Wieder „Lechtstonn“ im 4Fachwerk-Museum

Am 28. März 2019 geht es um „Sitten und Gebräuche“

Die „Lechtstonn“, die tägliche Zeit nach der getanen Arbeit, wurde im Flecken gerne genutzt, um sich zu treffen und dabei über allerlei Neuigkeiten auszutauschen und Geschichten zu erzählen. Diese Tradition greift das Freudenberger 4Fachwerk-Mittendrin-Museum in einer Veranstaltungsreihe auf: Beim nächsten Mal, es ist die sechste Auflage, geht’s um „Sitten und Gebräuche“.
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Informationen zu einem Bild der Freien Grunder Eisenwerke Neunkirchen gesucht:

Das Kreisarchiv erhielt aus Privatbesitz das oben gezeigte Bilde. Es ist lediglich folgendes bekannt:
Das Bild ist vor dem 2. Weltkrieg aufgenommen worden. In der Mitte der kleinste junge Mann ist Bruno Wiechert, der eigentlich in Kreis Peine gearbeitet und gelebt hat.

Alle weiteren Informationen sind daher sehr hilfreich.

Heute vor 28 Jahren: Urteil im Prozess gegen Ernst August König

Staatlich geplanter Massenmord oder der Sadismus eines Einzelnen? Teil 1 from Zeit-und-Zweitzeugen on Vimeo.

Staatlich geplanter Massenmord oder der Sadismus eines Einzelnen? Teil 2 from Zeit-und-Zweitzeugen on Vimeo.

“Von 1987 bis 1991 fand in Siegen der Prozess gegen Ernst August König statt, einen ehemaligen SS-Rottenführer im “Zigeunerlager” in Auschwitz-Birkenau. Es war der einzige Prozess gegen ein Mitglied der SS-Wachmannschaft. Dirk Frenking, Richter am OLG Hamm, ist darüber im Gespräch mit Klemens Mehrer, Oberstaatsanwalt i.R., der damals am Prozess beteiligt war.
Das Gespräch wurde am 28.11.2018 im Justizzentrum Gelsenkirchen aufgezeichnet.”

Zum Prozess gegen Ernst-August König weist Ulrich Opfermann in “Siegerland und Wittgenstein im Nationalsozialismus. Personen-Daten-Literatur, Siegen 2001, S. 90 – 96, folgende lokale Zeitungsartikel aus: Weiterlesen

Trauer um Lucie Weinstein

Lucie und Stanley WeinsteinLucie Weinstein, geborene Krebs, wuchs als Teil der jüdischen Gemeinde in Bad Berleburg auf. Gemeinsam mit ihrer Familie reiste sie während des NS-Regimes in die  USA aus und leistete später einen großen Beitrag, um die Erinnerung an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und die Gräueltaten gegen sie wach zu halten.

Die Stadt Bad Berleburg trauert um ihre ehemalige Bürgerin Prof. Dr. Lucie Weinstein. Lucie Weinstein wurde am 2. August 1924 als Lucie Krebs in Berleburg geboren [Eltern: Julius Krebs und Lina geb. Bachenheimer] und verbrachte ihre Kindheit dort als Teil der jüdischen Gemeinde. Aufgrund der Verfolgung der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger durch das nationalsozialistische Regime, wanderte Lucie Weinstein 1941 mit ihren Eltern, den beiden Geschwistern und ihrem Großvater in die USA aus. Weiterlesen

Vortrag: Klemens Mehrer (Siegen): Blick in ein düsteres Kapitel: Erinnerungen an den 1991 beendeten NS-Prozess gegen SS-Rottenführer Ernst-August König in Siegen

In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird Oberstaatsanwalt i.R. Klemens Mehrer am Donnerstag, den 17. Januar 2019, um 18.30 Uhr im Stadtarchiv Siegen an das einzige Verfahren vor einem deutschen Strafgericht erinnern, das die Verfolgung und Vernichtung von Sinti und Roma durch das Naziregime behandelte.

Modell des Vernichtungslagers Ausschwitz-Birkenau im Aktiven Museum Südwestfalen e.V. Bildvorlage: Klemens Mehrer.

Im „Zigeunerlager Auschwitz“ waren zwischen Februar 1943 bis zur Auflösung des Konzentrationslagers am 2. August 1944 mindestens 22.700 Sinti und Roma aus ganz Mitteleuropa inhaftiert. Die Meisten von ihnen starben durch gezielte Unterversorgung (Aushungerung), grausame Schikanen oder wurden durch Vergasungsaktionen ermordet. Nur etwa 4.000 Personen überlebten die Gräuel.
Angeklagt war bei dem Verfahren in Siegen war der ehemalige Blockführer des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau und SS-Rottenführer Ernst-August König. Ihm wurde vorgeworfen, aus eigener Initiative sechs Menschen ermordet zu haben und am Tod weiterer Lagerinsassen beteiligt gewesen zu sein. Das Verfahren endete zwar mit einer Verurteilung zu lebenslanger Haftstrafe wegen Tötungsverbrechen in drei Fällen. Der Hauptangeklagte entzog sich durch Suizid am 18. September 1991 jedoch dem Urteil.
Über den Prozessverlauf berichtet Oberstaatsanwalt i.R. Klemens Mehrer, der an dem Verfahren als Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft teilgenommen hatte. Weiterlesen

VHS-Kurs “Geschichte schreiben – eine biografische Werkstatt”

Netphen, Rathaus Netphen, Raum 2206, Amtsstr. 6
Di. 30.10.2018 – Di. 27.11.2018, 10:00 Uhr – 12:00 Uhr, Kosten: 44,00 €, Leitung: Adele von Bünau

“Das Leben besteht aus einer Kette von Ereignissen. Unsere Geschichte machen wir selbst daraus. “Schreibend meine Welt (er)finden”, mich in meinem Lebensganzen verstehen lernen, darum soll es in dieser Werkstatt gehen.
An fünf Vormittagen nähern wir uns mit Mitteln des Kreativen Schreibens verschiedenen biografischen Themen, finden unseren eigenen sprachlichen Ausdruck und lassen uns von der Resonanz beflügeln, die unsere Texte bei den anderen Gruppenmitgliedern finden. Am Ende des Kurses wird jeder Teilnehmende sich selbst auf neue Weise begegnet sein und über eine Reihe von autobiografischen Texten verfügen, die eine farbenfrohe Grundlage für die weitere Gestaltung der eigenen Lebensgeschichte bilden.
Bringen Sie bitte Schreibzeug mit, das nicht nur zweckmäßig ist, sondern Sie im Ganzen anspricht – ein schönes Buch vielleicht, einen guten Füller.”
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

Vortrag: „Es begann in Biedenkopf und Laasphe“

Am 21. August 1969 sprach Bundesaußenminister Willy Brandt dreißig Minuten auf dem Marktplatz in Biedenkopf; wenig später redete er auf dem Wilhelmsplatz in Laasphe – und auch hier blieb er nur kurz. Weitere Wahlkampftermine standen an …
Die beiden Auftritte in Biedenkopf und Laasphe waren keine beliebigen Wahlkampfveranstaltungen, sondern der Auftakt von Willy Brandts Bundestagswahlkampf 1969. Brandt wurde von Hauptstadtjournalisten (aus Bonn) begleitet, von Fotografen und TV-Reportern. Ein Medienwahlkampf begann; jetzt wurde es ernst. Am Abend kam Biedenkopf sogar in der „Tagesschau“ vor – und acht Wochen später war Brandt der erste sozialdemokratische Bundeskanzler. Ein Epochenwandel.
Fast 50 Jahre später berichtet der Hamburger Medienwissenschaftler Dr. Hans-Jürgen Krug erstmals über die weitgehend vergessenen Anfänge des Wahlkampfes 1969. Die Veranstaltung „Es begann in Biedenkopf und Laasphe“ findet am 26. Oktober 2018 (19 Uhr) im Internationalen Radiomuseum in Bad Laasphe statt. Der Eintritt ist frei.
Vor dieser Veranstaltung führt Dr. Krug in die Grundlagen des Radiomachens ein. Zeitzeugen des Wahlkampfbeginns haben die Möglichkeit, ihre Erinnerungen gemeinsam aufzuzeichnen und für eine Radiosendung (Bürgerfunk) aufzubereiten. Um Anmeldung bei Hans Necker (02752 9798) wird gebeten.
Dr. Krug ist Autor der Bücher “Kleine Geschichte des Hörspiels” (2. Auflage 2008), “Radio” (2010), “Rapider Wandel. Über Medien und Massenmedien” (2015) oder “Grundwissen Radio” (2019). Er realisierte 2016 am Internationalen Radiomuseum die Radiocollage „Jenseits der Zentren. Radio in Wittgenstein und im Hinterland“ (Radio Siegen).

Zum Wahlkampfauftakt in Kreis Wittgenstein s. a. diesen Eintrag auf siwiarchiv.

50 Jahre Stadt Kreuztal (1969- 2019)

Fotowettbewerb zum runden Geburtstag der Stadt Kreuztal

Kreuztal hat viele schöne Geschichten zu erzählen. Und wer könnte diese Geschichten besser in Bildern ausdrücken und festhalten, als die Menschen, die in Kreuztal leben und deren Heimat die Stadt am Kindelberg ist?

Bürgermeister Walter Kiß: „Die Stadt Kreuztal feiert im nächsten Jahr ihren 50. Geburtstag und wir wollen von den Bürgerinnen und Bürgern die schönsten fotografischen Eindrücke und Blickwinkel des vergangenen halben Jahrhunderts unserer Stadt bekommen. Ob Altbekanntes oder Neuentdecktes, Lieblingswinkel oder Panoramen. Teilen Sie mit uns ihre persönliche Kreuztaler Stadtgeschichte, zeigen Sie uns Ihren Blickwinkel auf den Wandel der Stadt in den vergangenen Jahren.“

Wie sah Dreslers Park vor der Öffnung zum Stadtpark aus?
Welche Mode bevorzugten die Kreuztalerinnen und Kreuztaler in den 60er-und 70er-Jahren?
Welche Kinderspiele waren und sind die schönsten?
Welches Lebensgefühl herrschte in der Stadt?
Was war und ist für Kreuztal unverwechselbar? Weiterlesen

“Zeitzeugen auf Zelluloid”: 1968 in der Region

Siegen, LYZ, 10.10.2018, 19:00

“Das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein präsentiert historische Filme:
Gemeinsam mit dem Siegener Historiker Dieter Pfau nähert sich das Kreis­­­archiv mit einem Wechsel von Filmvorführung(en) und Podiumsgespräch dem fünfzigsten Jubiläum der Revolution von 1968 in der Region. Von der Etablierung der Beat-Musik in der Siegerlandhalle über die Demonstrationen gegen den NPD-Parteitag im November 1968 bis zum Streik der Schülerinnen des Staatlichen Mädchengymnasiums zeigen sie die Bandbreite des Bewusstseinswandels in der Region.”
Eintritt frei! Um eine Spende für die Erhaltung des regionalen audiovisuellen Archivguts wird gebeten.
Quelle: LYZ, Programm

Firmengeschichte Dango & Dienenthal

Ein Video-Interview von Patrick Pithan mit Rainer Dango für den youtube-Kanal von regioport Siegerland:

Dango & Dienenthal, ein Unternehmen, dessen Wurzeln im Siegerland liegen. Bekannt für ihre Spezialmaschinen im Bereich der Stahlindustrie reichen die Anfänge des Unternehmens bis in das 19. Jahrhundert zurück. Wie das Unternehmen gegründet wurde, was es so erfolgreich macht und warum es mit den Folgen des Zweiten Weltkriegs zu kämpfen hatte, erläutert Rainer Dango in diesem Interview.”

siwiarchiv-Anm.:

  1. Auch Dango & Dienenthal beschäftigte in der NS-Zeit Zwangsarbeitende (Link). Dieser Aspekt wird im Video ausgespart.
  2. s. zu Zwangsarbeiter bei Dango & Dienenthal: Platte, Steffen: (Verf.) / Dango & Dienenthal (Hrsg.): 150 Jahre Dango & Dienenthal: 1865 – 2015, Siegen/Hachenburg 2015, S. 89 – 90