Firmengeschichte Dango & Dienenthal

Ein Video-Interview von Patrick Pithan mit Rainer Dango für den youtube-Kanal von regioport Siegerland:

Dango & Dienenthal, ein Unternehmen, dessen Wurzeln im Siegerland liegen. Bekannt für ihre Spezialmaschinen im Bereich der Stahlindustrie reichen die Anfänge des Unternehmens bis in das 19. Jahrhundert zurück. Wie das Unternehmen gegründet wurde, was es so erfolgreich macht und warum es mit den Folgen des Zweiten Weltkriegs zu kämpfen hatte, erläutert Rainer Dango in diesem Interview.”

siwiarchiv-Anm.:

  1. Auch Dango & Dienenthal beschäftigte in der NS-Zeit Zwangsarbeitende (Link). Dieser Aspekt wird im Video ausgespart.
  2. s. zu Zwangsarbeiter bei Dango & Dienenthal: Platte, Steffen: (Verf.) / Dango & Dienenthal (Hrsg.): 150 Jahre Dango & Dienenthal: 1865 – 2015, Siegen/Hachenburg 2015, S. 89 – 90

Psychiatrie im Nationalsozialismus: Betroffene und Angehörige gesucht

„Erfasst, verfolgt, vernichtet“ lautet der Titel der Wanderausstellung, die vom 8. November – 7. Dezember 2018 mit einem umfangreichen Begleitprogramm in der Teilbibliothek der Universität Siegen am Unteren Schloss zu sehen ist. Im Nationalsozialismus galten kranke und behinderte Menschen als Belastung für die sogenannte „Volksgemeinschaft“. Insgesamt wurden knapp 400 000 Menschen ab 1934 gegen ihren Willen sterilisiert und mehr als 200 000 Menschen aus Heil- und Pflegeanstalten ermordet.

Die Wanderausstellung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) präsentiert sowohl die Geschichte von betroffenen Menschen als auch die von Tätern und schafft Berührungspunkte zu Einzelschicksalen.
Für die Gestaltung des Begleitprogramms suchen die Veranstalter Betroffene und/oder Angehörige, die vor dem interessierten Publikum von ihren Erfahrungen berichten. Zudem sind sie auf der Suche nach passendem Material, das in verschlossenen Vitrinen als Ergänzung zur Ausstellung präsentiert werden könnte.
Bitte melden Sie sich bis Freitag, 31. August, bei Frau Barth unter Tel. 0271/705-1901 oder per Mail an j.barth@kreisklinikum-siegen.de. Weiterlesen

Flick, Heuss und das Bundesverdienstkreuz – ein Zufallsfund

” …. Die Chance, einen Orden zu bekommen, war 1966 weit geringer als zehn Jahre früher. Auch Heuss lehnte es zwar ab, das Bundesverdienstkreuz dem Großindustriellen und Milliardär Flick zu verleihen, weil er den nicht für einen “schöpferischen Unternehmen”, sondern für einen “Händler mit Aktienpaketen” hielt und der Orden nicht für das Verdienen, sondern für Verdienste gegeben werde. ….” aus: Walter Henkels: Adenauers gesammelte Bosheiten. Eine anekdotische Nachlese, Düsseldorf 1983, S. 136

Kim Christian Priemel zieht in seiner Monographie “Flick. Eine Konzerngeschichtevom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik”, Göttingen 2007, S. 759, zur Darstellung der Ordensverleihung neben Presseartikeln (z. B. Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 107.1963) auch Klaus Gotto (Bearb.): Im Zentrum der Macht. Das Tagebuch von Staatssekretär Lenz, 1951–1953. Düsseldorf 1989, heran und verweist auf dem Tagebucheintrags Lenz´vom 22./23.9.1953.
In Norbert Frei/ Ralf Ahrens/Jörg Osterloh/Tim Schanetzky: “Flick. Der Konzern, die Familie, die Macht.”, München 2009, S. 641, fusst die Darstellung der Ordensverleihung auf die im Landesarchiv NRW aufbewahrte Ordensakte mit der Signatur LA NRW, NW O-5807. Diesen Aktenband zieht die bislang umgangreichste Darstellung der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Friedrich Flick ebenfalls zu Rate – neben der einschlägigen Überlieferung des Bundespräsidialamtes im Koblenzer Bundesarchiv (Bestand 122).
In der biographischen Quellen und der entsprechenden Literatur zu Adenauer, Heuss, Erhard und Lübke sollten sich ebenfalls weitere Hinweise zur Ordensangelegeneheit Flick finden. Eine abschließende Erforschung des zehn Jahre dauernden Verfahrens stellt bis jetzt ein Forschungsdesiderat dar.

Von Kreuztal nach Honduras

Dortmunder Stadtarchiv sucht Informationen

Siegerländer Kolonisten in Honduras. In der Bildmitte der Leiter der Gruppe: Lehrer Rob(ert) Krämer aus Ernsdorf. Quelle: Privat, aus: Ernst Krämer (Siegen): “Friedhofsgedanken”, in Siegerländer Heimatkalender 1976, S. 154

In den 1890er Jahren wanderten aus dem Siegerland, vor allem aus Kreuztal und hier speziell aus Ernsdorf, mehrere jüngere Personen nach Mittelamerika aus. Zu dem Kolonisationsprojekt an der Karibikküste der Republik Honduras hatte sie der aus Ernsdorf stammende Robert Krämer gewonnen, der in Dortmund als Volksschullehrer tätig war und in Honduras ein „Neu-Dortmund“ gründen wollte.
Nach Mittelamerika folgten Robert Krämer zwischen 1893 und 1898 besonders Mitglieder der Familien Feldmann (Schmied) und Münker, der Bergmann Heinrich Brach(t) aus Oberholzklau sowie Mitglieder der Familien Broch, Etzbach, Müser, Weber, Schwarz, Vieth/Vitt und eventuell noch andere.
Da derzeit die Geschichte dieses Auswanderungsprojektes vom Dortmunder Stadtarchiv erforscht und geschrieben wird, werden Angehörige und Nachfahren der Ausgewanderten gesucht, die über „Familienwissen“, über mündliche oder schriftliche Erinnerungen wie z.B. Erzählungen, Briefe u. a. Dokumente verfügen und dieses Wissen zur Verfügung stellen würden.
Personen, die möglicherweise Information zu diesem Kolonisationsprojekt und/oder den
Auswanderern von damals haben, werden gebeten, sich an das Archiv der Stadt Kreuztal unter Telefon 02732 51-420 oder 421 zu wenden oder direkt mit dem Stadtarchiv Dortmund Kontakt aufzunehmen: 0231 50 22 126 oder E-Mail: stadtarchiv-dortmund@stadtdo.de
Quelle: Stadt Kreuztal, Pressemitteilung Nr. 67/2018

siwiarchiv-Zitaträtsel Juni 2018:

” …. Wie oft bei armen Leuten, war der Pfarrer an der Angelegenheit nicht sehr interessiert; er hatte sich nicht einmal die Mühe gegeben, sich über die Familienverhältnisse näher zu orientieren. Im letzten Augenblick kam er eilig im Hause an, um so sogleich mit der Taufzeremonie zu beginnen. Er sagte: ” Nachdem Gott der Herr diesem tapferen Paare ein reizendes Knäblein geschenkt” – dies war ich – , “hat er nun das Mass seiner Güte voll gemacht und es mit einem lieben Mädchen beglückt.” …..”

1) Welche berühmte Siegerländer Persönlichkeit sollte hier getauft werden?
2) Wer war der Bruder?
3) Aus welcher Publikation wurde dieses Zitat entnommen?

Briefwechsel aus dem Zweiten Weltkrieg

Armin Kohlberger, ehemaliger Mitarbeiter des Kreismedienzentrum, hat den 500 Briefe umfassenden Schriftverkehrs seiner Eltern während der Zeit des Nationalsozialismus´ transkribiert und teilweise annotiert. Diese Quelle wird im Rahmen einer bereits bestehenden Vereinbarung zukünftig im Kreisarchiv Siegen nutzbar sein.
Inhaltsverzeichnis: Weiterlesen

Biographie Werkstatt: »Ich vererbe meinen Enkeln mein Leben«

– Senioren konservieren ihre Lebensgeschichte
25.11/26.11.2018,
Siegen, KrönchenCenter (Markt 25), R2.11
Referent: Raimund Hellwig,
Entgelt: 52€

Das eigene Leben enthält die spannendsten Geschichten – und wenn es erstmal köstlich gewesen ist, dann möchte man diese Geschichten gerne vererben. Man möchte erklären, wo man herkommt, was man als Kind erlebt hat, damit die Enkel und Urenkel verstehen können, warum man so und nicht anders ist. Vielleicht möchte man auch die Erinnerung an die irgendwann um 1880 geborene Großmutter konservieren, an die sich kein anderer mehr erinnert, oder an den Onkel, der im ersten Weltkrieg in Tsingtau Kolonialdienst getan und dort die absonderlichsten Dinge erlebt hat.
Die Enkel sind noch zu jung, um heute schon alles zu verstehen? Sie könnten irgendwann in dreißig Jahren Ihr Buch in die Hand nehmen, wenn Sie schon lange nicht mehr da sind, und den freundlichen Opa oder die freundliche Oma posthum besser kennenlernen. Damit Erinnerung nicht wegstirbt. Weiterlesen

“Was geben wir an nächste Generationen weiter?” – Ein Blick über den Tellerrand

WissenschaftlerInnen und ExpertInnen aus der Praxis diskutieren auf einer Tagung “Biografische Erbschaften” und wie die nächsten Generationen vor Leid geschützt werden können.

Prof. Simon Forstmeier, Universität Siegen

Wie wirken sich die NS-Zeit, Krieg oder Fluchterfahrungen auf nachfolgende Generationen aus? Mit Fragen wie dieser beschäftigen sich ExpertInnen und PraktikerInnen an der Uni Siegen am 22. und 23. September auf der Tagung „Biografische Erbschaften: Transgenerationale Perspektiven in der Biografiearbeit“. WissenschaftlerInnen diskutieren unter anderem mit Sozialpädagogen, Ärzten, Psychologen, Psychotherapeuten, Pflegekräften, Journalisten und Soziologen sowie interessierten Laien. Alle Interessierten können sich anmelden unter www.biografische-erbschaften.de.

„Biografische oder Emotionale Erbschaften betreffen nicht nur einzelne Personen, sondern auch ganze Familien oder sogar ganze Gesellschaften. Jede Generation gibt der nächsten ihre emotionalen Erfahrungen weiter, die negativen und die positiven“, erklärt Professor Dr. Simon Forstmeier von der Uni Siegen, Organisator der Veranstaltung. Die Tagung behandelt in dem Zusammenhang drei Schwerpunkte: Krieg und Nachkriegszeit, Flüchtlinge und Flucht sowie Pflege- und Adoptivkinder. Weiterlesen

Zeitzeugen und Gegenstände der 70er Jahre gesucht

Unter dem Titel „Die 70er Jahre in Westfalen – Demos, Discos, Denkanstöße“ plant das rock’n’popmuseum in Kooperation mit dem LWL-Museumsamt für Westfalen eine gemeinsame Wanderausstellung mit Bildern aus der Fotosammlung Christoph Preker. Um die damalige Zeit auch emotional zu erfassen sind nun Menschen, ihre Geschichten und Gegenstände der 70er Jahre gesucht.
Interessante Exponate für die Ausstellung wären beispielsweise ein orangefarbenes Wählscheibentelefon, Batik-Shirts oder auch Prilblumen-Motive. Wer originale Leihgaben in seinem privaten Besitz hat, der meldet sich gerne bei unserem Museumskurator
Dr. Thomas Mania
Tel: 02562-8148-0
email: thomas.mania@rock-popmuseum.de.

Quelle: rock´n ´popmuseum Gronua, Facebook-Seite