Siegen: „Welsche Haube“ im Oberen Schloss wieder begehbar

Nahmen die sanierte „Welsche Haube“ in Augenschein: (v.l.) Kulturdezernent Arne Fries, Museumsleiterin Prof. Ursula Blanchebarbe, Bürgermeister Steffen Mues und Stefan Schönstein von der Technischen Gebäudewirtschaft der Stadt Siegen. (Foto: Stadt Siegen)

Ein museales Kleinod auf dem Siegberg hoch über der Stadt Siegen ist für Besucherinnen und Besucher des Oberen Schlosses begehbar: Die sogenannte „Welsche Haube“ ist nach ihrer Sanierung und musealen Herrichtung wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
Jahrelang war der Zugang bis zum höchsten Punkt im Wohnturm aus dem 17. Jahrhundert verschlossen, jetzt ist die sogenannte „Laterne“ direkt unter dem Turm mit ihrer Rundum-Fenstersicht für Besichtigungen geöffnet.

Museumsleiterin Prof. Ursula Blanchebarbe und Stefan Schönstein, verantwortlicher Architekt bei der Technischen Gebäudewirtschaft der Stadt Siegen, stellten die ausgebaute Welsche Haube mit neuem Beleuchtungskonzept und neu konzipierter Dauerausstellung jetzt Bürgermeister Steffen Mues und Arne Fries als zuständigem Kulturdezernenten vor.

„Die Welsche Haube mit ihrem beeindruckenden Dachstuhl, der Zugang zur Laterne mit einer fantastischen Fernsicht und die neu konzipierte Ausstellung in der Rotunde sind auf jeden Fall eine Besichtigung und einen Besuch im Oberen Schloss wert“, lobte Mues die Sanierung des Dachstuhls im Zuge des laufenden Städtebauprojekts „Rund um den Siegberg“. Mues weiter: „Die Sanierung der Welschen Haube ist ein weiterer wichtiger Baustein, um die Identität des Oberen Schlosses zu stärken und es als Regionalmuseum attraktiv zu machen.“

„Neben dem Ferienprogramm des Museums, der Nutzung der Hübbelbummlers als Museumsbus für Schulklassen ist die Welsche Haube nun ein weiterer Anziehungspunkt, um das Obere Schloss gerade auch für jüngere Besucherinnen und Besucher attraktiv zu machen“, ergänzte Kulturdezernent Arne Fries.

Mit rund 75.000 Euro Fördermitteln wurde die „Welsche Haube“ seit Dezember 2017 saniert, nach der bautechnischen Fertigstellung im Frühjahr 2019 dann mit einer Dauerausstellung aufgebaut. Neu ist die Ausleuchtung der Kuppel, die das mächtige Dachgebälk in Szene setzt, genauso wie die neu konzipierte Ausstellung mit Exponaten aus der Siegerländer Heimatgeschichte, die sich auf verschiedene Formen des Eisengusses konzentriert.

Die Ausstellung selbst erhielt eine „Umwehrung“ als Abgrenzung. Zusätzlich wurde der alte, baufällige Bodenbelag in der Haube entfernt und durch einen neuen ersetzt, die Wandverkleidung in der Laterne in einem dunklen Holzton gebeizt, der Kniestock unter der Dachschräge verkleidet sowie Geländer und Handlauf erhöht. Auch die Brandmeldeanlage wurde angepasst und entspricht jetzt den aktuellen Brandmeldevorschriften.

Übrigens: Die letzten Meter in der „Welschen Haube“ von der Ausstellungsfläche bis direkt in die Laterne sind über zwei schmale Stiegen zu erreichen, aus Sicherheitsgründen dürfen sich allerdings nur vier Personen gleichzeitig in der schmalen Rotunde direkt unter dem Turm aufhalten. Belohnt wird der Aufstieg mit einer 360-Grad-Panorama-Weitsicht über die Stadt Siegen bis weit hinaus über die Stadtgrenzen.

Das Siegerlandmuseum bittet Personengruppen, die die „Welsche Haube“ besichtigen möchten, um vorherige Anmeldung unter Telefon: (0271) 230410.
Quelle: Stadt Siegen, 08.01.2020

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