Literaturhinweis: Christian Keitel: “Zwölf Wege ins Archiv

Umrisse einer offenen und praktischen Archivwissenschaft”, Stuttgart 2018.
285 S., 20 s/w Abb., 9 farb. Abb. Kartoniert
ISBN 978-3-515-12156-9

“In der heutigen Informationsgesellschaft sind wir mehr denn je auf die langfristige Verfügbarkeit von Wissen angewiesen. Den­ noch sind praktisch alle digital gespeicherten Informationen und fast alle seit 1840 erstellten Papierdokumente gefährdet. Zugleich gibt es keinen offenen und interdisziplinären Diskurs zu den relevanten Erhaltungsfragen. Ausgehend von diesem Befund beschreibt Christian Keitel zentrale Fragestellungen und Methoden einer künftigen Archivwissenschaft: Versteht man alle auf Erhaltung spezialisierten Einrichtungen als Archive, können Ansätze der klassischen Archivwissenschaft (Archival Science), der täglichen Praxis in den klassischen Gedächtnis­institutionen (Bibliotheken, Archive, Museen) und in der freien Wirtschaft, des Records Managements, der Digital Curation und der Informatik zusammengeführt und weiterentwickelt werden. Dafür liefert Keitel mit diesem Band wichtige Impulse: In zwölf Kapiteln diskutiert er die aktuellen Fragen der Archive zu Be­wertung, Erschließung, Archivierungsstrategien sowie Nutzung und verortet sie in ihrem historischen Kontext.

Christian Keitel ist Archivar beim Landesarchiv Baden­-Württemberg. Dort koordiniert er seit über 10 Jahren die digi­tale Archivierung, die Entwick­lung der Software DIMAG und die Überlieferungsbildung. Seit 2011 ist er stellvertretender Lei­ter der Abteilung Archivischer Grundsatz. Seine archivwissenschaftlichen Schwerpunkte gehen von Fragen der Authenti­zität bis zur Archivalienkunde.
Er ist seit 2015 Honorarpro­fessor an der FH­Potsdam mit Schwerpunkt Archivwissen­schaft.”

Link zum Inhaltsverzeichnis
Link zu Vorwort und zum ersten Kapitel

Quelle: Steiner Verlag

Ein Gedanke zu „Literaturhinweis: Christian Keitel: “Zwölf Wege ins Archiv

  1. Das frei online zugängliche erste Kapitel ist die Antrittsvorlesung von C.K. an der FH Potsdam. Nach der Lektüre kann ich es nicht erwarten, beim Buchhändler endlich mein persönliches Exemplar zu erhalten, um weiterlesen zu können.

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