Linktipp: Heidelberger historische Bestände – digital



Kladderadatsch. Humoristisch-satirisches Wochenblatt. Jg. 53 (1900), Seite: 334, Link:
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kla1900/0334



Das Angebot der Universitätsbibliothek Heidelberg ist für das Kreisgebiet u. a. wegen der digitalisierten Satirezeitschriften (Beispiel s.o.) und der digitalisierten kunsthistorischen Literatur als Surftipp interessant. Auch kann hier nach in Heidelberg Studierenden aus dem Kreisgebiet gesucht werden; denn Matrikeln sind hier nach Orts- und Personenbetreff durchsuchbar.

„Schönheit des Schiefers“ geht in die nächste Runde

In der Siegener Altstadt gibt es viele Anschauungsbeispiele für die „Schönheit des Schiefers“. (Foto: Stadt Siegen)

In die nächste Runde geht der Wettbewerb „Schönheit des Schiefers“, der sich der Pflege und Entwicklung der „typischen“ regionalen Baukultur in Südwestfalen verschrieben hat.
Den offiziellen Startschuss gaben jetzt bei einer Pressekonferenz im Rathaus der ehemalige Siegener Stadtbaurat Michael Stojan, Birgit C. Haberhauer-Kuschel vom Sauerländer Heimatbund und Dieter Tröps, Heimatgebietsleiter in Siegen-Wittgenstein.
Das 2013 begonnene Projekt „Schönheit des Schiefers“ ist eine Initiative der Gemeinschaft zur Förderung regionaler Baukultur e.V. und wird von den Schiefergruben Magog, Bad Fredeburg, sowie den Kreisheimatbünden der Region unterstützt. Nach dem Erfolg der Vorjahre – der Wettbewerb fand bereits 2013 und 2015 statt und stieß auf große Resonanz-, reifte bei den Verantwortlichen die Entscheidung zur dritten Auflage in 2018.

Beteiligen können sich sowohl private als auch öffentliche Bauherren mit ihren Maßnahmen, ob Neubauten oder Sanierungen von alten Häusern.

Entscheidend für eine erfolgreiche Teilnahme ist, dass bei den beschriebenen Maßnahmen Schiefer verwendet wird, was Michael Stojan als „Bautradition der regionalen Art“ bezeichnet. Schieferdächer und -fassaden zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus reinem Naturgestein ohne ökologisch bedenkliche Inhaltstoffe bestehen, meist über 100 Jahre lang standhalten und architektonisch vielseitig gestaltet werden können.
Zudem können defekte Steine leicht ausgetauscht werden. Dieter Tröps nannte weitere Argumente, die für die Verwendung von Schiefer sprechen. Zum einen sind nach seiner Recherche bereits seit 1560 Schiefergruben in Südwestfalen nachgewiesen, was den Baustoff zu einem festen Bestandteil der hiesigen Geschichte macht, und zum anderen könnten durch die Nutzung von regionalen Ressourcen Transportkosten gespart werden. Weiterlesen

„Zeitspuren“- Linktipp: Urkundenbuch zur Spendensammlung für die Kaiserlinde auf dem Kindelsberg 1878

Link zum Wikipedia-Eintrag „Kindelsberg“

Linktipp: Ofenexperiment beendet

Bei über 1100 °C bildete sich im Ofen Schlacke. (Foto: LWL/ M. Zeiler)

Das Blog der LWL-Archäologie berichtete jüngst vom Ende der Verhüttungsversuche mit dem Rennofen im LWL-Freilichtmuseum in Hagen.

Zur den Arbeiten im vergangenen Frühjahr s. http://www.siwiarchiv.de/linktipp-experiment-zur-keltische-verhuettungstechnologie-des-siegerlandes-geht-weiter/

 

Siegerland Band 95 / Heft 1 (2018) erschienen


Inhalt:
Alfons Bender: Das Hüttenwesen Herdorfs vom Spätmittelalter bis zur Industrialisierung und seine Verflechtungen zum Freien Grund, S. 3
Mathias Döring: Tilmann Stolz und der Brocken, S. 27
Jürgen Daum: Alte Hoheitsgrenzen des ehemaligen Dillkreises nach Norden und Westen, S. 33
Gabriel Isenberg: „Feinheit der Arbeit, Kunst und Accuratesse hatte keinen Antheil am ganzen Werk“, S. 37
Ursula Broicher: Eine neue Erklärung des Namens ,Stilling‘ und eine Übersicht, welche Namen Johann Heinrich Jung als Autor gebrauchte, S. 46
Jens Christian Ferslew: Das Siegerland im Jahre 1841: Notizen einer landwirtschaftlichen Studienreise, S. 54
Horst Grafe:Von der Straße auf den Bahndamm, S. 75
Katrin Stein: Die Fliegerhalle – Geschichte des Segelfliegens in Ferndorf, S. 92
Helmut Bruch: Vereinsnachrichten, S. 108
Andreas Bingener: Siegener Regionalhistoriker Hans-Martin Flender verstorben, S. 109
Andreas Bingener: Nachruf auf Prof. Dr. Paul Steinebach – langjähriger Vorsitzender des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins e.V. verstorben, S. 111
Rezensionen, S. 113
Quelle: Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein, Publikationen, Zeitschrift „Siegerland“

Walter Bonin – Siegener Kreisplaner von 1951 – 1955

Nachdem Walter Bonin bereits zweimal mit Bauten der Architektur der Jahre 1960+ hier auf siwiarchiv in Erscheinung getreten ist, hat siwiarchiv erste biographische Daten ermittelt:

Walter Bonin (1951), Quelle: Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein Personalakte Walter Bonin

geb 8. Mai 1919 in Mülheim/Main – 5. November 1990 in Siegen
Eltern: Hans Bonin, Buchdrucker, Margarete geb. Graf
evangelisch
verh. seit Juli 1949 mit Mia geb. Stürmer (geb. 29. März 1923), 2 Kinder

Volkssschule
Ostern 1929 Oberrealschule Offenbach/Main
1937 Abitur
anschließend 7 Monate Arbeitsdienst
2 Jahre Militärdienst
Weltkrieg: Feldartillerist, zuletzt Batteriechef

Dezember 1945 – Juni 1950 TH Darmstadt: Dipl. Ing
1950 – 1951: Entwurfsarchitekt bei Dipl. Ing. Richard Horn Architekt BDA , Aalen/Wttbg.:

  • Industriebauplanungen, Siedlungs- und Wohnhausbau, Teilbebauungspläne

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Heute: Laurentiustag – der Schutzpatron der Archivierenden.

Laurentius von Rom  starb am 10. August 258 in Rom.
In Blick in Lothar Irles Zusammenstellung “Heilige in Verehrung und Volkstum des Siegerlandes” (Siegen 1969) zeigt, wie laurentius im Siegerland verehrt wurde bzw. wird:
Brauchtum: Laurentilied in Wilnsdorf Rudersdorf
Das Patronatsfest wird laut Irle (S. 74-75) in Rudersdorf nur gefeiert, wenn dieses auf einen Sonntag fällt. Zu diesem Anlass wurde dann das Laurentilied gesungen: Weiterlesen

Architektur 1960+, Brutalismus im Kreisgebiet: Erlöserkirche, Siegen-Winchenbach

siwiarchiv sucht Beispiele für die Architektur der 1960er und 1970er Jahre.
Die zwischen 1963 und 1965 erbaute ist Erlöserkirche in der Winchenbach-Siedlung in Siegen ein Beispiel der Sakral-Architektur der 60er und 70er Jahre im Kreisgebiet.

Foto: Hans Martin Lenz

Zur Architektur: “ …. Die Aufgabe, gerade eine reformierte Kirche zu bauen, wurde dem Architekten Walter Bonin besonders lieb und wuchs ihm im Verlauf der Arbeit immer mehr ans Herz. Gestaltungsziel konnte nur eine äußerst vereinfachte, in Form und Material reduzierte und abstrahierte Haltung sein, die auf Nachahmung oder auf Neuschöpfung emanzipierter, um jeden Preis avantgardistischer Beispiele zu verzichten hatte, schrieb der Architekt in der Festschrift zur Einweihung. Schlichtheit, Strenge und Verzicht sind die hervortretenden Merkmale der inneren und äußeren Gestaltung. Gewählt wurde eine Skelettbauweise aus Beton, belgische Handziegeln dienten der Ausfachung. Die große Fensterfront erhielt kein großes Glasgemälde, sondern überwiegend farbloses Glas, das die natürliche Umgebung in den Raum einbezieht. Ein Betonglasband trennt optisch das Innere vom Äußeren. Eine Dornenkrone aus leuchtenden Lichtprismen erinnert an die Marterkrone des Erlösers und damit an den Namen der Kirche. Die Prinzipalstücke wurden aus schweren Schieferplatten und Bronze gestaltet. Der Entwurf der Fenster sowie der Kanzel, des Abendmahlstisches und des Taufbeckens stammen von Wolfgang Kreutter. …..“ (Quelle: Evangelischer Kirchenkreis Siegen, Nachrichten, 2.9.2015)

Link zum ersten Beispiel der Sichtbetonbauweise im Kreisgebiet: Ehem. Hauptschule Freudenberg
Link zum zweiten Beispiel der Sichtbetonbauweise im Kreisgebiet: Landgericht Siegen
Link zum dritten Beispiel der Sichtbetonbauweise im Kreisgebiet: Siegtalbrücke

Psychiatrie im Nationalsozialismus: Betroffene und Angehörige gesucht

„Erfasst, verfolgt, vernichtet“ lautet der Titel der Wanderausstellung, die vom 8. November – 7. Dezember 2018 mit einem umfangreichen Begleitprogramm in der Teilbibliothek der Universität Siegen am Unteren Schloss zu sehen ist. Im Nationalsozialismus galten kranke und behinderte Menschen als Belastung für die sogenannte „Volksgemeinschaft“. Insgesamt wurden knapp 400 000 Menschen ab 1934 gegen ihren Willen sterilisiert und mehr als 200 000 Menschen aus Heil- und Pflegeanstalten ermordet.

Die Wanderausstellung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) präsentiert sowohl die Geschichte von betroffenen Menschen als auch die von Tätern und schafft Berührungspunkte zu Einzelschicksalen.
Für die Gestaltung des Begleitprogramms suchen die Veranstalter Betroffene und/oder Angehörige, die vor dem interessierten Publikum von ihren Erfahrungen berichten. Zudem sind sie auf der Suche nach passendem Material, das in verschlossenen Vitrinen als Ergänzung zur Ausstellung präsentiert werden könnte.
Bitte melden Sie sich bis Freitag, 31. August, bei Frau Barth unter Tel. 0271/705-1901 oder per Mail an j.barth@kreisklinikum-siegen.de. Weiterlesen