Landesweite Studie nennt erstmals die Todesopfer durch Novemberpogrome von 1938 für Nordrhein-Westfalen

Weit mehr Menschen durch antijüdische Ausschreitungen ums Leben gekommen als bisher angenommen – Nordrhein-Westfalen legt als erstes Bundesland wissenschaftliche Studie zu Opferzahlen vor. 5 Opfer sind im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein bekannt.

V.l.: Klaus Kaiser, Parlam. Staatssekretär NRW-Kulturministerium, Projektbearbeiter Immo Schatzschneider und Gerd Genger, Bastian Fleermann, Leiter der Mahn- und Gedenkstätte und Hildegard Jakobs, stellvertr. Leiterin. Foto: Stadt Düsseldorf, Gstettenbauer

Mindestens 127 Menschen kamen im Zuge der Novemberpogrome von 1938 auf dem Gebiet des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen ums Leben – das ist das Ergebnis eines landesweiten Forschungsprojekts der Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf. Die Ergebnisse des vom Land geförderten Projekts belegen, dass die bisher kursierende Zahl von 91 Toten im gesamten damaligen Deutschen Reich viel zu niedrig ist. Forscherinnen und Forscher haben die Abschlussergebnisse der Studie gemeinsam mit Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft, in der Mahn- und Gedenkstätte vorgestellt. Weiterlesen

Namensumbenennung der Hindenburgstraße in Hilchenbach

Antrag gemäß §8 der Geschäftsordnung des Rates der Stadt Hilchenbach des Ortsverbandes der Linken v. 31.10.2018:

“Angestoßen durch eine erneute Bürgereingabe haben wir uns intensiv mit dem Leben des Reichspräsidenten Hindenburg beschäftigt. Grundlage war hier insbesondere die wissenschaftlich sehr anerkannte Biografie des Wolfram Pyta („Hindenburg-Herrschaft zwischen Hohenzollern und Hitler“). Unserer Einschätzung nach ist Hindenburg deutlich mehr als nur der Steigbügelhalter Hitlers, verhalf Hindenburg doch durch aktives Wirken und Werben der NSDAP zu einem deutlichen Wahlerfolg und auch in seinem politischen Testament bezeichnet Hindenburg Hitler als Erfüller und Vollender seiner Sehnsucht. Hindenburgs Werdegang ist geprägt von der Monarchie und dem Wunsch nach einer deutschen Volksgemeinschaft. Sein militärisches Handeln verursachte unnötige Tote in einem aussichtslosen Stellungskampf und durch Provokation den U-Boot Krieg, der erwartungsgemäß die USA zum Kriegseintritt bewegte. Weiterhin förderte Hindenburg den völkerrechtswidrigen und erstmaligen Einsatz von Giftgas im 1. WK in Ypern/Belgien am 22. April 1915. Mit der Schaffung der sog. Dolchstoßlegende legte er unnötige Last auf die junge Weimarer Republik. Sozialdemokratischen, liberalen und kommunistischen Kräften begegnete er von Beginn am mit unverhohlenem Misstrauen und beschwor stets den nationalen Gedanken. Seine Rolle als anerkannter Militarist nutzte er geschickt aus und begab sich zunehmend in die Rolle des Politikers. In dem berühmten Museum in Verdun findet sich folgende Beschreibung seines Handelns: „Mit General Ludendorff befürwortet er den totalen Krieg und errichtet nach und nach eine regelrechte Militärdiktatur in Deutschland.“ Weiterlesen

Literaturhinweis: “Oranien und Nassau in Europa. Lebenswelten einer frühneuzeitlichen Dynastie”

(c) Historische Kommission für Nassau

Die Geschichte des Hauses Oranien-Nassau in der Frühen Neuzeit ist außergewöhnlich, facettenreich und von europäischer Dimension. Rund 30 Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland – darunter Historiker, Kunsthistoriker, Musikwissenschaftler, Medizinhistoriker, Juristen, Sprachwissenschaftler, Theologen und Archivare – nähern sich im vorliegenden Sammelband ganz unterschiedlichen Aspekten
dieser Geschichte an.
Vom Aufstieg des Hauses im frühen 16. Jahrhundert geht der Weg zu den Erfolgen Oraniens während des Niederländischen Unabhängigkeitskrieges. Die Verhältnisse in den deutschen Stammlanden der Oranier (Nassau-Beilstein, Nassau-Diez, Nassau-Dillenburg, Nassau-Hadamar, Nassau-Siegen) werden ebenso neleuchtet wie die Niedergangserscheinungen im frühen 18. Jahrhundert. Das Panorama schließt mit den Turbulenzen der Napoleonischen Zeit, an deren Ausgang die jüngere Linie des Hauses Oranien-Nassau die Königswürde in den Niederlanden erlangte, die sie bis heute innehat. Weiterlesen

Standort gesucht (8), eines Siegener Gebäudes, das von Peter Weller

vor über 100 Jahren fotografiert wurde.
Ein Gastbeitrag von Günter Dick, St. Augustin

Quelle: Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein, Archiv Peter Weller, Nr. 4.18

Für mehr Informationen zum Projekt s. http://www.siwiarchiv.de/gesucht-werden-standorte-von-siegener-gebaeuden-die-von-peter-weller/

Standort gesucht (7), eines Siegener Gebäudes, das von Peter Weller

vor über 100 Jahren fotografiert wurde.
Ein Gastbeitrag von Günter Dick, St. Augustin

Quelle: Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein, Archiv Peter Weller, Nr. 4.12

Für mehr Informationen zum Projekt s. http://www.siwiarchiv.de/gesucht-werden-standorte-von-siegener-gebaeuden-die-von-peter-weller/

Ausstellung: “Sigmar Polke und die 1970er Jahre. Netzwerke, Experimente, Identitäten”

Museum für Gegenwartskunst, Siegen,
4.11.2018 bis 10.3.2019

Sigmar Polke, Gaspelshof, Mu Nieltam Netorrup, 1975
Sigmar Polke, Gaspelshof/ Mu Nieltam Netorruprup, 1975 Estate of Memphis Schulze
(c) Estate Sigmar Polke/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018


Vor einiger Zeit hat die Sammlung Lambrecht-Schadeberg eine Fotogruppe des Rubenspreisträgers Sigmar Polke (1941-2010) erworben. Die 85 Fotos aus dem Zeitraum 1973-78 stammen aus dem Besitz von Katharina Steffen, einer ehemaligen Partnerin des Künstlers. Sie hatte die Bilder von ihm während ihrer Beziehung erhalten und taucht oftmals auch selbst als Protagonistin auf. Die Fotos geben Anlass für einen kaleidoskopischen Blick auf Polkes künstlerische Produktion sowie sein Netzwerk in jener Zeit.

Die Orte des Geschehens: 1. Der Gaspelshof in Willich bei Düsseldorf, einer Künstlerkommune und zugleich Satellit der Düsseldorfer Szene, 2. Zürich, Wohnort Katharina Steffens mit lebendiger Untergrundszene, 3. Bern: Standort der wichtigen Galerie Toni Gerber und des legendären Kurators Harald Szeemann. Weiterlesen

Standort gesucht (6), eines Siegener Gebäudes, das von Peter Weller

vor über 100 Jahren fotografiert wurde.
Ein Gastbeitrag von Günter Dick, St. Augustin

Quelle: Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein, Archiv Peter Weller, Nr. 2.03

Für mehr Informationen zum Projekt s. http://www.siwiarchiv.de/gesucht-werden-standorte-von-siegener-gebaeuden-die-von-peter-weller/

Standort gesucht (5), eines Siegener Gebäudes, das von Peter Weller

vor über 100 Jahren fotografiert wurde.
Ein Gastbeitrag von Günter Dick, St. Augustin

Quelle: Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein, Archiv Peter Weller, Nr. 1.12

Für mehr Informationen zum Projekt s. http://www.siwiarchiv.de/gesucht-werden-standorte-von-siegener-gebaeuden-die-von-peter-weller/

CD-Hinweis: Eberhard Katz

Zum 90. Geburtstag des Kreuztaler Tenors Eberhard Katz hat das Hamburger Archiv für Gesangskunst ein CD-Box wieder herausgegeben, die u.a. Partien des Sängers aus folgenden Werken enthält:
Beethovern: Fidelio
Weber: Der Freischütz
Lortzing: Undine
Verdi: Macbeth, Troubadour, Requiem
Wagner: Lohengrin, Walküre, Holländer, Tannhäuser, Parsifal
Mussorgsky: Boris Godunow
Richard Strauss: Salome, Rosenkavalier
Busoni: Turandot
Offenbach: Hoffmanns Erzählungen
Smetana: Verkaufte Braut

Link zum Wikipedia-Eintrag Eberhard Katz

Standort gesucht (4), eines Siegener Gebäudes, das von Peter Weller

vor über 100 Jahren fotografiert wurde.
Ein Gastbeitrag von Günter Dick, St. Augustin

Quelle: Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein, Archiv Peter Weller, Nr. 1.08

Für mehr Informationen zum Projekt s. http://www.siwiarchiv.de/gesucht-werden-standorte-von-siegener-gebaeuden-die-von-peter-weller/