Vortrag „Raum-Geschichte-Identität“

Im Rahmen der Veranstaltungen zum 125. Geburtstag von Walter Krämer spricht der Siegener Geschichtsdidaktiker Dr. Jens Aspelmeier, Kompetenzteam Kreis Siegen-Wittgenstein Lehrerfortbildung, am

13. Juli 2017, 19:00 Uhr,  im Aktiven Museum Südwestfalen, Siegen, Obergraben.

Vortrag „Die Suche nach der verschwundenen Urgroßtante –

das Schicksal einer psychisch erkrankten Frau am Anfang des 20. Jahrhunderts“
Freitag, 12. Mai, 20 Uhr, Haus der Kirche (Siegen, Burgstr. 21)

Torsten Thomas spricht vor der Familienkundlichen Arbeitsgemeinschaft im Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein.

Heute vor 70 Jahren: Gründung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes im Siegerland am 08. Mai 1947

„Am 26.Oktober 1946 wurde der erste Landesverband (Nordrhein-Westfalen) der VVN in Düsseldorf gegründet. Der damals gewählte Vorstand setzte sich aus Vertretern der CDU, FDP, KPD, SPD, Zentrum, jüdischer Gemeinschaft und einer Vertreterin der Frauen zusammen und stellte so die Breite des Widerstandes gegen den Faschismus dar. Die Basis der Zusammenarbeit war der „Schwur von Buchenwald“ Entnazifizierung, Entmilitarisierung, Entmonopolisierung, Demokratisierung, Sozialstaatlichkeit, Völkerverständigung und antifaschistische Einheit in ganz Deutschland. Es ging in dieser Anfangszeit der VVN aber auch um die existenziellen Grundlagen der Versorgung (Lebensmittel, medizinische Versorgung, Arbeit) und Unterbringung (Wohnraum) für die ehemaligen Verfolgten und ihrer Angehörigen oder Hinterbliebenen.
Nach der Gründung eines Dachverbandes im März 1947 in Frankfurt trafen sich auch in Siegen die Verfolgten des Faschismus und gründeten eine Kreisgruppe der VVN. Die gewählten Vertreter waren Karl Born, Heinrich Brach (Siegen, CDU, vor 1933 Zentrumspartei, 6 Jahre in Haft), Alfred Dörner, Liesel Krämer (Witwe von Walter Krämer), Hans Lichtenfels (KPD, 4 Jahre im KZ Sachsenhausen inhaftiert), Julius Löwenstein (Überlebender des KZ Theresienstadt), Gustav Vitt (SPD, Gewerkschaftssekretär, am 2.Mai 1933 grausam misshandelt). Der Tag den sie zur Gründung der Kreisverbandes der VVN Siegerland wählten, hatte für alle eine große Bedeutung, es war der 8.Mai der „Tag der Befreiung“ vom Faschismus. ….“

Quelle: VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein, Facebook-Seite, 7.5.2017 [Vielen Dank für den Erlaubnis den Text herhin zu übernehmen!]

Vortrag „Reise ohne Rückkehr – Erste Deportation von Siegerländer und Wittgensteiner Juden vor 75 Jahren“

Bildunterschrift: Originaladresszettel an Inge Frank (oben), deportiert nach Zamosc (Vorlage: Traute Fries).

Traute Fries, Siegen, im Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte

 In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird Traute Fries am Donnerstag, den 16. März 2017, um 18.30 Uhr im Siegener KrönchenCenter über die ersten Deportationen jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Siegerland und Wittgenstein vor 75 Jahren referieren.

Bereits am 1. März 2008 befasste sich der Workshop „Reise nach Zamosc – Reise in den Tod“ in der Dortmunder Mahn- und Gedenkstätte Steinwache mit der Aufarbeitung der Deportation von rund 800 südwestfälischen Juden Ende April/Anfang Mai 1942. Historiker, Archivare und interessierte Laien trugen Kenntnisse und Dokumente aus ihren Regionen bei. Aus Siegen nahmen Traute Fries und Klaus Dietermann, aus Bad Berleburg Gisela Weissinger teil. Das Workshop-Team hatte sich vorgenommen, nach Möglichkeit alle Namen der Deportierten sowie Fotos und Dokumente in einem Gedenkbuch zusammenzufassen. Die Recherchen ergaben, dass 768 von 791 Deportierten und Ermordeten namentlich identifiziert werden konnten. Rechtzeitig vor dem 70. Jahrestag erschien als Ergebnis der Forschungen im Januar 2012 im Klartext-Verlag das Buch „Ohne Rückkehr – die Deportation der Juden aus dem Regierungsbezirk Arnsberg nach Zamosc im April 1942“. Weiterlesen

Literatur zur Rolle der Bezirksregierung Arnsberg in der NS-Diktatur

Arne Hennemann, stellvertretender Schulleiter am Fichte-Gymnasium in Hagen, hat berufsbegleitend im Zuge eines Dissertationsvorhabens eine wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel „Dimensionen der Verstrickung – Behördenhandeln der Bezirksregierung als Partizipation am NS-Unrechtsstaat“ angefertigt. Die Arbeit wurde von Prof. Dr. Thamer von der Universität Münster betreut. Die Publikation liegt nun im Druck vor.

Die Arbeit konzentriert sich auf die beiden größten Aufgabenbereiche des Regierungspräsidiums: die Gesundheits- und die Schulverwaltung. Für die Region Siegen-Wittgenstein ist der Abschnitt „Verfolgung bis in den Tod – die Regierung Arnsberg gegen die Familie Janson“ (S. 67 – 78), der die Verfolgung der Wittgensteiner Sinti- bzw. Roma-Familie behandelt, von besonderem Interesse.
Quelle: Bezirksregierung Arnsberg

„Wie wirkt der 2. Weltkrieg in den heutigen Generationen fort?“

Vortragsveranstaltung mit Gespräch,
16. Februar 2017 um 18.30 – 20.00 Uhr
Stadt Netphen, Ratssaal

Die Kriegsteilnehmer des 2. Weltkrieges sterben langsam aus, aber ihre Belastungen haben sie an die nächsten Generationen weitergegeben. Die Generation der Kriegskinder hat noch zusätzliche Belastungen zu tragen, denn zu den Ängsten der Eltern kamen die eigenen Ängste hinzu. Aber es wirkt nicht nur der Krieg nach, sondern auch seine Folgen, wie Vertreibung und Flucht.
Nach dem Krieg sollte alles gut sein und es wurde, wie Jürgen Müller-Hohagen schreibt: „verleugnet, verdrängt, verschwiegen“. Weiterlesen

Listen der Stolpersteine im Kreisgebiet in der Wikipedia:

Die Listen der Stolpersteine enthalten Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projekts von Gunter Demnig in den aufgeführten Orten verlegt wurden. Mit ihnen sollen den Opfern des Nationalsozialismus gedacht werden, die in diesen Orten des Kreisgebietes Siegen-Wittgenstein lebten und wirkten:

Liste der Stolpersteine in Bad Berleburg
Liste der Stolpersteine in Bad Laasphe
Liste der Stolpersteine in Erndtebrück
Liste der Stolpersteine in Hilchenbach
Liste der Stolpersteine in Kreuztal
Liste der Stolpersteine in Neunkirchen
Liste der Stolpersteine in Siegen

Spurensuche jüdischen Lebens in Bad Laasphe

Freitag, 27. Januar 2017, 15:00 Uhr

Das Schicksal der aus Laasphe nach Auschwitz Deportierten ist ein besonderer Schwerpunkt einer Führung der TKS am 27. Januar 2017. Rainer Becker vom Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit informiert bei einem Spaziergang durch die Altstadt auch über die jüdische Gemeinde von den Anfängen bis hin zur Auslöschung in der Zeit des Nationalsozialismus.

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Gedenkstunde am Fred-Meier-Platz in Kreuztal-Littfeld

Freitag, 27.01., 15.30 Uhr

Begrüßung: Bürgermeister Walter Kiß
Ansprache: Dieter Pfau (Historiker)
Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen der Adolf-Wurmbach-Grundschule Littfeld und des Jugendtreffs Glonk
Ab 16.30 Uhr: Vortrag mit dem Titel „Deutsche Unternehmen und das unbewältigte Erbe der Schuhprüfstrecke im KZ Sachsenhausen“ von Frau Prof. Dr. Anne Sudrow (Berlin)
Kapellenschule Littfeld, Hagener Str. 428
Mitveranstalter: Stadt Kreuztal und VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein

Quelle: Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Siegerland, Veranstaltungen 2017