Baugeschichte Siegener Kreishäuser

7 Gedanken zu „Baugeschichte Siegener Kreishäuser

  1. Ergänzungen zum Architekten Markmann (siehe Fußnote 7):

    Ein recht ähnlich aussehendes, etwas bescheideneres kommunales Projekt von ihm ist das 1904 eingeweihte Amtshaus in Mengede (Amt Castrop). Mehr dazu hier: http://www.heimatverein-mengede.de/heimatblaetter/heimatblatt_nr2.html
    Auch das alte Kreishaus in Altena von 1908 stammt von ihm.

    Zur Biographie: Das Dortmunder Adressbuch von 1894 nennt direkt unter Heinrich mit der selben Adresse eine gewisse „Louise Markmann, Witwe“. Das dürfte die Mutter des Architekten gewesen sein. Der Täufling von 1868, dessen Mutter Henriette hieß, wäre damit endgültig redundant. L(o)uise führt schließlich bei Familysearch zur Bestätigung des wohl aus einer anderen (welcher???) Quelle eruierten Geburtsdatums: Heinrich Gottfried Mar(c)kmann, 1818-1864, heiratete am 13.5.1851 L(o)uise geb. Wolters, 1824-?; ihr Sohn Friedrich Gottfried Heinrich wurde am 29.8.1852 geboren und am 22.9. d.J. in der ev. Reinoldikirche getauft (alles in Dortmund).
    Leider verraten die Mormonen nichts über Geschwister dieses Heinrich Markmanns. Sollte es, wie im Architektenregister von Bücholdt angegeben, in Dortmund zur gleichen Zeit zwei Architekten namens Markmann (Heinrich und Hans bzw. Johannes) gegeben haben, wäre es nicht ganz unwahrscheinlich, daß es Brüder waren – vielleicht (sofern sie sich nicht innerhalb der Familie Konkurrenz machen wollten) sogar Partner in einem gemeinsamen Büro. Dessen Leitung hätte dann sicherlich beim erstgeborenen Heinrich gelegen, weshalb der jüngere Hans selten öffentlich in Erscheinung trat. Dies nur als vorsichtige Hypothese, die sich wahrscheinlich anhand der Dortmunder Personenstandsunterlagen oder bei der Reinoldi-Kirchgemeinde weiter verfolgen ließe. Aus den kärglichen Spuren von Hans gleich auf seine Nicht-Existenz („Verwechslung mit Heinrich“) zu schließen, ist jedenfalls nicht zwingend.
    Über Heinrichs Wirken in Lippstadt gibt es eine Veröffentlichung: Roland Pieper, Architektur im Stilpluralismus um 1900: Lippstädter Bauwerke des Dortmunder Architekten Heinrich Markmann, Lippstädter Heimatblätter 89 (2009), S. 137-160 (liegt mir allerdings nicht vor). Womöglich enthält der Aufsatz auch für Siegen interessante biographische Informationen.
    Gibt es in unserem Stadtarchiv Meldeunterlagen der Siegener Hotels Anfang des 20. Jahrhunderts? Bei seinen Besuchen hatte sich Markmann vermutlich mit vollem Vornamen eingetragen. Sollte er einen Bruder Hans gehabt und ihn mitgebracht haben, umso besser.
    Peter Kunzmann

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    Weiterhin viel Erfolg für Ihre Arbeit! Gruss Anntheres

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