heft 88 (2018)  (PDF – 4MB)

Themen sind  u.a.: ein Überblick über die Aus- und Weiterbildungssitution im Archivbereich aus kommunaler Sicht- wichtige aktuelle Hinweise zur “Papierfischchen”-Plage- ein Beitrag zum Nutzen von Wikipedia für Archive -der Arbeitskreis Bewertung für kommunales Schriftgut in NRW gibt Empfehlungen für Unterlagen aus kommunalen Amtsleitungen und der Ordnungsverwaltung.

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum (LVR-AFZ) begründet neue Publikationsreihe

Im Arbeitsalltag des LVR-AFZ, im Rahmen der archivischen Fachausbildung sowie in Kooperationsprojekten mit verschiedenen Partnern entstehen immer wieder kleinere Abhandlungen, Qualifikations- und Projektarbeiten, die als Beiträge zu aktuellen Themen archivischer Arbeit auch für einen breiteren Kreis von Rezipientinnen und Rezipienten von Interesse sind. Um solche Arbeiten adäquat publizieren und präsentieren zu können, hat die Archivberatung eine neue Reihe begründet: „Archivistik digital“.
Als elektronische Publikationen sind die Bände von „Archivistik digital“ ab sofort das Medium der Wahl, um zeitnah Arbeitsergebnisse zu präsentieren, die an Umfang und Bedeutung über einfache Handreichungen, Mitteilungen oder Empfehlungen hinausgehen. Die Reihe tritt ergänzend neben die Archivhefte, in denen das LVR-AFZ weiterhin Tagungsdokumentationen und monographische Arbeiten präsentieren wird.
Der erste Band präsentiert einen Leitfaden zum Urheberrecht, den die Juristin Alexandra Zilles im Rahmen des LVR-Trainee-Programms für das Archiv des LVR erarbeitet hat. Beim zweiten Band handelt es sich um ein von Riccarda Henkel, Angelika Neugebauer, Gregor Patt und Peter K. Weber, LVR-AFZ, erstelltes Dokumentationsprofil zum Umgang mit Schulunterlagen.
Quelle: LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum (LVR-AFZ), Aktuelles

Verband Deutscher Erbenermittler (VDEE®) gegen die Vernichtung von Erbnachweisen und Testamenten

“Derzeit gilt für Testamente und andere Erbnachweise eine Aufbewahrungsfrist von 100 Jahren. Aus Sicht des VDEE ist diese Frist deutlich zu kurz bemessen und führt zu schwerwiegenden Rechtsnachteilen insbesondere für testamentarische Erben. Sie stellt zugleich einen Verstoß gegen das im Grundgesetz garantierte Erbrecht gem. Art. 14 Abs. 1 GG dar. Ältere Verfügungen von Todes wegen haben unabhängig von ihrem Alter Bedeutung für Erben zum Nachweis des Erbrechts. Sehr häufig betrifft dies Fälle in den neuen Bundesländern, bei denen Grundbücher kriegs- und teilungsbedingt über Jahrzehnte unberichtigt geblieben sind. Diesem Personenkreis ist der Nachweis der Erbfolge nicht mehr möglich, wenn die Verfügungen von Todes wegen nicht mehr über einen längeren Zeitraum als 100 Jahre aufbewahrt werden. Auch die Übernahme der Akten in die Landesarchive ist nach gegenwärtiger Rechtslage nicht gewährleistet. Archive können aktuell selbst entscheiden, ob sie die Gerichtsakten für archivwürdig halten oder nicht. Weiterlesen