Vortrag „Die Suche nach der verschwundenen Urgroßtante –

das Schicksal einer psychisch erkrankten Frau am Anfang des 20. Jahrhunderts“
Freitag, 12. Mai, 20 Uhr, Haus der Kirche (Siegen, Burgstr. 21)

Torsten Thomas spricht vor der Familienkundlichen Arbeitsgemeinschaft im Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein.

Richard Steuber (1887 – 1964) – Verwaltungsbeamter und Rotkreuzfunktionär

Richard Steuber war im Rahmen einer Suchanfrage bereits Gegenstand eines siwiarchiv-Eintrages. Weitere Recherche zur Biographie Steubers ergaben nun folgenden tabellarischen Lebenslauf:

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Richardt Steuber, 10. Februar 1958.
v.l.nr.: NN, Kreisrechtsrat Wilfried Lückert, Oberkreisdirektor Heinz Kuhbier, Regierungspräsident i.R. Heinrich Goedecke, Landrat Joseph Büttner, NN, Richard Steuber, Alexander Hirschfeld, Clara Goedecke, Else Weecks, Vizepräsidentin des Landesverbandes des DRK (stehend), NN, NN, Oberin Schwester Luisa, Quelle: Privat

* 25. Dezember 1887 in Kreuztal-Stendenbach, gest. 26. Februar 1964 in Siegen, evangelisch
Heirat: 23. Juli 1914 Hedwig geb. Metzler (15. Juli 1890 – 2. Mai 1945)
Kinder: 1916, 1921 Weiterlesen

Literaturhinweis zur Annahme fester Familiennamen der Juden in Westfalen (1846/47)

Die 2013 von Eleonora Duplica herausgegebene Sammlung der in den preußischen Amtsblättern veröffentlichten „amtlichen“ jüdischen Familiennamen wurde wegen der bisweilen schwierig zu lesenden Vorlage um eine vollständige Abschrift und ein umfassendes Namensregister ergänzt. Die Nutzung der Quelle über Internet-Suchmaschinen wurde damit deutlich vereinfacht. Bibliographische Angaben:

Eleonora DUPLICA (Hrsg.): Die Annahme fester Familiennamen der Juden in Westfalen. Die 1846/47 publizierten Verzeichnisse der preußischen Amtsblätter. Zweite erweiterte Fassung, 159 Seiten, Online-Publikation Münster 2017 (Materialien der Historischen Kommission für Westfalen, Band 5). Kostenloser Download unter: http://www.lwl.org/hiko-download/HiKo-Materialien_005_(2017).pdf (6,54 MB)

Quzelle: Historische Kommission für Westfalen, Newsletter v. 9.3.2017

Linktipp: 7. Westfälischer Genealogentag in Altenberge

Marie-Luise Carl ist Stadtarchivarin von Mettmann und Vorsitzende des Vereins für Computergenealogie, Dr. Volker Hirsch betreut als Dezernent beim Landesarchv NRW Abt. Ostwestfalen-Lippe in Detmold das Personenstandsarchiv Westfalen-Lippe. Foto: M. Schultes, Landesarchiv NRW

Das Blog des LWL-Archivamtes für Westfalen gibt Informationen zur morgen stattfindenden Veranstaltung.

Auch für die Region interessant ist der Beginn des Projektes JuWeL, der gemeinsame Online-Erschließung der Juden- und Dissidentenregister von 1815 bis 1874.

Vortrag „Zwei Jesuitenpatres aus Netphen, ihre Herkunft und ihr Wirken in Amerika und den spanischen Niederlanden“.

Freitag, 10. März, 20 Uhr, Haus der Kirche (Siegen, Burgstr. 21)

Ewald Hatzig spricht vor der Familienkundlichen Arbeitsgemeinschaft im Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein.

Online-Erschließung der Juden- und Dissidentenregister (JuWel) in Westfalen und Lippe

Reblog von compgen.de (Link s.u.)

Am 07. Februar 2017 unterzeichneten im Landesarchiv in Detmold Wolfgang Bockhorst (WGGF), Marie-Luise Carl (CompGen) und Frank Bischoff (Landesarchiv NRW) den Kooperationsvertrag zur gemeinsamen Online-Erschließung der Juden- und Dissidentenregister (JuWel).

Die Juden- und Dissidentenregister in Westfalen und Lippe

Das Interesse des Staates am Personenstand erstreckte sich im 19. Jahrhundert zunehmend auch auf nicht-christliche bzw. nicht den Amtskirchen angehörende Personen, insbesondere Juden, Dissidenten und Quäkern. Die Einführung von Judenregistern variierte von Territorium zu Territorium: Im französischen Königreich Westphalen wurden für Juden gesonderte Zivilstandsregister geführt, im Großherzogtum Berg nicht. Im Bereich des zum Großherzogtum Hessen gehörenden ehemaligen kurkölnischen Herzogtums Westfalen galt die Verordnung von 1804, wonach die Pfarrer gesonderte Judenregister zu führen hatten. In Lippe wurde dies 1809 angeordnet. Auch in der preußischen Zeit ab 1815 war die Führung von Judenregistern unterschiedlich, bis 1822 und 1847 Regelungen zur einheitlichen Führung von Judenregistern getroffen wurden. Demnach mussten die Register der Juden an die Gerichte abgegeben werden. Ähnliches galt ab 1847 für Quäker und Dissidenten (»geduldete Religionsgemeinschaften«). Mit der Einführung des Standesamtswesens und der Personenstandsgesetze im Jahr 1874/75 endete die nach Konfessionen getrennte Registerführung. Weiterlesen

Tagungsband zu den Detmolder Sommergesprächen 2015 erschienen

Familiengeschichten, Schatztruhen und andere Archive

Welche Bedeutung haben das Aufbewahren, Sichern und Überliefern
oder Vernichten von Unterlagen, Gegenständen und Informationen
für die Gegenwart oder die Nachwelt insbesondere in der Familienforschung? Geschichtsforschung, Heimat- und Regionalgeschichte sowie Genealogie funktionieren nicht ohne historische Unterlagen und Erinnerungsstücke. Dabei verweisen die Bestände öffentlicher Archive, privater Sammlungen und familiäre
Erzählungen meist wechselseitig aufeinander. Häufig führt erst die Verknüpfung der Informationen aus verschiedenen Quellen zu Erkenntnissen. Je nach Fragestellung stößt man aber bei der Recherche durchaus auf Lücken. Weiterlesen