Wilnsdorfer Mittelalterausstellung gut besucht

Ein Schmuckstück ist die mittelalterliche Handwerkergasse. Quelle: Museum Wilnsdorf

Die mittelalterlichen Zeiten im Museum Wilnsdorf dauern nur noch wenige Tage an. Noch bis einschließlich Sonntag, den 2. April ist die aktuelle Sonderausstellung „Spinnrad, Schwert und Federkiel“ zu sehen. Danach wandern die Exponate weiter nach Lüdenscheid.

In Wilnsdorf zeigt sich Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck sehr zufrieden mit der bisherigen Bilanz. „Rund tausend Gäste besuchten uns jeden Monat“, freut sich die Historikerin. Wer etwas über das Leben der Menschen vor 800 Jahren erfahren möchte, sollte sich also beeilen. Nähere Informationen zur Ausstellung gibt es unter www.museum-wilnsdorf.de.

Quelle: Gemeinde Wilnsdorf, 15.3.2017

Bernd & Hilla Becher – Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes

Ausstellung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur Köln
4. November 2016 bis 19. März 2017

© Estate Bernd & Hilla Becher, courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln, Museum für Gegenwartskunst Siegen, erworben mit Mitteln der Kunststiftung NRW

Die Photographien der Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes stehen am Beginn des künstlerischen Werks von Bernd und Hilla Becher (1931–2007, 1934–2015). Zwischen 1958 und 1974 erarbeitet, hat sich bei diesem Konvolut die konsequente Darstellungsweise eines Objekttyps in sogenannten Typologien bereits früh bewährt. Analyse und Synthese sollte sich nicht allein im präzisen Einzelbild erfüllen, sondern auch in den quasi wissenschaftlichen Gruppierungen der Photos. Weiterlesen

Ausstellung „EinBLICK“ in das Museumsmagazin

Stadtmuseum Hilchenbach, Wilhelmsburg
6.12.2016 – 12.2.2017


Wie allgemein bekannt, ist das Hilchenbacher Stadtmuseum in der Wilhelmsburg aus dem früheren Schul- und Heimatmuseum in Hilchenbach-Allenbach hervorgegangen. Dieses Museum war aus der Schularbeit entstanden und befand sich im Dachgeschoss der Schule, die im Jahr 1981 wegen der Errichtung des Brückenbauwerkes für die Verlegung der Landstraße 728 abgebrochen wurde.
Nach dem Abbruch des Gebäudes wurde das Museumsgut als Stiftung Paul Benfer (1894-1984) der Stadt Hilchenbach übereignet. Die Sammlungen sind nach der Fertigstellung des Stadtmuseums im Oktober 1982 in der Wilhelmsburg der Öffentlichkeit zugänglich. Seit der Eröffnung bis Ende November 2016 besuchten insgesamt 125.886 Personen das Museum.
Aus ungefähr 1.800 Exponaten hat Museumsleiter Reinhard Gämlich nun eine große Auswahl getroffen. Zu sehen sind unter anderem Porzellan, Glas, Tonwaren, Uhren der unterschiedlichsten Art, Holzgegenstände, Kaffeemühlen, Waffeleisen bzw. Metallwaren, Bügeleisen, Handtuchhalter, Nähmaschinen, Nähkästchen, Textilien, Haararbeiten und Gemälde. Weiterlesen

Kleider von Keppels Kirchenboden

Sonderausstellung des Internatsmuseums

Historische Tanzkleider (Quelle: Stadt Hilchenbach)

Historische Tanzkleider (Quelle: Stadt Hilchenbach)

In Stift Keppel befand sich früher eine Internatsschule für „höhere Töchter“. Die Schule spiegelte das ambivalente Frauenbild der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts: Einerseits das neue Streben nach weiblicher Bildung und Berufstätigkeit, andererseits die überkommene Frauenrolle: galante Gesellschafterin, Ehefrau und Mutter.

Das Internatsmuseum dokumentiert beide Bestrebungen. In Keppel konnten Mädchen aus ganz Deutschland die Lehrerinnenausbildung absolvieren und später, ab 1926, auch das Abitur ablegen. Die beiden Arbeitsräume, ausgestattet mit Schulbüchern und Heften für die Schularbeiten sowie die Bibliothek mit Büchern bis unter die Decke, machen deutlich, dass man in Keppel tüchtig arbeiten musste. Weiterlesen

Tagung „Sport – Gesundheit – Biopolitik. Historische Perspektiven“

Die Tagung „Sport – Gesundheit – Biopolitik. Historische Perspektiven“ findet vom 21.-22. Oktober 2016 im Artur-Woll-Haus an der Universität Siegen statt.

„Während das Foucaultsche Konzept der Biopolitik in den Sozialwissenschaften in jüngerer Zeit ausgiebig diskutiert und in empirischen Arbeiten verwendet worden ist, fristet es in den Sportwissenschaften – speziell in der Sportgeschichte – bisher eher ein randständiges Dasein. Dies überrascht umso mehr, da der Bereich der Leibesübungen und des Sports geradezu prädestiniert scheint, Foucaults Analyseperspektive gewinnbringend aufzunehmen: Zum einen deckt sich der Zeitraum, den Foucault für die Entfaltung des biopolitischen Paradigmas ausgemacht hat, mit der Verbreitung von Leibesübungen und Sport seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Zum anderen spielen beide Seiten des Foucaultschen Konzepts – der Umgang mit individuellen Körpern wie auch die Regulierung des Bevölkerungs-Körpers – eine eminent wichtige Rolle in der Geschichte von Leibesübungen und Sport.
Die Tagung möchte dementsprechend die Möglichkeiten sowie die historische Tragfähigkeit einer biopolitischen Perspektive auf Leibesübungen und Sport an ausgewählten Beispielen ausloten und diskutieren. Dabei ist der Gegenstandsbereich breit gewählt und umfasst sowohl individuelle und kollektive sportive Praktiken als auch das mit ihnen verbundene Wissen, sowohl den ‚modernen‘ Wettbewerbssport als
auch Turnen, Breiten- oder Fitnesssport.“ Weiterlesen

Museumsfest Wilnsdorf

musfestwilnsd16Bunter Streifzug durch die Geschichte am 17. und 18. September

Am 17. und 18. September 2016 lässt das Wilnsdorfer Museumsfest wieder vergangene Zeiten lebendig werden. Unter dem Motto „Ein bunter Streifzug durch die Geschichte“ werden rund um das Museum historische Akteure und Handwerker ihr Lager aufschlagen.

Das Museumsfest schlägt einen weiten Bogen: Ein Steinzeitmensch lässt sich über die Schulter schauen, Wikinger erzählen vom Leben der Nordmänner und deutsche Auswanderer des 19. Jahrhunderts von ihren Erfahrungen in Pennsylvania. Es haben sogar einige mittelalterliche Ritter ihr Kommen angekündigt. Daneben werden viele Händler und Handwerker anzutreffen sein, die Pelz- und Lederarbeiten, Körbe, Glasperlen, Schnitzereien und vieles mehr feilbieten. Weiterlesen

Ausstellung „Spinnrad, Schwert & Federkiel“

Ein Schmuckstück ist die mittelalterliche Handwerkergasse. Quelle: Museum Wilnsdorf

Ein Schmuckstück ist die mittelalterliche Handwerkergasse. Quelle: Museum Wilnsdorf

Am Sonntag beginnt das Mittelalter im Museum Wilnsdorf: Mit einem Aktionstag startet am 31. Juli die neue Sonderausstellung „Spinnrad, Schwert & Federkiel“, die ihre Besucher 800 Jahre in die Vergangenheit schickt.

Die Ausstellung präsentiert faszinierende mittelalterliche Lebensszenen, vom Bauernhaus über eine kleine Stadt bis hin zu Burg und Kloster. Besucher können leibhaftig in die Welt des Mittelalters eintauchen und dank vieler interaktiver Elemente in die Rollen von Bauern, Handwerkern, Mönchen und Rittern schlüpfen. Ganz nebenbei vermittelt die Ausstellung Wissenswertes und Amüsantes, so dass der Spaß nicht zu kurz kommt. Weiterlesen

Museum fällt ins Mittelalter

Vorbereitung für neue Sonderausstellung in Wilnsdorf

Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck gibt der Inneneinrichtung des Klosternachbaus den letzten Schliff.

Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck gibt der Inneneinrichtung des Klosternachbaus den letzten Schliff.

Die nächste Sonderausstellung im Museum Wilnsdorf wirft ihre Schatten voraus: Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck arrangiert hinter den Kulissen bereits die ersten Stücke für „Spinnrad, Schwert & Federkiel“. Die Ausstellung wird ab Ende Juli ihre Besucher ins Mittelalter versetzen. Faszinierende Lebensszenen entstehen dazu hinter den noch verschlossenen Vorhängen, die Gäste erwartet eine kleine mittelalterliche Stadt samt Burg und Kloster. Wie immer ist die Ausstellung mit vielen interaktiven Elementen ausgestattet, so dass die Besucher Teil der Ausstellung werden und in die Rollen von Bauern, Handwerkern, Mönchen und Rittern schlüpfen können.
Quelle: Pressemitteilung Museum Wilnsdorf, 9.6.16

Volkskundliche Kommission für Westfalen sucht Hausgeschichten

An den Bau eines Hauses knüpfen sich viele Er-innerungen und Erlebnisse, die für die Nachwelt festgehalten werden sollen, wir hier beim Hausbau um 1960 in Münster-Nienberge. Foto: LWL/Adolf Risse

An den Bau eines Hauses knüpfen sich viele Er-innerungen und Erlebnisse, die für die Nachwelt festgehalten werden sollen, wir hier beim Hausbau um 1960 in Münster-Nienberge.
Foto: LWL/Adolf Risse

Geschichten über Häuser sucht die Volkskundliche Kommission für Westfalen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) für ihr Projekt „Hausgeschichten“. Ein Haus zu bauen, zu kaufen, bewohnbar zu machen oder wieder abzugeben ist ein einschneidendes Erlebnis, das man nicht vergisst. Dementsprechend kursieren Hausgeschichten in vielen Familien. Sie erzählen von geglückten oder miss-glückten Grundstückskäufen, von enormen Eigenleistungen, von den vielen kleinen Desastern auf einer Baustelle, aber auch vom unverkäuflichen Elternhaus, das einmal als Alterssicherung dienen sollte.

„Hausgeschichten handeln von erfüllten oder unerfüllten Träumen, von Erwartungen und Hoffnungen und von vielerlei Glück und Unglück“, weiß Christiane Cantauw, Geschäftsführerin der Volkskundlichen Kommission. „Wir wollen solche Geschichten sammeln, weil wir der Bedeutung von Häusern über die Erlebnisse und Erfahrungen der Menschen, die darin wohnen, nachgehen möchten“, so die LWL-Volkskundlerin weiter. Weiterlesen

August Sander Ausstellung – „Der Westerwald im Spiegel der Zeit“

2333_894_1_gEine Ausstellung im Kreishaus Altenkirchen von Kreis und Sparkasse Westerwald-Sieg in Zusammenarbeit mit der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln

Immer wieder führte es den gebürtigen Herdorfer Photographen August Sander (1876-1964) in den Westerwald zurück, in ein Stück seiner Heimat, das er mit besonderer Hingabe zu portraitieren wusste. Seit 1911 in Köln ansässig und schon zu dieser Zeit zu hohem Ansehen in der Welt der Kunst und Photographie gelangt, unternahm er viele Kurzreisenin die dörflichen Gemeinden um Altenkirchen. Dort traf er auf zahlreiche Familien, die seine photographische Arbeit besonders schätzten und für die Sander Portraitaufnahmen fertigte. Aber auch viele typische Orts- und Landschaftsaufnahmen sind in seinem heute so berühmten Werk zu finden, die eindrückliche Ansichten aus der jüngsten Vergangenheit liefern.

Mit rund einhudertdreißig Ausstellungstücken wird anlässlich des zweihundertjährigen Kreisjubiläums im Kreishaus Altenkirchen eine Präsentation zu Ehren des Photographen ausgerichtet. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Bildband.

Öffnungszeiten: Weiterlesen