Fernsehtipp: “Lotte am Bauhaus”

Mittwoch, 13.02.19, 20:15 – 22:00 Uhr, Das Erste

“Weimar 1921: Das Leben der 20-jährigen Lotte Brendel scheint vorbestimmt zu sein. Ihr Vater sieht sie als künftige Ehefrau und Mutter an der Seite eines Mannes, der den elterlichen Tischlereibetrieb übernehmen soll. Doch die eigenwillige Lotte schließt sich gegen den Willen ihrer Familie einer Gruppe junger Künstler an, bewirbt sich am Bauhaus und wird angenommen. Das Weimarer Bauhaus unter der Leitung des visionären Walter Gropius hat den Anspruch, nicht nur Kunst und Handwerk zu verbinden, hier soll auch der “Neue Mensch” seinen Platz finden. Im Studenten Paul Seligmann findet Lotte einen Unterstützer und ihre große Liebe.”

An der Ausgestaltung der Hauptfigur Lotte war auch Joost Siedhoff-Buscher beteiligt, Sohn der Alma Siedhoff-Buscher.

Quelle: ARD, Programmtipp f. d. 13.2.2019

Fernsehtipp: “Bauhausfrauen” – Film von Susanne Radelhof

Das Erste (MDR), 13.02.2019, 22:00 Uhr

Bauhausfrauen auf einer Treppe (Fotografie von T. Lux Feininger), © MDR/Koberstein Film/Marcus Winterbauer

“Das Bauhaus gilt als Heimstätte der Avantgarde und ist Sinnbild der Moderne. Heute, 100 Jahre nach dessen Gründung, sind die Bauhausmeister die Stars der Architektur- und Designgeschichte.
Doch die Geschichte des Bauhauses ist eine männlicher Helden und bis heute stehen die Künstlerinnen im Schatten ihrer Kollegen. Dabei wollte Gropius mit seinem Manifest nicht nur radikal neues Design erschaffen, sondern den Aufbau einer offenen, modernen Gesellschaft erproben – mit dem Versprechen auf echte Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern.
Doch wie erging es den Frauen am Bauhaus wirklich?
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VHS-Kurs: Lesen alter Handschriften

Alte Schule Diedenshausen, Johannes.-Althusius-Str. 5, Bad Berleburg
Mi. 06.02.2019 – Mi. 10.04.2019, 19:30 Uhr – 21:00 Uhr
Leitun: Klaus Homrighausen

In Zusammenarbeit mit der ev. Lukas-Gemeinde im Elsoff- und Edertal.
Wer hat nicht schon zu Hause alte Briefe, Omas Poesie-Album oder ältere Dokumente gefunden und stand vor dem Problem, diese nicht lesen zu können. Dasselbe Problem stellt sich häufig, wenn man mit Hilfe der Kirchenregister Familienforschung betreiben will.
Allen denen will dieser Kurs Hilfen an die Hand geben. Anhand von lustigen, informativen und geschichtlich interessanten Texten aus dem 19. bis 16. Jahrhundert kann das Lesen der Sütterlin-Schrift und der deutschen Kurrentschrift gelernt und geübt werden.
Der hier angebotene Kurs ist der erste Nachfolgekurs. Trotzdem ist es gut möglich, als Seiteneinsteiger teilzunehmen.
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Kursprogramm

Ab heute: Rubens‘ meisterhafte Formen auf Burg Vischering

Peter Paul Rubens, Selbstbildnis gestochen von Paul Pontius, nach 1630 © Eckhard Schmelter Fotografie

Mit seinen üppigen weiblichen Akten prägt Peter Paul Rubens (1577-1640) bis heute unsere Vorstellungen von der Barockkunst. In seinen Grafiken, die meist nach Vorlage Rubens‘ Gemälde entstanden, kommt die barocke Formensprache des flämischen Malers besonders gut zur Geltung. Ab dem 3. Februar stellt der Kreis Coesfeld Rubens‘ meisterhaftes grafisches Schaffen in den Mittelpunkt einer Ausstellung im Museum Burg Vischering und zeigt dabei eindrucksvoll die begabte Hand des Künstlers.
Die Ausstellung stellt nicht nur die schöpferische Brandbreite Rubens‘ heraus, sondern beleuchtet auch besonders die Rolle der Grafik als Element der „Vermarktung“ des Künstlers. Denn durch den Verkauf und die Verbreitung seiner Grafiken förderte Rubens gezielt die Bekanntheit seiner Gemälde. Dies gilt nicht nur für seine weltberühmten Rubensfiguren, sondern beispielsweise auch für seine von einer Italienreise inspirierten grafischen Architekturzeichnungen, deren Verbreitung die Einführung eines barocken Architekturkanons nördlich der Alpen förderte. Die gezeigten Blätter stammen von einem privaten Sammler, der im Kreis Coesfeld lebt. Weiterlesen

Ausstellung: “Kabinettstücke: Visuelles Spiel”

bis zum 31. März 2019, Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen

Otto Piene “März”, Blatt 3 aus der Mappe “Feuerflora”, 1971
Serigraphie, 65 x 50 cm
Wilhelm-Hack-Museum, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

“Zero – die Stunde Null – war die Idee eines absoluten Neubeginns nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Von Heinz Mack und Otto Piene 1957 gegründet – Günther Uecker kam wenig später hinzu – wandte sich die Künstlergemeinschaft von den großen Gesten des Informel ab und begab sich mit weiteren Weggefährten auf die Suche nach neuen Bildformulierungen. Die Themen Licht, Farbe, Raum, Bewegung, Struktur und Vibration wurden durch eine neu gewonnene Materialfreiheit in unterschiedlichster Weise umgesetzt. Dementsprechend ergeben sich für den Betrachter abwechslungsreiche Wahrnehmungsangebote: Die malerische Darstellung von Licht und Bewegung zieht in Pienes Feuerflora im Besonderen durch ihre Farbigkeit die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich. Bei Mack hingegen bannen zarte, rhythmische Strukturen oder aber die optischen Spiele von Metallfolien den Blick auf das Blatt. In der Ausstellung werden ihre Arbeiten durch ihnen nahestehende nationale und internationale Positionen, wie Enrico Castellani, Gotthard Graubner, Oskar Holweck, Jef Verheyen und Herman de Vries ergänzt.

Kuratorin: Julia Nebenführ”
Quelle: Wilhelm-Hack-Mseum, Aktuelle Ausstellungen

“Zeitspuren”-Linktipp: Entwicklung der Eisenbahnstrecke Hilchenbach-Laasphe von 1847 bis 1886

Das Forschungsprojekt zur Geschichte des 19. Jahrhunderts im Gebiet des Kreises Siegen-Wittgenstein veröffentlicht auf seiner Homepage auch repräsentative Quellen, wie z. B. Dokumente und Karten zur Entwicklung der Eisenbahnstrecke Hilchenbach-Laasphe von 1847 bis 1886.

Kommentare, Meinungen, Informationen und Anregungen zu dieser Präsentation können Sie gerne hier abgeben.
Weitere Einträge auf siwiarchiv zum aktuellen „Zeitspuren“-Projekt finden sich unter diesem Link: http://www.siwiarchiv.de/tag/zeitspuren/.

Literaturhinweis: Thomas A. Bartolosch: Dr. Georg Ufer (1900 – 1989)

ein Geologe des Siegerländer Erzbergbaus als einer der “Gerechten unter den Völkern” der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem

Das Aktive Museum Südwestfalen hat diese 41 Seiten starke und mit 55 Abbildungen versehen Broschüre vor wenigen Tagen vorgelegt. Der Betzdorfer Geschichtsdidaktiker Dr. Thomas Bartolosch schildert die Biographie Ufers in fünf Kapiteln:

  • Kindheit und Jugend, Schule und Studium
  • Lenbem und Arbeiten auf dem Balkan
  • Die zweifache Rettung des französischen Juden Josef Pozwolski
  • Hohe Auszeichnung als einer der “Gerechten unter den Völkern”
  • Auslandsaufenthalte außerhalb Europas, persönliche Begegnungen und Lebensende

Die Broschüre kann über das Aktive Museum Südwestfalen bezogen werden.

Netphen: Stadtarchiv – “Luxus” versus Kernaufgabe

Aus der Haushaltsdebatte. Ein Beitrag zur Blogparade #Archivpolitik

Der SPD Fraktionsvorsitzende Manfred Heinz brachte in seiner Haushaltsrede folgenden Antrag ein: ” …. Zugleich spricht der Bürgermeister beim Vorschlag, die Stadtarchivarbeit zu verbessern, im FB-Stil verächtlich von einer „Spielwiese“. Und dies, obwohl nach einem ausführlichen Gutachten des RPA und einer stundenlangen Sitzung im RP-Ausschuss deutlich geworden ist, dass eine Überziehung im sechsstelligen Euro-Bereich bei einer Maßnahme möglicherweise auch dadurch mit verursacht worden ist, dass eine wichtige Bauakte nicht mehr auffindbar gewesen sei.
Wir beantragen

  1. dass die Verwaltung eine interkommunale Zusammenarbeit mit Nachbar-gemeinden, z.B. Wilnsdorf und Hilchenbach, vereinbart mit dem Ziel einer gemeinsamen fachlich einwandfreien Archivarbeit. Keine Zukunft ohne Herkunft! Keine Recherche ohne Archivierung. Keine Globalisierung ohne Heimat. Wir wissen zugleich, dass wir uns in der Kulturarbeit und beim Museum zukunftsfähiger aufstellen müssen! …..”

Bürgermeister Paul Wagener reagierte in seiner Haushaltsrede, S. 17 – 18, auch darauf: Weiterlesen