Nachbau eines keltischen Verhüttungsofens aus dem Siegerland liefert erste Ergebnisse

Eine kleine wissenschaftliche Sensation: Noch nie zuvor funktionierte die Verhüttung von Erz zu Eisen in einem solchen Rennofen-Nachbau.
Foto: LWL/ L. Klinke

Nach fünf Monaten war es endlich so weit: Der Nachbau eines keltischen Verhüttungsofens, wie ihn die Siegerländer vor über 2.000 Jahren benutzt haben, um Erz zu Eisen zu verarbeiten, ging in Betrieb. Damit gelingt einer Forschergruppe mit Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) etwas Neues: ein funktionierender Nachbau des größten Brennofens seiner Epoche in Europa entstand im LWL-Freilichtmuseum Hagen. Weiterlesen

Linktipp: Projekt der LWL-Archäologie zur eisenzeitlichen Metallurgie im LWL-Freilichtmuseum Hagen VII

Am 20. August beginnt die wichtigste Experimentphase der Verhüttung im Nachbau eines eisenzeitlichen Rennofens aus dem Siegerland, bei der die nötigen hohen Temperaturen durch die Verbrennung eines organischen Energieträgers gewährleistet werden wird. Das Blog der LWL-Archäologie widmet sich daher der Frage, ob Holz oder Holzkohle verwendet wurde.

Publikation zur Ur- und Frühgeschichte im Sauer- und Siegerland

[Reblog vom Blog der LWL-Archäologie, 03.08.2017]

Im Juli 2017 ist eine Übersichtspublikation erschienen, die den aktuellen Kenntnisstand der LWL-Archäologie zur sauer- und siergerländischen Ur- und Frühgeschichte behandelt.

Der Beitrag ist erschienen in der jüngsten Publikation des Geologischen Dienstes NRW (Krefeld) zu einem bestimmten Landschaftsraum, diesmal dem Sauer- und Siegerland bzw. dem Westfälischen Bergland. Das Projekt hat bereits eine längere Produktionsgeschichte hinter sich, so dass der Überblick immer wieder bis zur Drucklegung aktualisiert wurde.
Link zum Beitrag: Baales_et_al._2017_-_Sauer-und_Siegerlan .

LWL-Archäologen datieren Kindelsberg in die Eisenzeit

Der Kindelsberg ist eine weithin sichtbare Landmarke.
Foto: LWL/H. Menne

Der Kindelsberg östlich von Kreuztal im Siegerland ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel. Er ist auch von archäologischem Interesse, da seine Datierung umstritten ist. Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) konnten nun Licht ins Dunkel bringen: Aktuelle Bohrproben ergeben, dass der Kindelsberg nicht aus dem Mittelalter stammt, sondern aus der Eisenzeit. Er ist somit weit über tausend Jahre älter als bisher angenommen und das Siegerland um eine seltene keltenzeitliche Wallburg reicher. Weiterlesen

Linktipp: Projekt der LWL-Archäologie zur eisenzeitlichen Metallurgie im LWL-Freilichtmuseum Hagen

Seit dem 27. März 2017 führen die LWL-Archäologie für Westfalen, Außenstelle Olpe, das Deutschen Bergbau-Museum Bochum, die Ruhr-Universität Bochum sowie das LWL-Freilichtmuseum Hagen ein archäologisches Experiment durch, das die die Produktionsmenge der keltischen Verhüttungsöfen, wie sie im Siegerland aufgefunden wurden, klären soll.
Das Blog der LWL-Archäologie begleitet dieses Experiment. Ein erster, reich bebilderter Eintrag ist am 3. April erschienen.

Literaturhinweis zur Archäologie des Siegerlandflughafens

Manuel Zeiler, Archäologe in der Außenstelle Olpe der LWL-Archäologie, hat im Band 13 (2017), S. 245-308, der „Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe“ den Aufsatz „Fundplätze des Zweiten Weltkrieges in Burbach, Kreis Siegen-Wittgenstein, und Arnsberg, Hochsauerlandkreis“ publiziert. Für Burbach-Lippe stellt er die archäologischen Arbeiten am Siegerlandflughafen vor. Der Aufsatz ist open access online veröffentlicht worden.
Quelle: LWL-Archäologie, Facebook-Seite