Ausstellung “Landkarte meines Heimatortes” in Wilnsdorf

Rathaus Wilnsdorf, bis 9. August 2019, montags – donnerstags 8.00 bis 16.00 Uhr, freitags 8.00 bis 12.00 Uhr, Eintritt frei

Schülerin Emma Stellmacher setzte sich kreativ mit der Landkarte des Wilnsdorfer Ortsteils Wilden auseinander. © Realschule Wilnsdorf

“Reich verzierte Landkarten der Geschichte sind wahre Kunstwerke, die den Betrachter in die Welt der Fantasie und des seltsam bekannten Fremden entführen. Diese historischen Landkarten dienten Schülerinnen und Schülern der achten Klassen der Realschule Wilnsdorf als Vorlage für die künstlerische Auseinandersetzung mit ihrem Heimatort. Die Gemeinde Wilnsdorf gibt den Jugendlichen im Rahmen der Reihe „Kunst auf der Treppe“ einen Raum, ihre Kunstwerke auszustellen.

Unter Anleitung von Geschichtslehrer Sebastian Weber erprobten Schülerinnen und Schüler mit Hilfe aktueller Luftbilder topografische und kartografische Fertigkeiten in verschiedensten künstlerischen Gestaltungstechniken, wie der Ornamentik und Kalligrafie, sowie dem detailgetreuen Zeichnen. Hierbei zeigten sie ein hohes Maß an Kreativität und Feinsinn. Diese individuellen und detailreichen Landkarten nehmen die Betrachter mit auf eine Reise durch die verschiedenen Ortschaften.”

Quelle: Gemeinde Wilnsdorf, 26.6.2019

Workshop zur Kultur- und Mediengeschichte des Formulars

von Prof. Dr. Niels Werber und Dr. Peter Plener, Bollenbeck Fellow der Philosophischen Fakultät der Universität Siegen
4. Juli 2019 [DO] 16.00–18.30 Uhr H–B 5411 5. Juli 2019 [FR] 09.30–13.30 Uhr AR–X 104


“Formulare stellen Aufschreibe- & Aufzeichnungssystemen von der Bürokratie bis zu den Social Media normierte, verknüpfte & somit auswertbare Textfelder zur Verfügung. So wie Nietzsche zufolge »unser Schreibzeug mit an unseren Gedanken [arbeitet]«, haben normierte Schreibflächen – d.h. alle – Folgewirkungen; Formulare, bereits Formate, arbeiten seriell ausgelegten, medialen Gefügen zu, sind Teil bürokratischer mechané. Kohärenz, Status und Auswertung der Daten sind damit zumeist prekär – von Kranken- über Finanzakten bis zu den Kommunikationsformen jedweder Verwaltung mit analog–elektronisch–digitalen Schnittstellen. ›The Bureaucracy is the Massage.‹ ”
Mit Beiträge von Heinz Drügh, Jochen Johannsen, Maren Lehmann, Johannes Paßmann, Nicolas Pethes, Peter Plener, Ursula Rosenbichler, Cornelius Schubert, Niels Werber, Burkhardt Wolf,

Johann Moritz und sein „Zuckerhaus“ – Plädoyer für Blickerweiterungen

Über die Ausstellung „Imagewechsel – Auf der Suche nach Johan Maurits“ (4. April – 7. Juli 2019) im Mauritshuis, Den Haag

Abb. 1: Das Mauritshuis in Den Haag, erbaut zwischen 1633 und 1644

Eine hitzige Debatte quer durch die niederländischen Medien im Frühjahr 2018 war es, die einen wesentlichen Anstoß zu der historischen Ausstellung „Imagewechsel“ gab. Das Mauritshuis (dt. „Moritzhaus“) in Den Haag beherbergt eigentlich eine der renommiertesten Kunstsammlungen der Niederlande (Abb. 1). Um ein historisches Museum mit der Zielsetzung, geschichtliche Zusammenhänge zu vermitteln, handelt es sich also nicht. Dass sich das Kunstmuseum derzeit in einer Sonderausstellung dennoch einer historischen Persönlichkeit, die kein Künstler war, und den globalgeschichtlichen Zusammenhängen seiner Zeit widmet, hängt mit der Entstehungsgeschichte des Bauwerks selbst und seinem Namensgeber zusammen: Johann Moritz von Nassau Siegen. Weiterlesen

Offene Archive – 5. Konferenz mit ArchivCamp (4.+5. 11. 2019, Berlin)

Reblog von Archive 2.0, v. 8. Juni 2019

Die Öffnung des Archivs der Stasi war ein weltweit einmaliger Vorgang mit Vorbildwirkung für viele postdiktatorische Gesellschaften. Erstmals konnten Bürger*innen am 2. Januar 1992 Einsicht in Stasi-Unterlagen nehmen, um ihr eigenes Schicksal aufzuklären. Die Machtzentrale der DDR-Geheimpolizei ist heute ein Ort der Aufklärung über Diktatur und Widerstand und ein Lernort für Demokratie.

Am 4. und 5. November 2019 laden wir 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution zur fünften Ausgabe der „Offenen Archive“ in Berlin ein. Hochkarätige Keynotes, spannende Kurzvorträge sowie eine Podiumsdiskussion zur Archiv-, Netz- und Kulturpolitik sind Teil des Programms.
Das öffentliche archiv-, netz- und kulturpolitische Podium am 4. November (ab 19 Uhr) wird u.a. mit Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen), Prof. Dr. Gerald Maier (Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg), Helene Hahn (Wikimedia Deutschland e.V., Präsidium), Erhard Grundl (MdB, kulturpolitischer Sprecher Bündnis90/Die GRÜNEN-Bundestagsfraktion) und Martin Rabanus (MdB, Sprecher für Kultur und Medien, SPD-Bundestagsfraktion) besetzt sein. Eine weitere Anfrage läuft derzeit noch.
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Tag des Haubergs 2019

16.06.2019, 12 Uhr bis 7 Uhr, Historischer Hauberg Fellinghausen, Auf der Braache (Luisenstraße)

Losen der Haubergsanteile, Foto: Otto Arnold, 17. März 1934

Am Sonntag, den 16. Juni 2019 wird im Bereich des kulturhistorischen Haubergs in Kreuztal-Fellinghausen erneut der „Tag des Haubergs“ stattfinden. Von 12 bis 17 Uhr wird interessierten Besuchern an insgesamt neun Informationspunkten die Gelegenheit gegeben, sich über die viele Jahrhunderte alte Bewirtschaftungsform des Niederwaldes im Siegerland zu informieren, die in diesem Jahr auch in die Bundesliste „Immaterielles Kulturerbe“ aufgenommen wurde.
Auf den diesjährigen Schlagflächen können unter fachkundiger Anleitung u.a. durch Forstbedienstete des Landesbetriebes Wald & Holz NRW die traditionellen Arbeiten erlebt werden. Im Bereich des rauchenden Kohlenmeilers werden Schanzen gebunden, Lohe geschält und die landwirtschaftliche Zwischennutzung der Schlagflächen gezeigt. Weiterlesen

Lesung und Podiumsdiskussion: “Starke Frauen” bei Schiller und Katharina Diez

Katharina DiezBernhard Nolz und Dr. Ingeborg Längsfeld mit weiterer Referenten
15.06.2019, 18:00 bis 20:00 Uhr, Katharina-Diez-Platz bei der Ev.-Reform. Kirchengemeinde Netphen (Am Kirchrain 6, 57250 Netphen), 9,00 € / 10 € AK

Friedrichs Schillers “Kabale und Liebe” (1784) und der zweibändige Roman “Editha” (1867) der in Netphen geborenen Dichterin Katharina Diez stellen im Abstand von 80 Jahren die gleiche Frage nach dem möglichen Aufbegehren der Frau gegen Zwänge einer patriarchalischen Gesellschaft: Schiller gestaltet das eher stille Aufbegehren Luises gegen die Bevormundungen des Vaters. Mit ihrer Liebe, aber auch mit ihrem Stolz und ihrer Selbstlosigkeit beeindruckt Luise auch ihre “Nebenbuhlerin” Lady Milford, eine andere starke Frauenfigur. Weiterlesen

Vorankündigung: “Peter Paul Rubens und der Barock im Norden”

Diözesanmuseum Paderborn zeigt im nächsten Jahr große Sonderausstellung – 29. Mai bis 25. Oktober 2020

Peter Paul Rubens, Das Martyrium der hl. Lucia, Quimper, Musée des Beaux-Art.RMN-Grand Palais / Mathieu Rabeau

Fast genau in einem Jahr, am 29. Mai 2020, ist es soweit, dann öffnet im Diözesanmuseum Paderborn die große Sonderausstellung „Peter Paul Rubens und der Barock im Norden“ (bis 25. Oktober 2020). Peter Paul Rubens ist unbestritten einer der bedeutendsten Meister des flämischen Barock und war bereits zu Lebzeiten der Star seiner Branche. Von seiner Werkstatt in Antwerpen aus verbreiteten sich seine innovativen Arbeiten und Bildideen und wurden von Künstlern in ganz Nord- und Mitteleuropa aufgenommen. Sie revolutionierten im 17. Jahrhundert die Malerei und Bildhauerkunst und prägten sie nachhaltig.

Hochkarätige und teilweise bislang noch nicht gezeigte Exponate aus internationalen Museen werden in Paderborn erwartet. Sie dokumentieren die Verbreitungs- und Erfolgsgeschichte des flämischen Barock im Norden. Zu sehen sein werden Gemälde, Skulpturen, Grafiken und druckgraphische Arbeiten von Rubens und flämischen Meistern seiner Zeit. Weiterlesen

Vortrag: „Auch die Juden aus Klafeld-Geisweid sollen nicht vergessen werden!“

Traute Fries, Mitglied im Leitungsteam des Aktiven Museums Südwestfalen e. V., hält am Donnerstag, 6. Juni 2019, um 19.00 Uhr im Gemeindezentrum „mittendrin“ an der Siegener Talkirche einen Vortrag zum Thema „Auch die Juden aus Klafeld-Geisweid sollen nicht vergessen werden!“
Pastor Walter Thiemann veröffentlichte 1968 die erste Broschüre „Von den Juden im Siegerland“. Darin berichtete Wilhelm Fries von den Familien Frank und Rosenblum, den Geschwistern Löwenstein, von Jenny Salomon verwitwete Frenkel geb. Frank und ihren Töchtern Ilse und Doris. Gustav Busch erzählte von der Familie Schatzki. Traute Fries hat weiter recherchiert, Fotos und Dokumente zusammengestellt.

Vortrag: “Aufklärung und Erweckung (1800 – 1900)”

Musikalisch-besinnliche Streifzüge durch die Geschichte der Kirchengemeinde Burbach

Samstag, 08. Juni 2019, 19.00 Uhr, Ev. Kirche Burbach
Referent: Dr. theol. Ulf Lückel, Marburg, Theologe und Kirchenhistoriker


Die Aufklärung und die industrielle Revolution führen auch im Siegerland zu einem tiefgreifenden Wandel sowohl des gesellschaftlichen wie auch des geistlichen Lebens. Das Engagement für Religionsfreiheit und – veränderung fordert zunehmend die Denk- und Meinungsfreiheit heraus. Zugleich werden die herrschenden Machtverhältnisse in Frage gestellt und hinterfragt. So fällt der Anspruch von Freiheit, Vernunft und Tugend auch im „Freien Grund“ auf fruchtbaren Boden, und die Erweckungsbewegung führt zu einer sowohl Kirche als auch Gesellschaft verändernden Situation.
Quelle: Ev. Kirchengemeinde Burbach, Veranstaltungsflyer (PDF)

Ausstellungstipp: “De 9 levens van Cornelis Goliath”

Das Zeeuws Archief im niederländischen Middelburg widmet sich noch bis zum 5. Oktober 2019 dem Karthographen Cornelis Goliath, der auch für Johann Moritz von Nassau-Siegen tätig war. Ein Blogbeitrag in niederländischer Sprache führt in das Leben Goliaths ein.