Heilstätte Hengsbach 5

Tagebuch einer Bestandsbearbeitung

Auszug aus einer „Baubeschreibung für den Neubau des Schwestern- und Ledigenheimes der Lungenheilstätte für Südwestfalen in Eiserfeld/Sieg, Obere Hengsbach“ vom 25. Juli 1952:

„ A) Allgemeines: Der Entwurf sieht die Errichtung eines Wohnhauses für die Schwestern und ledigen Angestellten der Lungenheilstätte vor. Das Gebäude wird in unmittelbarer Nähe der Heilstätte und wie diese an einem Südhang, ungefähr mit Ostwest-Achse errichtet. Es ist vorgesehen, daß die Bewohner des Hauses ihre Mahlzeiten in der Heilstätte einnehmen und sich nur nach Dienstschluß und des Nachts im Gebäude aufhalten. Das Gebäude wird wirtschaftlich von der Heilstätte betreut (Reinigung, Wäsche, Heizung).

Entwurf zu einer Heilstätte des Kreisbauamtes von 1954

Entwurf zu einer Heilstätte des Kreisbauamtes von 1954

B) Gebäudebeschreibung: Das Gebäude erhält 3 Vollgeschosse mit flachgeneigtem Walldach. Das Kellergeschoss tritt auf der Südseite voll aus der Erde heraus und nimmt in diesem die Eingangshalle, 2 Gemeinschaftsräume, 1 Besuchszimmer und ein Bücherzimmer auf. In Nordteil, der halb in der Erde liegt, befinden sich eine Teeküche mit Vorratsraum. ferner 2 Aborte, die Treppe und an einem abzuschließenden Flur 3 Abstellräume. In dem Erd- und Obergeschoss befinden sich je 6 Einbettzimmer und 5 Zweibettzimmer, insgesamt 32 Betten.

Die Räume liegen jeweils an einem axialen Flur, der durch Wingfangtüren unterteilt werden kann. In jedem Flurteil ist ein Abort und ein Bad mit einem abgeschlossenene Vorraum vorgesehen. (…)

Durch die Abteilung der Flure ist erforderlichenfalls eine Teilung der Bewohner nach Geschlecht, Alter und Berufsstellung möglich. (…)

C) Bautechnische Beschreibung: Das Haus erhält einen hell getönten Putz. Das Kellergeschoß wird in Ziegelmauerwerk errichtet, die folgenden Geschosse in Schwemmsteinmauerwerk.

Die Decken sind als Hohlkörperdecken mit Schallisolierung vorgesehen. Die Fußböden der Wohnräume sollen in Spachtelböden ausgeführt werden; (…) Für Bäder. Aborte und Wohnschlafräume ist Wasseranschluß vorgesehen. Die Abwässer werden durch die Abwasserleitung der Heilstätte nach einer Entkeimung der Kläranlage der Stadt Siegen zugeführt. (…)

Siegen, den 25. Juli 1952                Kreisbauinspektor Röhrborn”

Autorin: Dagmar Spies, Umschülerin FaMI

s. a. http://www.siwiarchiv.de/2013/03/heilstatte-hengsbach-4/

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