Literaturliste zu Kapellenschulen im Kreis Siegen-Wittgenstein             

 

Kapellenschule Siegen-Trupbach, 1953,
Quelle: Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein, Fotoalbum Kienzler

Im Zuge einer Recherche wurde folgende Zusammenstellung erarbeitet, die gerne ergänzt werden kann:

    • Bünau, Adele von: Von der Blechpest zum geschützten Kleinod. Geprägte Decke in der Oberdielfener Kapellenschule, In: Siegerland,  75 (1998) S. 19-20.
    • Forneberg, Helmut: Zur Geschichte der alten Niederscheldener Kapellenschule, In: 100 Jahre Evangelisch-Reformierte Kirchengemeinde Niederschelden, Niederschelden 1997, S. 41-53.
    • Henkel, Ellen: Die Kapellenschule, Einzelführer des LWL-Freilichtmuseums Detmold, Westfälisches Landesmuseum für Volkskunde, Detmold 2005.
    • Kiessling, Hans: Kapellenschulen im Siegerland. Typologie eines Bautypes, Dortmund Uni Diss 1984.

Weiterlesen

Siegen: “Welsche Haube” im Oberen Schloss wieder begehbar

Nahmen die sanierte “Welsche Haube” in Augenschein: (v.l.) Kulturdezernent Arne Fries, Museumsleiterin Prof. Ursula Blanchebarbe, Bürgermeister Steffen Mues und Stefan Schönstein von der Technischen Gebäudewirtschaft der Stadt Siegen. (Foto: Stadt Siegen)

Ein museales Kleinod auf dem Siegberg hoch über der Stadt Siegen ist für Besucherinnen und Besucher des Oberen Schlosses begehbar: Die sogenannte “Welsche Haube” ist nach ihrer Sanierung und musealen Herrichtung wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
Jahrelang war der Zugang bis zum höchsten Punkt im Wohnturm aus dem 17. Jahrhundert verschlossen, jetzt ist die sogenannte “Laterne” direkt unter dem Turm mit ihrer Rundum-Fenstersicht für Besichtigungen geöffnet.

Museumsleiterin Prof. Ursula Blanchebarbe und Stefan Schönstein, verantwortlicher Architekt bei der Technischen Gebäudewirtschaft der Stadt Siegen, stellten die ausgebaute Welsche Haube mit neuem Beleuchtungskonzept und neu konzipierter Dauerausstellung jetzt Bürgermeister Steffen Mues und Arne Fries als zuständigem Kulturdezernenten vor.

„Die Welsche Haube mit ihrem beeindruckenden Dachstuhl, der Zugang zur Laterne mit einer fantastischen Fernsicht und die neu konzipierte Ausstellung in der Rotunde sind auf jeden Fall eine Besichtigung und einen Besuch im Oberen Schloss wert“, lobte Mues die Sanierung des Dachstuhls im Zuge des laufenden Städtebauprojekts “Rund um den Siegberg”. Mues weiter: „Die Sanierung der Welschen Haube ist ein weiterer wichtiger Baustein, um die Identität des Oberen Schlosses zu stärken und es als Regionalmuseum attraktiv zu machen.“ Weiterlesen

Denkmalschutz-Handbuch DEHIO wird digital

Kulturstaatsministerin Grütters: „Unser reiches Baukulturerbe stiftet Zukunft“

“Das renommierte „Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler“ von Georg Dehio wird mit Mitteln aus dem Bundeskulturetat digital aufbereitet und erweitert. Das 22-bändige Referenzwerk zum baukulturellen Erbe in Deutschland umfasst rund 24.000 Seiten
mit etwa 100.000 beschriebenen Bauwerken und ihren
200.000 Ausstattungsstücken. Es soll nun in eine für die Forschung und die Öffentlichkeit attraktive Online-Plattform überführt und um mindestens 150.000 Fotos ergänzt werden.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Unser reiches Baukulturerbe stiftet Zukunft. Im Rahmen unserer Digitalisierungsoffensive im Kulturbereich setzen wir uns dafür ein, dass der große Schatz deutscher Kunstdenkmäler online sichtbarer und frei zugänglich sein wird. Das innovative Projekt DEHIO digital setzt wichtige Impulse für den technologischen Wandel im Kulturbereich. Es wird dazu beitragen, kulturelle Inhalte zeitgemäß und attraktiv zu vermitteln und so Lust auf das Original zu machen.“ Weiterlesen

“Freudenberg im Zeitgeschehen” 2/2019 erschienen

Aus dem Inhalt:
Bernd Brandemann: Ein Denkmal braucht Hilfe [Anm.: Evangelische Kirche Freudenberg], S. 5
Klaus Rüdiger Horn: Leserecho [Anm.: Zur Leimindustrie in Freudenberg, 50er Jahre des 20 Jh.], S. 5 – 9
Hans-Jürgen Klappert: Die Rettung der letzten Freudenberger Dampfmaschine (Teil 2), S. 11 – 15
Teo Schwarz: Kirchliche Verhältnisse im 16. und 17. Jahrhundert. Visitationen in den Kirchspielen Oberfischbach, Oberholzklau und Freudenberg (Teil 3), S. 17 – 21
Bodo Hoffmann: “Flurnamen-Atlas der Gemeinde Freudenberg” von Erhard Vollmer, S. 23 – 29
Bernd Brandemann: Vor hundert Jahren: Hunger und Umwäzungen, S. 29 – 35

Literaturhinweis “Schönes Westfalen, Jahrbuch 2020” erschienen

“…. Das neue Jahrbuch 2020 „Schönes Westfalen“ versammelt lesenswerte Geschichten aus der heimischen Region und spricht alle diejenigen an, die sich hier wohlfühlen und auf eine spannende Entdeckungsreise gehen wollen – in Vergangenheit und Gegenwart. Renommierte Autorinnen und Autoren berichten facettenreich über Bekanntes und Unbekanntes aus der Region, bieten Tipps für die Freizeit und stellen Persönlichkeiten vor, die Erstaunliches geleistet oder Ungewöhnliches erlebt haben. Der Sport darf dabei natürlich nicht fehlen. Die Texte werden durch eine großzügige Bebilderung ergänzt.
Das Schwerpunktthema lautet „Mobilität in Westfalen“. „Mobilität“ steht für Fortbewegung auf vier Rädern, zu Fuß, durch die Luft, per Schiff, per Rad oder Bahn. In Westfalen wurden nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Autos gebaut, die sich heute noch einer großen „Fan-Gemeinde“ erfreuen, und auch bedeutende Zulieferer der Autoindustrie haben hier ihren Sitz. Viele zertifizierte Wanderwege durchziehen die Region, sorgen für eine ganz neue Sicht auf die Dinge, vermitteln Heimatgefühl, Entspannung sowie Entschleunigung und richten den Blick so ganz nebenbei auch auf sportliche Aktivitäten. Überdies kann man in Westfalen auch mit Genuss Ballonfahren. ….”

Quelle: Verlagsseite

Regional relevante Beiträge: Weiterlesen

Exkursion des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins nach Netphen am 23. November 2019

Heinz Stötzel mit der Ersterwähnungsurkunde Netphens vom 9.6.1239

Bei ruhigem Herbstwetter war Netphen, ehemalige Urpfarrei und Zentralort des Kirchspiels Netphen, am 23. November 2019 das Ziel der Exkursion des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins. Nach der Begrüßung durch Wilfried Lerchstein erläuterte Heinz Stötzel auf dem Marktplatz in Obernetphen zunächst die Hintergründe der sog. Schusterschlacht, die hier 1584 stattgefunden hat. Trotz des fehlenden Marktrechts waren hier regelmäßig Märkte durchgeführt worden, die der Siegener Schuhmacherzunft ein Dorn im Auge waren. Die Spannungen eskalierten damals schließlich in einer wilden Keilerei.
Vorbei an der von dem Künstler Bernd Heinemann 2014 fertiggestellten Gerberstatue und dem mittlerweile verschlossenen Eingang zu dem in den Kirchberg getriebenen Stollen ging es anschließend durch das schmiedeeiserne Kirchhoftor hinauf zur ev. Martinikirche. Dort angekommen, legte Heinz Stötzel, der hier 34 Jahre lang Kirchmeister war, anhand des mitgebrachten Nachdrucks der Patronatsurkunde vom 9. Juni 1239 dar, dass darin eine Kirche zu Nepphe und damit der Ort Netphen erstmals urkundlich erwähnt wurde. Graf Heinrich II. von Nassau, genannt der Reiche, hatte seinen Lehensmann Friedrich vom Hain, genannt der Trierer, mit dem vererblichen Patronatsrecht an der Kirche zu Netphen ausgestattet. Friedrich hatte auf seinem Grund und Boden ein Keppel (Capella) genanntes Prämonstratenserinnenkloster gestiftet. Er bat seinen Lehnsherrn, seine Rechte an der Netphener Kirche dem von ihm gegründeten Kloster Keppel zu überschreiben. Dies geschah am 6. Juni 1239 durch die Urkunde des Grafen Heinrich. Deshalb zählten auch der Arnsteiner Abt Theoderich (Dietrich) und der Prior Heinrich von Keppel zu den Zeugen dieser Urkunde. Die Kirche in Netphen verlor den eigenen Pastor und sämtliche Einkünfte und war nun von der wohlwollenden Unterstützung des Klosters abhängig. Es ist gut vorstellbar, dass deswegen zu Beginn des 14. Jh. die Kirche baufällig wurde und das Kirchenschiff abgerissen werden musste. Weiterlesen

Broschüre: “Die Siegener Synagoge 1904 -1938” erschienen

Vorführung der Bilderserie des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins (Fotograf: Erich Koch) zur niederbrennenden Synagoge im Aktiven Museum am 10. November 2018
(Foto: Wilfried Lerchstein)

Als sich im November 2018 der Pogrom zum 80. Mal jährte und die brennende Siegener Synagoge in verschiedenen überregionalen Zeitschriften abgebildet wurde, kam beim Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein der Gedanke auf, gemeinsam mit dem Aktiven Museum Südwestfalen (AMS) eine neue Broschüre über die Synagoge herauszugeben. Alle 26 historischen Fotos des Siegener Fotografen Erich Koch, deren Nutzungsrechte beim Heimat- und Geschichtsverein liegen, sollten darin wiedergegeben werden. Die Broschüre liegt nun vor mit einem Textbeitrag von Traute Fries, Leitungsteam des AMS. Neben dem bereits bekannten Foto vom Innenraum der Synagoge erhielt das AMS von der Berlinischen Galerie ein weiteres Foto, das die Frontansicht im Jahr 1904 zeigt. Ob vor dem Eingang der langjährige Vorsteher der Siegener jüdischen Gemeinde, Meier Leser Stern, zu sehen ist, lässt sich nur vermuten. Erstmals sind die „Schwesternsynagogen“ von Dortmund und Bielefeld, die der Regierungsbaumeister der preußischen Bauverwaltung Eduard Fürstenau ebenfalls entworfen hat, abgebildet. Kurz vor der Drucklegung wurde ein Lageplan der Siegener Synagoge im Katasteramt des Kreises Siegen-Wittgenstein gefunden. Die Entwurfspläne des Architekten Fürstenau sind leider verschollen. Dr. Andreas Bingener vom SHGV stellt in seinem Text den Fotografen Erich Koch vor und die Geschichte seiner Fotografien.

Architektur 1960+, Brutalismus im Kreisgebiet: Katholische Kirche Bad Laasphe

Blick auf Bad Laasphe (5)
Kirche (rechts) im Ensemble der Altstadt zusammen mit der Evangelischen Kirche, Quelle: Alexander Blecher, blecher.info, via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)]

Die Arbeitsgemeinschaft historischer Orts- und Stadtkerne in Nordrhein-Westfalen hat das Gebäude zum Denkmal des Monats Dezember 2019 ausgewählt. Informationen zum Gebäude des Siegener Architekten Aloys Sonntag finden sich auf der Internetseite des Arbeitskreises.
siwiarchiv sucht Beispiele für die Architektur der 1960er und 1970er Jahre. Weiterlesen

“Denkmalpflege in Westfalen-Lippe”, Heft 2/2019 online

Das Heft widmet sich dem Kirchenbau nach 1945. Für die Region besonders relevant sind folgende Beitrage:

1) Heinrich Otten und Knut Stegman: Kirchenbau nach 1945 in Westfalen-Lippe. Ausgewählte Ergebnisse einer flächendeckenden Untersuchung, S. 4 – 10
2) Hans H. Hanke: Tradition und vertretbarer Fortschritt. Die evangelische Wenschtkirche in Siegen, S. 28 – 34

Link zur PDF-Datei

Hofanlage, Brückenstraße 14 in Bad Berleburg-Elsoff

090 Brückenstr. 14
Quelle: Ursulabuschmann via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

Die Arbeitsgemeinschaft historischer Orts- und Stadtkerne in Nordrhein-Westfalen hat das Gebäude zum Denkmal des Monats November 2019 ausgewählt. Informationen zum Gebäude finden sich auf der Internetseite des Arbeitskreises.