Vortrag „Siegerländer im Umfeld des Reformators Martin Luther“.

Freitag, 12. Januar, 20 Uhr, Haus der Kirche (Siegen, Burgstr. 21)

Gerhard Moisel spricht zu diesem Thema vor der .Familienkundlichen Arbeitsgemeinschaft im Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein.

„Frauen geben Gas“ im Technikmuseum Freudenberg

Autos sind Männersache! Ist doch klar. Und Frauen höchstens schmückendes Beiwerk. Das Boxenluder lässt grüßen. So oder so ähnlich kursieren die Klischees über Frauen und Autos vom Anbeginn der Motorisierung. Dass die großen automobilen Pionierleistungen oftmals von Frauen begangen wurden, geriet nicht selten und zu Unrecht in Vergessenheit. War es doch eine Frau, Bertha Benz, die 1888 die erste Autofahrt der Geschichte unternahm. Oder mutige Rennfahrerinnen wie Dorothy Levitt, die schnellste Frau der Motorsportgeschichte vor dem zweiten Weltkrieg. Aktuelles Beispiel dürfte Heidi Hetzer sein, die mit knapp 80 Jahren von 2014 bis 2017 in einem Hudson Great Eight von 1930, einem großen und schweren Achtzylinder, einmal um die Welt gefahren ist – inspiriert durch die erste Weltumrundung mit dem Automobil durch Clärenore Stinnes in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Auch ihre Geschichte ist Thema der außergewöhnlichen Ausstellung „Frauen geben Gas“, die ab dem 7. Januar bis Ende Februar an den Wochenenden im Technikmuseum Freudenberg zu sehen ist. Weiterlesen

Fotoausstellung „Arbeit hinter Gittern“

Fotoausstellung von Mitarbeitern der JVA Siegen in der Passage der Teilbibliothek Unteres Schloß (US) der Universitätsbibliothek Siegen, 10. Januar bis 7. Februar 2018

Viele Jahrzehnte prägte die Justizvollzugsanstalt Siegen das Bild des Siegener Schlossplatzes. Anfang der 1930ger Jahre als Landgerichtsgefängnis im »Wittgensteiner Flügel« des Unteren Schlosses eröffnet, wurde die JVA 1971 Zweigstelle der Hauptanstalt in Attendorn. Nach der Erweiterung der Anstalt in Attendorn wurden 2010 alle verbliebenen Gefangenen dorthin verlegt und die JVA in Siegen geschlossen.

Wo einst der Ausblick auf den Schlossinnenhof nur durch vergitterte Fenster möglich war, zog 2016 nach einem umfassenden Umbau des Schlossflügels die Universitätsbibliothek mit ihrer Teilbibliothek für Wirtschaft und Recht ein. Weiterlesen

Video: Nico Van Hout: „On Bearded Men. Rubens and Handsaws“

Rubens wird oft der Homer der Maler genannt, da er beinahe jedes nur erdenkliche Thema behandelt hat. Wie ein Regisseur oder Produzent setzt er denselben Schauspieler für verschiedene Rollen ein. Rubens bevölkert seine riesigen mythologischen, biblischen und historischen Kompositionen mit Figuren, die auf Kopfstudien, Tronies genannt, basieren. Im Laufe der Jahrhunderte wurden diese Studienköpfe zu gesuchten Sammelobjekten, sie wurden verändert, übermalt, zu stark gereinigt oder in mehrere Teile zersägt. Der Vortrag beschäftigt sich mit einigen der Hypothesen, die es zum ursprünglichen Erscheinungsbild einiger dieser Tronies gibt. Nico van Hout ist Kurator für Malerei des 17. Jahrhunderts am Königlichen Museum der Schönen Künste (KMSKA) in Antwerpen, Belgien. Er studierte Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität von Ghent und Restaurierung und Konservierung am National Higher Institute of Fine Arts in Antwerpen. 2005 promovierte er an der Universität von Löwen. Der Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Forschung liegt auf dem künstlerischen Schaffensprozess und material-technischen Aspekten der flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts.

Video: Nils Büttner „Peter Paul Rubens. Sinnbildkunst und Voyeurismus“

Peter Paul Rubens verkehrte mit den Reichen und Mächtigen der Welt und bewegte sich auf der politischen Bühne wie auf dem diplomatischen Parkett seiner Zeit. Er brachte es zu Reichtum und Ehren, pflegte einen aristokratischen Lebensstil, sammelte Antiquitäten und Kunst. Seine Zeitgenossen priesen ihn als »Gott der Maler«. Später nannte man ihn Malerfürst und suchte in Biografien auch jenem polyglotten Rubens gerecht zu werden, der gleichsam als Musterbeispiel des pictor doctus, des gebildeten Malers, mit den Intellektuellen seiner Zeit über antiquarische und philologische Fragen korrespondierte. Das ist in der allgemeinen Wahrnehmung hinter der anhaltenden Bewunderung der sinnlichen Bilder zurückgetreten. Damit einhergehend hat sich auch der Begriff der »Rubensfigur« verselbständigt. In historischer Perspektive drängt sich die Frage auf, was man über die zeitgenössische Wahrnehmung der Bilder weiß. Vor diesem Hintergrund ist der Vortrag der Rubensdeutung zwischen Sinnbildkunst und Voyeurismus gewidmet. Nils Büttner lehrt seit 2008 als Professor für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte in der Fachgruppe Kunstwissenschaften-Restaurierung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit sind die deutsche und niederländische Kunst- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit sowie die Geschichte von Grafik und Buchillustration.

Hilchenbach: Carl-Kraemer-Realschule und Klaus Stötzel engagieren sich für das Gedenken

Stolperstein Reinigung

Gemeinsam engagieren sich die Carl-Kraemer-Realschule und der Stellvertretende Bürgermeister Klaus Stötzel bereits seit Jahren für das Erinnern und Gedenken in ihrer Stadt Hilchenbach.
Fest zum Programm dieser „Arbeitsgemeinschaft“ gehört dabei das Reinigen der „Stolpersteine“ in Hilchenbach. An vier verschiedenen Standorten sind im Hilchenbacher Stadtzentrum insgesamt 12 dieser mit Messingplatten belegten 10 qcm großen Betonsteine zu sehen. Die „Stolpersteine“ erinnern mit einer persönlichen Inschrift an die zwölf während der NS-Zeit deportierten und ermordeten Hilchenbacher Juden. Damit sie den Passanten auffallen haben Schülerinnen und Schüler der Realschule mit Unterstützung des Lehrers Soufian Nafati und von Klaus Stötzel diese Gedenksteine vor kurzem gesäubert.
Am 19. November trat eine weitere Gruppe von Schülerinnen und Schülern zum dritten Mal nach 2016 bei der Gedenkstunde zum Volkstrauertag des VdK-Ortsverbandes Müsen-Dahlbruch auf. Vor dem Ehrenmal in Müsen trugen die Jugendlichen diesmal das Totengedenken vor. Weiterlesen

Vortrag: Das „gemuurde Hus“ auf der Hammerhütte

– ein mittelalterlicher Wachtturm? Eine burgenkundliche Untersuchung“

Das „gemuurde Hus“ auf einer Fotografie um 1910. Vorlage: Stadtarchiv Siegen

Die Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird sich am Donnerstag, den 7. Dezember 2017, mit einem rätselhaften Gebäude im Siegener Stadtgebiet beschäftigen. Das so genannte „gemauerte Haus“ in dem 1417 erstmals urkundlich erwähnten Vorort Hammerhütte soll angeblich schon im Spätmittelalter errichtet worden sein. Historiker und Burgenforscher rätseln seit Jahrzehnten über die Bedeutung des 1946 zerstörten Anwesens. Der quadratische Grundriss, ein historischer Tonnengewölbekeller, mächtige Mauern und die einst mit Eisengittern gesicherten Fensteröffnungen könnten für ein Gebäude mit wehrhaftem Charakter sprechen. Weiterlesen

Vorbereitungen für Anne-Frank-Ausstellung laufen:

Künftige „Peer Guides“ von „Deine Anne“ stellten sich vor

„Das Schicksal von Anne Frank weitererzählen, damit es nicht vergessen wird“, „ meinen Mitschülern Geschichte in unseren eigenen Worten näherbringen“, „Lernen, vor einer Gruppe frei zu sprechen“ – so unterschiedlich brachten die mehr als 20 Siegener Jugendlichen ihre Motivation auf den Punkt, sich für die geplante Anne-Frank-Ausstellung in Siegen als sog. „Peer Guides“ ausbilden zu lassen. Weitere Stichworte waren „Prävention“ und „Aufklärung“.

Den Ort der Anne-Frank-Ausstellung in der Siegener Sparkasse lernten jetzt die künftigen »Peer Guides« – Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein – kennen und trafen sich dort mit den Projektverantwortlichen.


Die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ über das von den Nationalsozialisten ermordete, jüdische Mädchen Anne Frank wird ab dem 28. Februar 2018 in der Siegener Sparkasse unter historischen und aktuellen Aspekten zu sehen sein. Sie wird von dem Regionalen Bildungsbüro und dem Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein in Kooperation mit dem Integrationsbeauftragten der Stadt Siegen und der Sparkassen im Kreisgebiet umgesetzt.
30 Jugendliche lassen sich zu „Peer Guides“ ausbilden Weiterlesen

Biographie Werkstatt: »Ich vererbe meinen Enkeln mein Leben«

– Senioren konservieren ihre Lebensgeschichte
25.11/26.11.2018,
Siegen, KrönchenCenter (Markt 25), R2.11
Referent: Raimund Hellwig,
Entgelt: 52€

Das eigene Leben enthält die spannendsten Geschichten – und wenn es erstmal köstlich gewesen ist, dann möchte man diese Geschichten gerne vererben. Man möchte erklären, wo man herkommt, was man als Kind erlebt hat, damit die Enkel und Urenkel verstehen können, warum man so und nicht anders ist. Vielleicht möchte man auch die Erinnerung an die irgendwann um 1880 geborene Großmutter konservieren, an die sich kein anderer mehr erinnert, oder an den Onkel, der im ersten Weltkrieg in Tsingtau Kolonialdienst getan und dort die absonderlichsten Dinge erlebt hat.
Die Enkel sind noch zu jung, um heute schon alles zu verstehen? Sie könnten irgendwann in dreißig Jahren Ihr Buch in die Hand nehmen, wenn Sie schon lange nicht mehr da sind, und den freundlichen Opa oder die freundliche Oma posthum besser kennenlernen. Damit Erinnerung nicht wegstirbt. Weiterlesen