Lesung „Hoffnung auf ein besseres Leben“

Donnerstag, dem 21. Juni 2018, um 19 Uhr,
im Schalterraum der Sparkasse Wittgenstein Bad Berleburg, Poststr. 15

Heinrich Imhof liest aus „Hoffnung auf ein besseres Leben. Die Auswanderung aus Wittgenstein nach Amerika im 18. und 19. Jahrhundert“

Programm:

Eröffnung durch Sparkassendirektor Axel Theuer
Einführung durch den Kirchenhistoriker Dr. Ulf Lückel
Vorstellung und Lesung einiger prägnanter Teilkapitel durch den Autor

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Museumskoffer zum Thema „Siegerländer Fachwerkhäuser“ für die Grundschule

Das Museum bietet jetzt einen Materialkoffer zum Thema „Siegerländer Fachwerkhäuser“ an. Der Koffer zum Ausleihen enthält praktische Unterrichtsmaterialien zum Experimentieren. In einer Fortbildung wird der Koffer vorgestellt.

Die „Entdeckungsreise im Museum“, bei der Grundschüler auf spielerische Art und Weise das Museum kennenlernen, ist bereits ein Klassiker. Jetzt kommt ein weiteres Angebot hinzu: der Materialkoffer. In ihm werden praktische Unterrichtsmaterialien für den fächerübergreifenden Deutsch-/ Kunst-/ und Sachunterricht der Grundschule zur Verfügung gestellr. Er kann demnächst ausgeliehen werden. Heute wird der Koffer in einer kostenlosen Fortbildung vorgestellt.

Das Unterrichtsmaterial schlägt eine Brücke zwischen den Siegerländer Fachwerkhäusen mit den Fotografien des international bekannten Künstlerpaares Bernd und Hilla Becher und dem Thema „Konstruktives Bauen“.

Der Koffer enthält neben Unterrichtsmodulen auch Materialien zum Experimentieren:

– Diverse Holzelemente, mit denen die Kinder Fachwerkhäuser zusammensetzen können
– Materialien zur Brückenkonstruktion (Holzklötze, Arbeitsfolie,Verbindungselemente)
– Großformatige Fotos von Siegerländer Fachwerkhäusern
– Unterrichtsvorschläge und Arbeitsblätter zum Kopieren zum Thema „Haus/Raum“

Der Koffer kann gegen eine Gebühr ausgeliehen werden.
Quelle: Museum für Gegenwartskunst Siegen, 29.5.2018

Führung: „Villengarten und Bürgerpark. Restaurierung des innerstädtischen Gartendenkmals“

Samstag, 09.06.2018 – 14.00 Uhr, Treffpunkt: Eingang Weiße Villa
Kostenlose Führung zur Gartendenkmalpflege, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Referentin: Susanne Weisser, Freie Landschaftsarchitektin, Wuppertal

Unter dem Motto „Gartenraum – Sommertraum“ findet am zweiten Juni-Wochenende der Tag der Gärten und Parks statt. In diesem Jahr gehört auch Kreuztal mit Dreslers Park zu den Veranstaltungsorten dieser 2012 ins Leben gerufenen Initiative von „Kultur in Westfalen“ und Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Die ganzjährig öffentlich zugängliche und mehr als 1 ha große Parkanlage in Kreuztals Mitte wird im Rahmen dieser Veranstaltung auf besondere Weise vorgestellt.

Das Projekt „Gärten und Parks in Westfalen-Lippe wurde initiiert, um die Vielfalt und Schönheit der über 600 kulturell bedeutsamen Gärten und Parks in Westfalen-Lippe sichtbar zu machen und zu fördern.
Weitere Hintergrundinformationen sowie Aktuelles zum Tag der Gärten und Parks gibt es hier: www.gaerten-in-westfalen.de
Quelle: Stadt Kreuztal, 1.6.2018

Kleinode Siegerländer Kirchengeschichte in Siegens Osten

Die Evangelische Kirche Kaan-Marienborn ist gerade mal etwas über 50 Jahre alt. Foto: Karlfried Petri

Die 14. Siegerländer Kirchentour des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein führte in den Osten Siegens. Über 40 Interessierte fanden sich kürzlich an der Katholischen Kirche in Kaan-Marienborn ein. Hier wurden sie herzlich von Heimatgebietsleiter Dieter Tröps begrüsst. Den Siegerländer Kirchentouren gingen bereits fünf Wittgensteiner Kirchentouren voraus, so dass insgesamt in den vergangenen 19 Jahren etwa 100 Kirchen besucht werden konnten. Ins Leben gerufen haben die Kirchentouren der Wittgensteiner Ortsheimatpfleger Edgar Dietrich und der ehemalige Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Siegen Helmut Flender, wusste Manfred Schröder.

Unter der Leitung von Schröder und Johannes Frevel begann die Kirchentour in der katholischen Kirche St. Bonifatius in Kaan-Marienborn. Pfarrer Wolfgang Winkelmann stellte das Gotteshaus vor, das vom Kapellenverein St. Josef gebaut und im April 1933 geweiht wurde. Sein heutiges Aussehen erhielt es durch einen Umbau in den Jahren 2003/2004. Es bietet 130 Personen Platz und wird gerne als Hochzeitskirche genutzt. Weiterlesen

Ausstellung zum Thema „400 Jahre Prager Fenstersturz“

Ab 23. Mai 2018 von 15 bis 19 Uhr in der Bahnhofstraße 41a in Bad Laasphe

„Prag war im 17. Jahrhundert mindestens sieben Tagesreisen mit der Postkutsche von unserer Heimat entfernt. Ein dort geschriebener Brief brauchte ca. 3 Wochen, um im Wittgensteiner Land anzukommen.
Viele Unglücke passierten damals. Die Lebenserwartung war gering, der Kampf ums Überleben Alltag. Wen sollte es da in unserer Gegend interessieren, wenn drei Männer am 23. Mai 1618 in Prag aus dem Fenster gestürzt wurden, zumal außer einer Platzwunde am Kopf niemand dabei ernsthaft verletzt wurde?
Wer konnte ahnen, dass sich aus diesem regionalen Konflikt ein Inferno entwickeln würde, dass 30 Jahre andauern und am Ende mehr als ein Drittel der Bevölkerung auf dem Gebiet des heutigen Deutschland das Leben kosten würde.
Im Zentrum Europas mischten zahlreiche Landesherrn unter dem Vorwand mit, nur nationale Interessen zu wahren bzw. sich zu verteidigen.
Wer sich nicht freikaufen oder die Söldnerhorden anders auf Abstand halten konnte ,war schlecht dran . Der Krieg sollte den Krieg ernähren (Wallenstein). 100 Jahre sollte es dauern, bis man auch in Wittgenstein die Folgen der Katastrophe überwunden hatte.“
Quelle: Homepage des Ausstellungsraums

vielSeitig in die Vergangenheit

Lesung von Prof. Dr. Hans Rudolf Velten und Dr. Nathanael Busch
26. Mai 2018 ab 18:00 Uhr im Frei:Raum, Löhrstraße 30, Siegen.

Heutzutage ist es vollkommen selbstverständlich, dass jedes Kind in Deutschland eine Schule besucht und dort das Lesen lernt. Wir benötigen niemanden mehr, der oder die uns Texte vorträgt, damit wir in den Genuss des Inhalts kommen. Ohne Probleme können wir selbst zum Buch greifen und uns in die Seiten vertiefen.
Was heute zum alltäglichen Leben gehört, war im frühen Mittelalter ein seltenes Privileg: Nahezu ausschließlich der Klerus war zum Lesen und Schreiben befähigt. Im Verlauf des Hochmittelalters entstanden die ersten Kathedralschulen, die auch von den Adeligen und später von überdurchschnittlich wohlhabenden Bürgern besucht werden konnten. Der großen Allgemeinheit war es allerdings nicht möglich selbst zu lesen. Sie waren darauf angewiesen, dass ihnen Texte vorgetragen werden.
Die Lesung „vielSeitig in die Vergangenheit“ versetzt uns in genau diese Zeit zurück: In einem mittelalterlichen Ambiente werden uns die Mediävisten Prof. Dr. Hans Rudolf Velten und Dr. Nathanael Busch literarisch in eine vergangene Zeit führen. Dabei werden sie von Dominik Jung aus dem Fachbereich Musik auditiv begleitet. Die Immersion wird dadurch verstärkt, dass die atmosphärische Lesung auf Mittelhochdeutsch stattfindet. Die drei Lehrenden lassen so die Grenzen zwischen einer kontemporären Cafélesung und einer damaligen Burglesung im mittelalterlichen Nordeuropa verschwimmen.

Die Veranstaltung ist ein erster Vorgeschmack auf das im Herbst stattfindende Europäische Literaturfestival Siegen – vielSeitig, das gemeinsam von dem Kultur!Büro des Kreises Siegen-Wittgenstein und der Universität Siegen veranstaltet wird. Sie wird von den Studierenden des Projektseminars „Literaturfestivals“ konzipiert und realisiert.
Quelle: Universität Siegen, 18.5.2018

Ausstellung und Vortrag zum Wittgensteiner Kirchenkreis-Jubiläum Ende Mai

Dr. Johannes Burkardt (rechts), hier mit Pfarrer Dieter Kuhli dem Vorsitzenden des Theologischen Ausschusses in Wittgenstein, hat im kreiskirchlichen Archiv die spannenden Exponate und Informationen für seine Ausstellung und seinen Vortrag zum Kirchenkreis-Jubiläum im Abenteuerdorf gefunden.

Freitag, 25. Mai, 18 Uhr: Ausstellung und Vortrag
„Im Abenteuerdorf in Wemlighausen, Am Wernsbach 1,, öffnet um 18 Uhr eine Ausstellung zum Thema „200 Jahren Kirchenkreis“ ab 19 Uhr blickt Dr. Johannes Burkardt in seinem Vortrag „Zukunft braucht Erinnerung – Geschichte und Prägung des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein“ an gleicher Stelle auf die Zeit seit 1818 zurück. Der Berleburger ist Leiter der Abteilung Ostwestfalen-Lippe des Landesarchivs NRW in Detmold und betreut darüberhinaus ehrenamtlich das Archiv des Wittgensteiner Kirchenkreises. Genau deshalb hat er natürlich den besten Überblick und die kürzesten Wege zu den spannenden Exponaten und Informationen, die seine Ausstellung und sein Vortrag in Wort und Bild im Abenteuerdorf präsentieren. Die musikalische Umrahmung an diesem Abend übernimmt der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Laasphe. ….“
Quelle: Kirchenkreis Wittgenstein, Nachrichten

s. a. Gustav Bauer, Aus hundert Jahren Geschichte der Kreissynode Wittgenstein 1818-1918

Vortrag Dr. Thomas Bartolosch (Betzdorf): Dr. Georg Ufer (1900-1989) –

ein Geologe des Siegerländer Erzbergbaus als einer der „Gerechten unter den Völkern“ der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem

Dr. Georg Ufer (1900-1989) als technischer Kriegsverwaltungsrat in der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Vorlage: Dr. Thomas A. Bartolosch


In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ zeichnet der Regionalhistoriker Dr. Thomas Bartolosch am 17. Mai 2018 um 18.30 Uhr im Stadtarchiv Siegen das Leben des Geologen Dr. Georg Ufer nach.
Während des Zweiten Weltkrieges war dieser als Lagerstättenkundler für die Firma Krupp sowie als technischer Kriegsverwaltungsrat im Range eines Majors für die Wehrmacht auf dem Balkan tätig. Dort rettete Ufer dem französischen Juden Josef Pozwolski das Leben, indem er ihn in den Jahren 1941 und 1942 zweimal vor dem Zugriff nationalsozialistischer Häscher schützte und ihn ins rettende Albanien brachte, wo dieser den Zweiten Weltkrieg überlebte. Für seine riskante Rettung Pozwolskis, die Georg Ufer das Leben hätte kosten können, wurde er 1980 von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt. In Israel durfte er am 12. Dezember 1980 in der „Allee der Gerechten“ der Holocaust-Gedenkstätte ein Johannisbrot-Bäumchen pflanzen, an dem ein Schild mit seinem Namen hängt. Außer der genannten Ehrung wurde Georg Ufer im Jahr 1981 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Nach seinem Tod am 27. August 1989 wurde sein Name posthum auf einer Gedenktafel verewigt, die sich im Holocaust-Memorial-Center in Washington befindet.
Für die Siegerländer Regionalgeschichte sicher besonders bemerkenswert: Dr. Ufer lebte bescheiden und zurückgezogen mit seiner Frau in seinem Haus an der Weberstraße in Betzdorf. Infolge seiner Tätigkeit als Geologe der Erzbergbau Siegerland AG war er zwar häufig lange im Ausland unterwegs, fühlte sich in der Region aber sehr heimisch. So war er zum Beispiel Ehrenmitglied der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V. Weiterlesen