Literaturhinweis: Informationsschrift über das Hilchenbacher Internatsmuseum

internatsmuseum1Endlich ist sie da, die erste Informationsschrift über das Internatsmuseum Stift Keppel in Hilchenbach-Allenbach. In höchst anschaulicher Weise stellt Dorothea Jehmlich darin die Entstehung und Ausstattung des Museums, aber auch einen Teil der Geschichte des Stift Keppel und seiner Schulgeschichte dar. Insbesondere wird die Lebenssituation der Keppeler Frauen um 1900 deutlich. Weiterlesen

Erfassung der Verlustlisten des 1. Weltkrieges abgeschlossen

Verlustlisten!WKIn einem ersten Crowdsourcing-Projekt des Vereins für Computergenealogie (DES genannt) wurden die Verlustlisten des Ersten Weltkrieges in der Zeit von November 2011 bis August 2014 vollständig indexiert. Über 8,5 Millionen Datensätze wurden auf diese Weise erschlossen und für die Personengeschichtsforschung nutzbar gemacht. …..

Das Preußische Heeresarchiv wurde am 14. April 1945 bei einem Luftangriff auf Potsdam vernichtet, nachdem bereits am 3. Februar 1945 das Zentralnachweiseamt für Kriegerverluste und Kriegsgräber (ZAK) in Berlin dem Bombenkrieg zum Opfer gefallen war; Informationen über Kriegsteilnehmer des 1. Weltkriegs sind daher heute nur noch schwierig und oft gar nicht zu recherchieren. Die Verlustlisten gehören deswegen zu den wichtigsten erhaltenen Quellen zu deutschen Soldaten des 1. Weltkriegs. Weiterlesen

Video „Schützen, Sichern, Bergen. Notfallvorsorge im Archiv”

Der im Februar 2013 fertig gestellte, 15-minütige Film mit dem Titel „Schützen, Sichern, Bergen. Notfallvorsorge im Archiv” führt auf anschauliche Weise in das Thema Notfallvorsorge und dessen Bedeutung für Archive und andere Kultureinrichtungen ein. Die aufgenommenen Szenen der Feuerlösch- und Bergungsübungen zeigen das sachgerechte Verhalten in typischen Gefahrensituationen, v. a. Brand und Wassereinbruch. Schließlich wird noch der Prozess der Gefriertrocknung vorgestellt, der zur Vermeidung von mikrobiellem Befall bei stark wassergeschädigtem Kulturgut unbedingt notwendig ist.

Baubeginn für Walter-Krämer-Platz am Siegener Kreisklinikum

Umbaumaßnahme vor dem Kreisklinikum zur Fertigstellung des Walter-Krämer-Platzes hat begonnen

Vorstellung der Pläne zur Gestaltung des Walter-Krämer-Platzes in Siegen: Jury v.l.n.r.: Prof. Christoph Brockhaus, Albrecht Thomas, Kalus Dietermann, Wolfgang Suttner, Traute Fries, Erwin Wortelkamp, Steffen Mues, Bertram Müller

Vorstellung der Pläne zur Gestaltung des Walter-Krämer-Platzes in Siegen: Jury v.l.n.r.: Prof. Christoph Brockhaus, Albrecht Thomas, Kalus Dietermann, Wolfgang Suttner, Traute Fries, Erwin Wortelkamp, Steffen Mues, Bertram Müller

Jahrelang wurde am Siegener Kreisklinikum zwecks Verbesserung der Versorgungssituation angebaut, umgebaut und neu gebaut. Nachdem die großen Baumaßnahmen in den Versorgungsbereichen nun abgeschlossen wurden, kann die Fertigstellung des „Walter-Krämer-Platzes” vor dem Haupteingang der Klinik in Weidenau beginnen. Dies erklärten die Beteiligten im Rahmen eines Pressegespräches am 13. August 2014 im Kreisklinikum.

Bauleiter Uwe Moll wird den von der Jury prämierten Entwurf des Künstlers Erwin Wortelkamp im Eingangsbereich des Kreisklinikums an der Weidenauer Straße durch örtliche Baufirmen umsetzen lassen. Wortelkamps Gestaltungsvorschlag setzte sich 2013 unter 22 eingereichten Entwürfen durch. Laut Jury-Chef Professor Christoph Brockhaus zeigt der Entwurf „eine lange gesuchte überzeugende Würdigung Walter Krämers, der in Israel als ‘Gerechter unter den Völkern’ geehrt wird”. Weiterlesen

Forschungskooperation entdeckt im Siegerland Bergbau aus 13. Jahrhundert in 60 Metern Tiefe

” Wissenschaftler haben den ältesten nachgewiesenen Bergbau im Siegerland entdeckt und erforscht. In einem Noteinsatz sicherten sie den ehemaligen Blei-Silbererz-Schacht aus dem 13. Jahrhundert, zu dem sich Raubgräber bereits Zutritt verschafft hatten.

Auf dem Bauch robbend, kriechend auf allen Vieren, aus schwindelerregender Höhe an Stahlseilleitern baumelnd: Was Archäologen, Altbergbau-Experten und Ehrenamtliche bei Kreuztal in der Tiefe der Siegen-Wittgensteiner Erde erlebten, war ein untertägiges Abenteuer. Forscher des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL), des Deutschen Bergbau-Museums Bochum und des Altenberg & Stahlberg e.V. Müsen kämpften sich in 60 Meter Tiefe vor, um ein seltenes Stück Siegerländer Bergbaugeschichte zu entdecken. Untertägig hatten Raubgräber bereits begonnen, hölzerne Transporteinrichtungen abzubauen. Das Denkmal war damit in akuter Gefahr. Weiterlesen

Erster Weltkrieg im Siegener Kreistag:

In der ersten Sitzung nach Kriegsbeginn vermerkt das Protokoll noch ganz der Kriegsbegeisterung verhaftet:

„Siegen, den 14. August 1914. …. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Vorsitzende des Ernstes der zeitigen Lage, er verwies auf den Aufruf Sr. Majestät des Kaisers an das deutsche Volk und betonte die Notwendigkeit opferwilliger Hingabe an die Sache des Vaterlandes. Seine Worte endeten in einem vom Kreistage mit Begeisterung aufgenommenen Hoch auf Seine Majestät den Kaiser, unser geliebtes Vaterland und unser erprobter deutsches Heer.“ Weiterlesen

Heute vor hundert Jahren: Ernst Graf aus Rinsdorf – der erste Gefallene der Wiesenbauschule

Aus: Schülerakte Ernst Graf (UASi WBS G)

Aus: Schülerakte Ernst Graf (UASi WBS G)

Ernst Graf, Meliorationstechniker und ehemaliger Wiesenbauschüler, Gefreiter der Reserve der 10. Komp. des Gren. Reg. “König Friedrich I” No. 5 in Danzig, fällt als erster Angehöriger der Wiesenbauschule in einem Gefecht bei Soldau/Ostpr. Graf hatte 1909 seinen Abschluss als Wiesenbautechniker gemacht und ging dann ab 1. Mai 1909 als Meliorationstechniker zum Kgl. Meliorationsbauamt nach Cassel. Vom 1. Okt. 1910 (?) bis 30. Sept. 1912 leistete er seinen Militärdienst bei der 12. Komp. des Inf. Reg. “Kaiser Wilhelm” No. 116 in Giessen ab. Danach kehrte er nach Cassel zurück und blieb dort bis zum 30.11.1913. Zum 1. Dez. wurde er ans Kgl. Meliorationsbauamt nach Danzig versetzt. Gleich am 2. August 1914 wurde er dort eingezogen und fiel bereits kurz nach Kriegsausbruch in Ostpreußen.

In der Regel hielten die Schüler auch nach ihrem Ausscheiden Kontakt zur Wiesenbauschule, sodass wir über deren Werdegang recht gut informiert sind. Auch wurde die Schule in den meisten Fällen entweder von der Familie oder von offizieller Seite über deren Schicksal im Krieg informiert. Deswegen konnte die Schule in ihren Jahresberichten die jeweilige Gefallenenliste veröffentlichen. Von Ernst Graf existiert zudem seine Schülerakte, aus der die Reproduktion der Todesanzeige stammt.

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