Biographie Werkstatt: »Ich vererbe meinen Enkeln mein Leben«

– Senioren konservieren ihre Lebensgeschichte
25.11/26.11.2018,
Siegen, KrönchenCenter (Markt 25), R2.11
Referent: Raimund Hellwig,
Entgelt: 52€

Das eigene Leben enthält die spannendsten Geschichten – und wenn es erstmal köstlich gewesen ist, dann möchte man diese Geschichten gerne vererben. Man möchte erklären, wo man herkommt, was man als Kind erlebt hat, damit die Enkel und Urenkel verstehen können, warum man so und nicht anders ist. Vielleicht möchte man auch die Erinnerung an die irgendwann um 1880 geborene Großmutter konservieren, an die sich kein anderer mehr erinnert, oder an den Onkel, der im ersten Weltkrieg in Tsingtau Kolonialdienst getan und dort die absonderlichsten Dinge erlebt hat.
Die Enkel sind noch zu jung, um heute schon alles zu verstehen? Sie könnten irgendwann in dreißig Jahren Ihr Buch in die Hand nehmen, wenn Sie schon lange nicht mehr da sind, und den freundlichen Opa oder die freundliche Oma posthum besser kennenlernen. Damit Erinnerung nicht wegstirbt. Weiterlesen

Ausstellung „Vorratshaltung und Küchenutensilien“ in Hilchenbach

Die Ausstellung „Vorratshaltung und Küchenutensilien“ gewährt einen Einblick zu einer Vielzahl an Gerätschaften, ergänzt durch Bücher, Prospekte und Plakate, zur Vorratshaltung und allem, was früher einmal so in der Küche gebraucht wurde, überschaubar, ansprechend und zugleich in geballter Form.
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Der Verein zur Erhaltung historischer Gerätschaften (Landwirtschaftsmuseum) in Hadem, vertreten durch Klaus-Henning Moll, der seine Leidenschaft für historische landwirtschaftliche Gerätschaften und für Dinge des Hausgebrauchs schon als Kind entdeckte, präsentiert diese Ausstellung.
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Bürgermeister Holger Menzel eröffnet die Ausstellung am Dienstag, dem 14. November, um 19:30 Uhr.

Besichtigt werden kann die Sonderausstellung im Stadtmuseum Hilchenbach in der Wilhelmsburg anschließend noch bis zum 25. Februar 2018 wie folgt: Weiterlesen

Vortrag: „Gedenkstätten und Erinnerungsorte nationalsozialistischer und kommunistischer Verbrechen in Polen“

Ein Reisebericht in Bildern von Klaus Merklein, Siegen.
Museum WWII 3
Museum des Zweiten Weltkriegs (Muzeum II Wojny Światowej) in Danzig, By Jroepstorff (Own work) [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Die neue Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird sich am 16. November 2017 um 18.30 Uhr im Siegener KrönchenCenter den Schauplätzen nationalsozialistischer und kommunistischer Verbrechen in Polen widmen. In dem bebilderten Reisebericht von Klaus Merklein werden ausgewählte Gedenkstätten und Erinnerungsorte gezeigt und eingehend beschrieben. Auch die von der seit 2015 im Amt befindlichen national-konservativen Regierung in Warschau angestrebten und zum Teil bereits umgesetzten Veränderungen in der Erinnerungskultur werden erläutert.
Die Reise beginnt in Danzig mit den Museen des Zweiten Weltkriegs und der Solidarnosc. Sie führt weiter nach Warschau zu den Erinnerungsorten der Aufstände und der Geschichte der Juden in Polen. Abschließend wird die Region Lublin besucht, wo an verschiedenen Orten an die deutschen Vernichtungslager erinnert wird. Somit wird ein Einblick in die vielfältige und kontrastreiche Erinnerungslandschaft gegeben. Weiterlesen

Ausstellung „Weltkrieg – Kriegswelt(en).

1917 in Stadt und (Um-)Land Siegen.“
Eine Ausstellung des Siegerlandmuseums im Oberen Schloss und der Universität Siegen, ab dem 12. November 2017

Der Erste Weltkrieg hat als „Urkatastrophe“ den weiteren Verlauf der Geschichte des 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt. Danach war die Welt eine andere. Die anfänglich verbreitete Kriegsbegeisterung schlug mit der Zeit in Desillusionierung und Kriegsmüdigkeit um.

Die Ausstellung setzt an diesem Punkt an und konzentriert sich besonders auf das Jahr 1917 in Stadt und (Um-)Land Siegen, das allgemein als Wendejahr des Krieges gilt. Um dieser Momentaufnahme eines „Weltenbrandes“ in der Provinz Tiefe zu geben, werden wesentliche Transformationsprozesse in den Blick genommen. Es wird gezeigt, wie die Menschen in der Region mit den Versorgungsengpässen und den neuartigen Anforderungen umgingen, die der Krieg in seinem dritten und anbrechenden vierten Jahr an sie stellte. Sie bildeten den Rahmen, in dem sich der Alltag gestalten ließ. Wie ging das in der Heimat? Wie an der Front? Wie bei dem Kriegsgedenken und den Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs? Weiterlesen

Linktipp: „Widerspruch und Widerstand Opposition gegen den Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein“

Seit Mitte des Jahres ist dieses biographische Angbot des VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein online. Es stellt in Kurzbiographien Menschen vor, die der nationalsozialistischen Herrschaft auf unterschiedlichste Weise widersprochen haben. Ein Anhang mit noch ungeklärten Fällen lädt zur weiteren Froschung ein.

„Radio in Wittgenstein und im Hinterland“. Einladung zum gemeinsamen Hören

Empfänger für den Gemeinschaftsempfang. Verm. 1938. Original im Internationalen Radiomuseum Bad Laasphe. Foto und Montage Krug


Ende 2016 sendete Radio Siegen auf seinem Bürgerfunk-Sendeplatz die Collage „Jenseits der Zentren. Radio in Wittgenstein und im Hinterland“. Die 55-minütige Sendung entstand unter der Leitung des Medienwissenschaftlers Dr. Hans-Jürgen Krug in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Radiomuseum in Bad Laasphe, der Servicestelle Bürgerfunk Siegen-Wittgenstein (Kreuztal) und der Landesanstalt für
Medien in Düsseldorf.
Die Sendung erzählt erstmals die Geschichte des Radios in Wittgenstein und im Hinterland. „Eine spannende Zeitreise durch 90 Jahre Radio“ schrieb Patrick Friedland in der „Westfalenpost“. Und der Fachdienst epd medien empfahl: „Wer Gelegenheit hat, Krugs Feature zu hören, sollte es tun“. Nach Radio Siegen haben auch Tide 96.0 (Hamburg) und Radio Unerhört Marburg die Sendung ausgestrahlt. Weiterlesen

Linktipp: Julius Nase, Die Reformation in Wittgenstein und ihre Träger (1905)

Das Archiv des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein (AdKW) hat unlängst die Artikelserie „Die Reformation in Wittgenstein und ihre Träger“ von Julius Nase mit einer Einführung von Johannes Burkardt auf seiner Homepage als PDF publiziert.

Linktipp: Aktives Museum auf der Pädagogischen Landkarte NRW

Seit kurzem befindet sich das Aktive Museum Südwestfalen auf der Pädagogischen Landkarte NRW. Das Online-Angebot stellt außerschulische Lernorte in Nordrhein-Westfalen vor. Als weitere historische Lernorte im Kreisgebiet sind das Technikmuseum Freudenberg und das Museum Wilnsdorf eingetragen.

Ist das Rätsel des „gemauerten Hauses“ auf der Hammerhütte gelöst?

Angeblich soll es schon im 15. Jahrhundert errichtet worden sein: das so genannte „gemuurde Hus“ in dem urkundlich 1417 erwähnten Vorort Hammerhütte. Zahlreiche Spekulationen ranken sich um dieses markante Anwesen. Der quadratische Grundriss, ein historischer Tonnengewölbekeller, mächtige Mauern und die einst mit Eisengittern gesicherten Fensteröffnungen könnten für ein Gebäude mit fortifikatorischem Charakter sprechen. Tatsächlich spekulieren Burgenforscher und Historiker seit knapp einem Jahrhundert über seine mutmaßliche Funktion. Handelte es sich um den Sitz einer niederadligen Familie? Um die Reste eines turmartigen Wachtpostens oder einer kleinen Burg? Weiterlesen

Nachbau eines keltischen Verhüttungsofens aus dem Siegerland liefert erste Ergebnisse

Eine kleine wissenschaftliche Sensation: Noch nie zuvor funktionierte die Verhüttung von Erz zu Eisen in einem solchen Rennofen-Nachbau.
Foto: LWL/ L. Klinke

Nach fünf Monaten war es endlich so weit: Der Nachbau eines keltischen Verhüttungsofens, wie ihn die Siegerländer vor über 2.000 Jahren benutzt haben, um Erz zu Eisen zu verarbeiten, ging in Betrieb. Damit gelingt einer Forschergruppe mit Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) etwas Neues: ein funktionierender Nachbau des größten Brennofens seiner Epoche in Europa entstand im LWL-Freilichtmuseum Hagen. Weiterlesen