Linktipp: Bernd D. Plaum: „Die Grippe im Siegerland 1918/20“

Auf der Homepage der Siegener Geschichtswerkstatt werden unter der Rubrik „Texte“ seit kurzem Beiträge publiziert. Den Anfang macht ein Beitrag des Siegerländer Regionalhistorikers Bernd D. Plaum zur „spanischen Grippe“ im Siegerland“. Diskutiert und kommentiert werden kann der Artikel auf der Seite der Geschichtswerkstatt.

Gerhard Dapprich (1909 – 1988) – Bergrat und Bundesrichter aus Siegen

Ein Literaturfund und eine Einladung zum Weiterforschen.

Dr. jur. Ludwig Moritz Gerhard Dapprich

  • * 3. Dezember 1909 in Siegen, ev., Vater: Otto Arnold Dapprich, Kaufmann
  • 1916 – 1920 Besuch der Obenstruth-Schule in Siegen
  • 1920 – 1926 Realgymnasium in Siegen
  • 1926 – 1927 Höhere Handelsschule in Siegen
  • 1927 – 1928 kaufmännische Ausbildung bei I.G Reichswald in Siegen
  • 1928 – 1931 Oberrealschule Weidenau/Sieg, Abitur

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Hermann Kuhmichel (1898-1965) als Soldat im Zweiten Weltkrieg

Angaben zu Truppenteilen, Dienstgrad und Kriegsgefangenschaft.

Im November vergangenen Jahres führte eine Ausstellung über den Siegerländer Künstler Hermann Kuhmichel zu einer intensiven Diskussion hier auf siwiarchiv. In deren Verlauf die Bewertung des Künstlers in der Zeit des Nationalsozialismus im Mittelpunkt stand. Allerdings zeigte die Diskussion auch, dass grundlegende Recherchen bis dahin noch nicht erfolgt waren. Dies betraf bspw. die Zeit Kuhmichels als Soldat im Zweiten Weltkrieg. Eine Recherche beim Bundesarchiv ergab nun Folgendes:

„In den …. Beständen des Bundesarchivs, Abteilung PA – Reinickendorf
(bis 31.12.2018 Deutsche Dienststelle [WASt]) liegen zu Angehörige von Heer
und Luftwaffe in der Regel keine Personalakten vor. Daher [mussten] die Angaben zu
dem Gesuchten in verschiedenen Verzeichnissen und Karteien ermittelt werden.
Aus den Erkennungsmarkenverzeichnissen und Veränderungsmeldungen der
Wehrmacht sind [die Truppenteile, denen Kuhmichel angehörte, die Dienstgrade Kuhmichels sowie Angaben zur Kriegsgefangenschaft Kuhmichels] zu entnehmen: Weiterlesen

Ausstellung: „Das Paradies vor der Haustür. Vom Revier ins Sauerland“

Bis zum 30. August 2020 befasst sich „Das Paradies vor der Haustür“ mit der Entwicklung des Tourismus im Sauerland seit den Anfängen des 20. Jahrhunderts.

Die Ausstellung fokussiert sich auf die Wechselbeziehungen der Regionen Sauerland und Ruhrgebiet mit ihren verschiedenen Landschaften. Ohne die Industrialisierung und Urbanisierung des Ruhrgebiets hätte sich der Tourismus im Sauerland nicht in der heute bekannten Form entwickeln können.

Weitere Informationen: Ausstellungsflyer
Quelle: Sauerlandmuseum, Arnsberg, Ausstellungen

Lesung: „Kleine Geschichte des Hörspiels“

„Zauberei auf dem Sender“ hieß das erste Hörspiel, das in Deutschland ausgestrahlt wurde. Es wurde in Frankfurt am Main live aufgeführt – und von der Südwestdeutschen Rundfunkdienst AG am 24. Oktober 1924 übertragen. Seither sind mehr als 100 000 Hörspiele hinzugekommen.

Heute werden Hörspiele nicht mehr nur von Radio ausgestrahlt. Die „Kunst des Radios“ kann auch als Hörbuch käuflich erworben, als Podcast aus dem Internet heruntergeladen – und sogar am Computer selbst produziert werden. Hörspiel ist heute überall.

„Kleine Geschichte des Hörspiels“ heißt das neue Buch des Hamburger Medienwissenschaftler Dr. Hans-Jürgen Krug. Es wird im Sommer im Kölner Herbert von Halem-Verlag erscheinen und erstmals die vielen Veränderungen beschreiben, die im Hörspiel zwischen 1924 und 2020 stattgefunden haben.

Dr. Krug präsentiert am Freitag, dem 20. März 2020 (19 Uhr) im Internationalen Radiomuseum in Bad Laasphe (Bahnhofstraße 33, Tel. 02752 9798) vorab und exklusiv Auszüge aus seinem neuen, noch unveröffentlichten Buch.

Der Eintritt ist frei, der Besuch der außergewöhnlichen Radiosammlung möglich.

Corona erzwingt Verschiebung

Feierlichkeiten „125 Jahre Motor-Omnibus“ können vorerst nicht stattfinden

Die für den 20. bis 22. März 2020 geplanten Feierlichkeiten zum Jubiläum „125 Jahre Motor-Omnibus“ werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Das hat die Veranstaltergemeinschaft bestehend aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein, der Stadt Siegen und der Stadt Netphen am 10. März 2020 einvernehmlich beschlossen.

Anlass ist ein dringlicher Vorschlag des Kreisgesundheitsamtes und des Robert-Koch-Instituts. Handlungsleitend war die Sorge um die Bevölkerung sowie der Schutz der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Ziel ist der Schutz der Bevölkerung vor der weiteren Verbreitung des Coronavirus. Aufgrund des sehr großen Einzugsgebietes der geplanten Veranstaltung und der erwarteten hohen Zahl an Besuchern kann der Schutz vor einer möglichen Infektion der Besucherinnen und Besucher sowie das Unterbinden einer weiteren Ausbreitung nicht gewährleistet werden.

Bereits gekaufte Karten für die Festveranstaltung am Samstagabend können in der Vorverkaufsstelle des Kulturhauses Lÿz zurückgegeben werden. Der neue Termin für die Feierlichkeiten wird rechtzeitig durch die Veranstaltergemeinschaft bekanntgegeben.
Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein, Pressemitteilung v. 10.03.2020

Weitere Informationen finden sich hier: https://omnibus125.de/

Vortrag: Elisabeth Nöhring: „Fürstengruft und Unteres Schloss:

Zu den Bauprojekten des Johann Moritz Fürst zu Nassau-Siegen (1604-1679) in seiner Residenzstadt Siegen.“

Der Entwurf der Siegener Fürstengruft von Architekt Maurits Post aus dem Jahr 1669. Vorlage: Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden Abt. 171, Nr. B 861 II.


In Siegen ist Johann Moritz Fürst zu Nassau-Siegen (1604-1679) nicht zuletzt deshalb bekannt, weil er der Stadt 1658 mit dem „Krönchen” auf der Nikolaikirche ihr Wahrzeichen schenkte und vor 350 Jahren eine Grablege für seine Familienangehörigen anlegen ließ – die um 1669 errichtete Fürstengruft, in der er im Jahre 1680 seine letzte Ruhestätte fand. Zeitgenössische Korrespondenzen und Pläne lassen vermuten, dass Johann Moritz Siegen zu seiner Residenzstadt machen und im Zuge dessen seinen dortigen Wohnsitz – den sogenannten Nassauer Hof im ehemaligen Franziskanerkloster, an dessen Stelle heute das Untere Schloss steht – deutlich erweitern wollte. Daher soll in der kommenden Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag, den 19. März 2020, um 18.30 Uhr auch der Frage nachgegangen werden, ob der reformierte Siegener Landesherr mit seinen Planungen und Entwürfen für den Nassauer Hof bereits den Grundstein für das Untere Schloss legte. Der bebilderte Vortrag von Elisabeth Nöhring M.A. stellt den Auftakt zur einer Jubiläumsreihe zur 300jährigen Vollendung des Unteren Schlosses dar und gewährt vielfach unbekannte Einblicke in das Leben des Siegener Fürsten, darunter in seine Bauprojekte in Deutschland und in den Niederlanden. Der Fokus dabei liegt auf seinem städtebaulichen Engagement in Siegen, wo er den Grundstein für das (allerdings erst nach seinem Tod) infolge des Siegener Stadtbrands von 1695 erbaute und um 1720 vollendete Untere Schloss legte.

Der Vortrag findet statt am Donnerstag, den 19. März 2020, um 18.30 Uhr am Obergraben 25 (ehemals Bekleidungshaus Sauer), im neuen Hörsaal US-S002 der Universität Siegen, statt. Der Eintritt ist frei!

Ausstellung zu 70 Jahre Landesverfassung NRW in Duisburg

Im Frühjahr dreht sich im Landesarchiv NRW (Abt. Rheinland) alles um die Landesverfassung von NRW. Heute wird die neue Austellung „Freiheit, Gerechtigkeit und Wohlstand für alle?“ eröffnet.
Das Landesarchiv NRW nimmt das 70-jährige Jubiläum zum Anlass, um im Rahmn einer kleinen Ausstellung und einer Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Landeszentrale für politischen Bildung über die Bedeutung der in der Landesverfassung festgelegten Grund- und staatsbürgerlichen Rechte nachzudenken.
Nähere Informationen zur Ausstellung und zur neuen Veranstaltungsreihe finden Sie hier: Flyer-70-Jahre-Verfassung-NRW