Filmische Raritäten für Augen und Ohren

Zeitzeugen auf Zelluloid
„Der Eisenwald“, „Walddland Wittgenstein“ und
„Der Schellenschmied von Grund“
Mi., 28.03.12, 20 Uhr

Das Archivkino des Kreisarchivs zeigt am Mittwoch, 28.3., im Siegener Kulturhaus Lÿz drei Klassiker des regionalen Dokumentarfilms. Waldland Wittgenstein (1965) und Der Eisenwald (1952) beschäftigen sich mit lokalen Eigenarten aus dem Siegener und Wittgensteiner Land. Dabei berichten sie in authentischen Schwarz-Weiß-Bildern genauso über traditionelle Erwerbszweige im alltäglichen Leben von Siegener Hüttenarbeitern und Wittgensteiner Waldbauern, wie auch über Haubergswesen und Kurbetrieb! Als besonderer dokumentarischer Leckerbissen gilt der Schellenschmied von Grund (1960), der das Aussterben des Schmiedehandwerks am Wirken des letzten Siegener Schellenschmiedes Wilhelm Krämer dokumentiert.

Allen drei Zelluloid-Zeitzeugen haben darüber hinaus eine markante Gemeinsamkeit: Klang und Musik sind Thema des jeweiligen Films und ein auffälliges Gestaltungsmittel. So spielten z.B. 1953 die Berliner Philharmoniker die Musik zum „Eisenwald“ ein oder für das „Waldland Wittgenstein“ komponierte der aus dem wittgensteinischen Schüllarhammer stammende Komponist Fritz Böhl (1912-1993) die musikalische Untermalung.

Der Eintritt für den besonderen Kinoabend ist frei. Um eine Spende für die Erhaltung des regionalen audiovisuellen Archivguts wird gebeten.

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